Wie sich die Schullandschaft entwickelt

"Brandbrief" von Duesberg- und Remigius-Hauptschule / Thema nächste Woche im Ausschuss
 

BORKEN (pet). Allgemein sinkende Schülerzahlen, Verschiebungen bei den Schulformen, dazu der „NRW-Schulfrieden“, aus dem die „Sekundarschule“ als künftiges Modell hervorging - die Bildungslandschaft steht vor einschneidenden Änderungen.

Was das für Borken bedeutet, darum geht es am kommenden Donnerstag, 10. November, in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport. Beginn ist um 17 Uhr im Rathaus. Hauptthema ist die Schulentwicklungsplanung. Wolf Krämer-Mandeau von der Projektgruppe Bildung und Region (Bonn) analysiert den Ist-Zustand und gibt Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise.

Die Ergebnisse der von der Stadt in Auftrag gegebenen Studie werden von den Schulen mit Spannung erwartet. Denn vieles könnte in Fluss geraten: Klassenanzahl und -größen, damit verbunden der Stellenschlüssel, Organisation des Unterrichts und des Ganztagsbetriebs - letztlich auch das Ansehen der Schule.

Mit einem „Brandbrief“ haben sich jetzt Duesberg- und Remigius-Hauptschule an die Stadt gewandt. Die Stadt als Schulträger habe es an „klaren, tragfähigen Aussagen über die Zukunft“ beider Schulen bislang vermissen lassen. Die unklare Perspektive erschwere die Arbeit an beiden Schulen massiv. Eltern und Schüler seien verunsichert, Verwaltungsmitarbeiter an der Duesbergschule sorgten sich um ihren Arbeitsplatz.

Die kommissarisch geleitete Duesbergschule konnte keine fünfte Klasse mehr bilden. „Damit scheint es eindeutig zu sein - auch vor dem Hintergrund der schulrechtlichen Vorgaben wie auch der allgemeinen Schulstrukturdebatte -, dass die Duesbergschule keine eigenständige Perspektive bzw. Zukunft mehr besitzt“, schreiben Jens Heinemann, Leiter der Remigius-Hauptschule, und Axel Heinz, der als kommissarischer Leiter an die Duesberg-Hauptschule abgeordnet ist. Gerüchte einer Zusammenlegung würden sich verdichten, heißt es weiter. Dies sei von der Schulverwaltung mehrfach für das Schuljahr 2012/13 angedeutet worden.

Heinemann und Heinz fordern, das Thema Hauptschule aus dem jetzt zur Debatte stehenden Schulentwicklungsplan herauszulösen - und sie fordern eine rechtzeitige Richtungsentscheidung. Ein eventueller Zusammenschluss der Schulen sei nämlich aus organisatorischen Gründen nicht kurzfristig zu bewerkstelligen.

Johannes Pöpping, Fachbereichsleiter Schule, dämpft die Erwartungen an die Ausschusssitzung. Konkrete Planungsempfehlungen stünden noch nicht an. Alle Borkener Schulen - bislang noch nicht beteiligt - würden in das weitere Verfahren intensiv einbezogen.

Quelle: Borkener Zeitung, 05. November 2011


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