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Heiden (bene). Noch sind die Vorhänge
geschlossen, doch die Spannung steigt und steigt. Vorsichtig lugt der eine oder
andere durch den Spalt in der Mitte, schaut, wo die Eltern sitzen, und ob schon
viele Besucher angekommen sind. Noch einmal raunt Lehrer Michael Giebing seinen
Schützlingen letzte Tipps ins Ohr. Dann wird es still in der Aula der
Ludgerus-Hauptschule. Das Stück beginnt und nimmt die Zuschauer mit auf eine
Reise ins Jahr 2222.
In der Schule läuft da schon lange nichts mehr ohne den vollautomatischen
"Paukomaten" - perfektes Englisch und musikalische Glanzleistungen
erlernt man damit in nur wenigen Sekunden.
Doch auch fernab ungeliebter Schulflure stoßen die jungen Schauspieler auf so
manche futuristische Selbstverständlichkeit. "Superbabys" nur
"so zum Zeitvertreib", Urlaub am Strand ganz ohne Meer und Sand, und
schließlich Mediziner, die uns real wohl mehr als nur Angst einjagen würden.
Routiniert gingen den jungen Darstellern die Texte von den Lippen. Schließlich
führte die Theatergruppe der siebten und achten Klassen ihr satirisches Theater
schon zum dritten Mal auf. Bei der Entlassfeier in der Woche zuvor und bereits
am Vormittag vor versammelter Schülerschaft standen die Jungen und Mädchen auf
der Bühne. Und auch bei ihrem letzten Auftritt hatten die Akteure die Lacher
erneut auf ihrer Seite.
Bei der Arbeit eines halben Schuljahres war dabei Teamgeist gefragt.
"Aufführen müssen die Schüler selber", wissen die Lehrkräfte
Michael Giebing und Birgit Limberg. Nur die gute Arbeit in der Gruppe führe
schließlich zum Gemeinschaftserfolg. Insgesamt zehn Jungen und Mädchen lernten
fleißig ihre Texte und probten regelmäßig für den Auftritt. Noch einmal so
viele Schüler arbeiteten in der Kulissenklasse an großen Pappen, langen
Stoffen, bunten Kostümen und mit viel Farbe. Und mit noch viel mehr Hingabe.
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