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 03.07.2001

Zeitreise auf der Bühne: Was ist los im Jahr 2222?
Theatergruppe der Ludgerus-Hauptschule wird von Auftritt zu Auftritt routinierter


Welches Foto darf's sein? Kann und darf die Frage bald gestellt werdenFoto: geo

Heiden (bene). Noch sind die Vorhänge geschlossen, doch die Spannung steigt und steigt. Vorsichtig lugt der eine oder andere durch den Spalt in der Mitte, schaut, wo die Eltern sitzen, und ob schon viele Besucher angekommen sind. Noch einmal raunt Lehrer Michael Giebing seinen Schützlingen letzte Tipps ins Ohr. Dann wird es still in der Aula der Ludgerus-Hauptschule. Das Stück beginnt und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise ins Jahr 2222.
In der Schule läuft da schon lange nichts mehr ohne den vollautomatischen "Paukomaten" - perfektes Englisch und musikalische Glanzleistungen erlernt man damit in nur wenigen Sekunden.
Doch auch fernab ungeliebter Schulflure stoßen die jungen Schauspieler auf so manche futuristische Selbstverständlichkeit. "Superbabys" nur "so zum Zeitvertreib", Urlaub am Strand ganz ohne Meer und Sand, und schließlich Mediziner, die uns real wohl mehr als nur Angst einjagen würden.
Routiniert gingen den jungen Darstellern die Texte von den Lippen. Schließlich führte die Theatergruppe der siebten und achten Klassen ihr satirisches Theater schon zum dritten Mal auf. Bei der Entlassfeier in der Woche zuvor und bereits am Vormittag vor versammelter Schülerschaft standen die Jungen und Mädchen auf der Bühne. Und auch bei ihrem letzten Auftritt hatten die Akteure die Lacher erneut auf ihrer Seite.
Bei der Arbeit eines halben Schuljahres war dabei Teamgeist gefragt. "Aufführen müssen die Schüler selber", wissen die Lehrkräfte Michael Giebing und Birgit Limberg. Nur die gute Arbeit in der Gruppe führe schließlich zum Gemeinschaftserfolg. Insgesamt zehn Jungen und Mädchen lernten fleißig ihre Texte und probten regelmäßig für den Auftritt. Noch einmal so viele Schüler arbeiteten in der Kulissenklasse an großen Pappen, langen Stoffen, bunten Kostümen und mit viel Farbe. Und mit noch viel mehr Hingabe.