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Heiden (pd). Die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrganges der Hauptschule Heiden besuchten zusammen mit ihrem Klassenlehrer Wilfried Hackenbroch das Amtsgericht in Borken, um zum Abschluss der Arbeitsgemeinschaft "Rechtskunde" mit Rechtsanwalt und Notar Wilfried Kunst an einem Sitzungsvormittag in Strafsachen unter Vorsitz von Richter Plester teilzunehmen.
Seit einigen Jahren gehört der Rechtskundeunterricht, der von Rechtsanwalt Kunst geleitet wird, zum festen Schulprogramm der Heidener Schule. In den beiden zehnten Jahrgängen gibt der Rechtsanwalt den Schülern einen Einblick in die juristische Arbeitswelt und zeigt juristische Verfahrensweisen auf, damit die Schüler und Schülerinnen die soziale Ordnungsfunktion des Rechts kennen lernen und durchschauen.
Im Unterricht werden unter anderem Filme gezeigt, in denen Gerichtsfälle nachgeprüft werden, die dann unter fachkundiger Anleitung gelöst werden. Gegen Ende der Unterrichtsreihe wird dann eine Gerichtsverhandlung besucht, um Gerichtsfälle live mit zu erleben.
Interessiert verfolgten die Schüler mit ihrem erworbenen theoretischen Wissen, wie Richter, Staatsanwalt und Verteidiger die verschiedenen "Fälle" aus der jeweiligen Sicht beurteilten und wunderten sich manchmal, welches Strafmaß die Verurteilten "aufgebrummt" bekamen. Es war schon beeindruckend, an welche Einzelheiten und Details der verschiedenen Fälle sich die Schüler am nächsten Tag bei der Nachbesprechung erinnern konnten, und wie sie die Ausführungen der beteiligten Juristen und die ergangenen Urteile kommentierten.

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