Heiden
(rpl). Die geplante Erweiterung der Ludgerusschule wird am kommenden Dienstag
den Bau- und Planungsausschuss sowie den Schul- und Kulturausschuss beschäftigen.
Die beiden Ausschüsse werden in gemeinsamer Sitzung über Art und Umfang des
Bauvorhabens beraten. Treffpunkt für die öffentliche Sitzung ist um 17 Uhr an
der Ludgerusschule.
Wie die Verwaltung im Sachverhalt zur Beschlussvorlage vorträgt, benötigt die
Ludgerusschule zur Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Unterrichts zwei
neue Räume, und zwar einen Klassenraum und einen Mehrzweckraum. Bislang werde
der Kunstraum als Klassenraum benutzt. Außerdem müssten sich die Fachbereiche
Physik und Chemie einen Unterrichtsraum teilen.
Andererseits, so der Bericht der Verwaltung, sei die Schülerzahl in den
vergangenen Jahren von etwa 200 auf 260 Schüler angestiegen.
Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde zur Fristwahrung bereits im Herbst
2000 einen Zuschussantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Jedoch, so wird aus
der Sitzungsvorlage deutlich, ist die Frage der Bezuschussung noch mehr als
ungeklärt. Nach den Schulbauförderungsrichtlinien käme grundsätzlich ein
Zuschuss in Höhe von 30 bis 50 Prozent der tatsächlichen Baukosten in
Betracht. Die Obergrenze der zuschussfähigen Kosten für die geplante Maßnahme
läge nach diesen Richtlinien bei rund 542.000 Mark.
Allerdings gibt die Verwaltung zu bedenken, dass zurzeit die Anträge auf
Schulbauförderung die hierfür zur Verfügung stehenden Landesmittel bei weitem
überstiegen. Außerdem, so die Sachverhaltserläuterung, berate die
Landesregierung zurzeit über eine grundsätzliche Änderung der bislang
praktizierten Form der Schulbauförderung. Diese könne sich möglicherweise
schon ab dem kommenden Jahr auswirken.
Ungeachtet dieser Unwägbarkeiten wird die Verwaltung den Ausschüssen drei
Varianten der möglichen baulichen Erweiterung des Schulgebäudes vorstellen.
Die Planungen gehen dabei jeweils von einem eingeschossigen Flachdachanbau in
massiver Bauweise an den vorhandenen dreistöckigen Schultrakt aus.
Die Kosten für die drei Vorschläge werden auf rund 346.000 Mark für die
kostengünstigste Lösung, auf 366.000 Mark für die mittlere und auf 408.000
Mark für die teuerste Planvariante veranschlagt. |