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 22.05.2001

Mit der Muster-Mappe von Firma zu Firma 
Neuer Raum in der Hauptschule mit vernetzten Arbeitsplätzen und Internetanschluss


Björn Diekhoff ist "SCHIK"-Nutzer und hat für den neuen Computerraum an der Ludgerus-
Hauptschule sogar einen eigenen Ausweis bekommen
.Foto: hhk

Heiden (pd/hhk). Das griffige Kürzel SCHIK hat an der Ludgerusschule eine besondere Bedeutung. Die fünf Buchstaben stehen schlicht für Schüler- Informations- und -Kommunikationsraum. SCHIK heißt der neue Computerraum der Schule mit drei vernetzten Arbeitsplätzen, Internetanschluss und entsprechendem Zubehör.     
"In Kürze soll die Zahl der Rechner auf fünf aufgestockt werden", berichtet Ewald Meis (51). Er ist an der Schule als Lehrer für die neuen Techniken verantwortlich. In dem Raum, so der Pädagoge, arbeiten Schülergruppen vor allem nachmittags an den Internet-Projekten der Ludgerusschule.          
Möglich geworden ist diese Ausstattung zum einen durch die Mittel der "E-nitiative" des Landes NRW, zum anderen aber durch die Mithilfe vieler Heidener Betriebe, die die Ludgerusschule im Rahmen einer Partnerschaftsvereinbarung unterstützen. Mittlerweile sind es mehr als 20 Betriebe, die sich für die Hauptschule engagieren. Tendenz steigend!
Eine der Aktivitäten der beteiligten Schüler besteht darin, Kontakte für mögliche neue Partnerschaften zu knüpfen und diese dann auf den Internetseiten der Ludgerusschule (www.ludgerusschule.de) darzustellen.    
Bei ihren Besuchen in den Betrieben werden sie zumeist positiv aufgenommen. Und das tut gut. Denn ein wenig Nervosität ist schon dabei, wenn man außerhalb der gewohnten Schulumgebung an seinem Auftreten gemessen wird. "Das ist eine wertvolle Erfahrung", sagt Angela Farucci (15), die mit ihrer Mustermappe schon allein sieben Firmen besucht hat und fünf Abschlüsse beibrachte.      
Weitere Projekte für die Gemeinde Heiden und für die Musikkapelle sind bereits weit fortgeschritten. "Der Nutzungsumfang soll Schritt für Schritt weiter ausgebaut werden, so dass dann Internetrecherche und die Arbeit an Projekten in und außerhalb des Unterrichts für noch mehr Schülergruppen möglich sind", beschreibt Lehrer Meis die Perspektiven.
Damit die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auch weitergegeben werden könnten, sei geplant, auch jüngere Schülerinnen und Schüler in die Arbeit einzubeziehen, sofern sie die obligatorische Grundbildung in den neuen Techniken absolviert hätten. 
Alle, die von dem Angebot Gebrauch machen wollen, schließen mit der Schule einen Nutzungsvertrag ab, der von ihnen und ihren Eltern zu unterschreiben ist, in dem sie sich verpflichten, wichtige Spielregeln einzuhalten.     
Diese Regeln haben das Ziel, die Geräte für alle Gruppen in einem verlässlich gleichbleibenden Zustand zu halten. Außerdem verpflichtet sich jeder Benutzer, jeglichen Missbrauch des Internets zu unterlassen.     
Da der Trakt der Ludgerusschule, in dem sich der Computerraum befindet, nachmittags häufig durch die Musikschule und die VHS genutzt wird, steht die Eingangstür auch den "SCHIK-Besuchern" in ausreichendem Umfang offen. 
Für "ihren" Raum haben die Schüler sogar einen eigenen Schlüssel. Eine kurze Absprache mit dem Hausmeister Bernhard Derijck, ein Eintrag in die Anwesenheitsliste - und auf geht's!