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 26.04.2001

„Vorlage ist zu schwammig“
Erweiterung der Hauptschule: Politiker geben der Verwaltung keine gute Note
Heiden (hhk). Die Ludgerus- Hauptschule erfreut sich offenbar großer Beliebtheit bei den Eltern. Das zeigen die Anmeldungen mit steigender Tendenz. Aber: Es fehlen zwei Räume, ein Klassenraum und ein Mehrzweckraum. Bei den Politikern im Ausschuss scheiterte die Verwaltung mit ihren Vorschlägen.
Drei Varianten zur Erweiterung der Schule an der Velener Straße hatte die Verwaltung den Politikern vorgerechnet. Sie wollte von der Politik grünes Licht, den erneuten Antrag bei der Bezirksregierung zu stellen und einen Architekten mit der Bauplanung zu beauftragen. Doch da machten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses sowie des Schulausschusses nicht mit. „Wir müssen ein Raumprogramm haben, die Vorlage ist uns zu schwammig“, argumentierte Bernd Kemper (CDU). In die gleiche Kerbe schlugen Ulrich Lohaus von der SPD, Ulrich Albersmann (UWG) sowie Anne Dillmann von den Grünen. Im Fahrwasser befand sich auch Annette Brun (CDU): „Das geht mir zu schnell.“ Es müsse eine vernünftige Entscheidung her, die in den nächsten zehn Jahren Bestand habe. Man habe in Heiden noch viele andere Dinge vor der Brust. Die Politiker erinnerten an das Vorhaben Feuerwehrgerätehaus. Man wolle nicht schon wieder „ein Debakel erleben“. Da hatte man mit einer wesentlich höheren Förderung des Landes gerechnet. Um so wichtiger sei es, die Zuwendungshöhe für das Erweiterungsvorhaben an der Schule zu kennen, hieß es. Nicht überzeugen ließen sich die Mitglieder von Hauptamtsleiter Gereon Melchers, der warnte, es könne passieren, dass 2002 die Schulbauförderung wegfalle. Er pochte auf die Varianten-Vergabe. Die Gemeinde müsse konkret sagen, was sie möchte. Darin wurde der Hauptamtsleiter von Bürgermeister Buß unterstützt, der befürchtete, im kommenden Jahr könnte „es nur noch einen Pauschalbetrag beim Schulbau für die Kommune geben“. Schulleiter Herbert Krechting sagte in der Sitzung, die Schule erfreue sich einer guten Entwicklung, die den Besitzstand garantiere. So lägen 52 Anmeldungen für das neue Schuljahr vor. So große Zuwächse habe man schon lange nicht mehr gehabt. Ausschuss-Vorsitzender Bernhard Wissing (CDU) schloss die Beratungen mit der Bewertung, man wolle die Hauptschule „nicht im Regen stehen lassen“. Es falle aber schwer, jetzt schon eine Entscheidung zu fällen. Eine neue Vorlage der Verwaltung mit Raumbelegungsplan solle dem Rat möglichst in vier Wochen vorgelegt werden.