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Drei
Varianten zur Erweiterung der Schule an der Velener Straße hatte die Verwaltung
den Politikern vorgerechnet. Sie wollte von der Politik grünes Licht, den
erneuten Antrag bei der Bezirksregierung zu stellen und einen Architekten mit
der Bauplanung zu beauftragen. Doch da machten die Mitglieder des Bau- und
Planungsausschusses sowie des Schulausschusses nicht mit. „Wir müssen ein
Raumprogramm haben, die Vorlage ist uns zu schwammig“, argumentierte Bernd
Kemper (CDU). In die gleiche Kerbe schlugen Ulrich Lohaus von der SPD, Ulrich
Albersmann (UWG) sowie Anne Dillmann von den Grünen. Im Fahrwasser befand sich
auch Annette Brun (CDU): „Das geht mir zu schnell.“ Es müsse eine vernünftige
Entscheidung her, die in den nächsten zehn Jahren Bestand habe. Man habe in
Heiden noch viele andere Dinge vor der Brust. Die Politiker erinnerten an das
Vorhaben Feuerwehrgerätehaus. Man wolle nicht schon wieder „ein Debakel
erleben“. Da hatte man mit einer wesentlich höheren Förderung des Landes
gerechnet. Um so wichtiger sei es, die Zuwendungshöhe für das
Erweiterungsvorhaben an der Schule zu kennen, hieß es. Nicht überzeugen ließen
sich die Mitglieder von Hauptamtsleiter Gereon Melchers, der warnte, es könne
passieren, dass 2002 die Schulbauförderung wegfalle. Er pochte auf die
Varianten-Vergabe. Die Gemeinde müsse konkret sagen, was sie möchte. Darin
wurde der Hauptamtsleiter von Bürgermeister Buß unterstützt, der befürchtete,
im kommenden Jahr könnte „es nur noch einen Pauschalbetrag beim Schulbau für
die Kommune geben“. Schulleiter Herbert Krechting sagte in der Sitzung, die
Schule erfreue sich einer guten Entwicklung, die den Besitzstand garantiere. So
lägen 52 Anmeldungen für das neue Schuljahr vor. So große Zuwächse habe man
schon lange nicht mehr gehabt. Ausschuss-Vorsitzender Bernhard Wissing (CDU)
schloss die Beratungen mit der Bewertung, man wolle die Hauptschule „nicht im
Regen stehen lassen“. Es falle aber schwer, jetzt schon eine Entscheidung zu fällen.
Eine neue Vorlage der Verwaltung mit Raumbelegungsplan solle dem Rat möglichst
in vier Wochen vorgelegt werden. |