Heiden (hhk). "Staffellauf rund um die Lindenallee" - das ist ein
Ereignis, das im Alltag der Ludgerus-Hauptschule Jahr für Jahr einen besonderen
Stellenwert hat. Und das seit nunmehr zehn Jahren. Seit die Heiligenstädter und
die Heidener die Freundschaftsurkunde unterzeichneten, zählen die Begegnungen
zwischen den Schülern zum Muss. "Es hat noch nie seit der Wende eine
Unterbrechung gegeben", sagt Rektor Herbert Krechting.
Am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit. 173 Heidener starteten in der Frühe
ins Thüringische. In zwei doppelstöckigen Bussen und einem weiteren Reisebus
nahmen 161 Schüler, acht Lehrer und vier Eltern Platz.
Die erste Gruppe bestand aus den Klassen 7a und 7b. Weil die Siebtklässler
derzeit die Reformation durchnehmen, bot sich eine Führung auf der Wartburg
geradezu an. Dort hat bekanntlich der Reformator Martin Luther einen Teil seines
Lebens verbracht und zu Papier gebracht, was ihm wichtig erschien.
Auf den Spuren des 1000-jährigen Kupferbergbaus waren hingegen die übrigen
Ausflügler der Klassen 5, 6, 8, 9 und 10. Sie machten Halt in Marsberg und
absolvierten behelmt eine interessante Führung durch den Kilianstollen.
Nachmittags sahen sich die Heidener in ihrer Partnerstadt wieder. Der Leiter der
Lorenz-Kellner-Schule, Alois Gaszdorf, ließ es sich nicht nehmen, die Heidener
persönlich zu begrüßen. Ferner warteten die Schüler in der Partnerstadt für
die Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Klassen mit der Aufführung
des Musicals "Tabaluga" auf. "Die Spielfreude, Spontaneität und
die geschickte Regie waren sehr beeindruckend", lobte Schulleiter Krechting
hinterher. Auch wenn das Team aus Heiden beim Staffellauf den sechsten Platz
unter neun teilnehmenden Mannschaften erreichte, trübte das nicht die
Zufriedenheit mit dem Tagesablauf. Dass das deutsch-deutsche Verhältnis weiter
gepflegt wird, steht für Krechting außer Frage. Er denkt über mehrtägige
Aufenthalte von Schülern in den Partnerstädten nach. |