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Heiligenstadt

 19.05.2001

Laufen für die Freundschaft
Schüler genießen Fahrt nach Thüringen


Diese Mannschaft der Heidener Ludgerus-Hauptschule nahm am traditionellen Lauf
der Lorenz-Kellner- Schule in der Partnerstadt Heiligenstadt teil.             Foto: privat

Heiden (hhk). "Staffellauf rund um die Lindenallee" - das ist ein Ereignis, das im Alltag der Ludgerus-Hauptschule Jahr für Jahr einen besonderen Stellenwert hat. Und das seit nunmehr zehn Jahren. Seit die Heiligenstädter und die Heidener die Freundschaftsurkunde unterzeichneten, zählen die Begegnungen zwischen den Schülern zum Muss. "Es hat noch nie seit der Wende eine Unterbrechung gegeben", sagt Rektor Herbert Krechting.
Am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit. 173 Heidener starteten in der Frühe ins Thüringische. In zwei doppelstöckigen Bussen und einem weiteren Reisebus nahmen 161 Schüler, acht Lehrer und vier Eltern Platz.
Die erste Gruppe bestand aus den Klassen 7a und 7b. Weil die Siebtklässler derzeit die Reformation durchnehmen, bot sich eine Führung auf der Wartburg geradezu an. Dort hat bekanntlich der Reformator Martin Luther einen Teil seines Lebens verbracht und zu Papier gebracht, was ihm wichtig erschien.
Auf den Spuren des 1000-jährigen Kupferbergbaus waren hingegen die übrigen Ausflügler der Klassen 5, 6, 8, 9 und 10. Sie machten Halt in Marsberg und absolvierten behelmt eine interessante Führung durch den Kilianstollen.
Nachmittags sahen sich die Heidener in ihrer Partnerstadt wieder. Der Leiter der Lorenz-Kellner-Schule, Alois Gaszdorf, ließ es sich nicht nehmen, die Heidener persönlich zu begrüßen. Ferner warteten die Schüler in der Partnerstadt für die Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Klassen mit der Aufführung des Musicals "Tabaluga" auf. "Die Spielfreude, Spontaneität und die geschickte Regie waren sehr beeindruckend", lobte Schulleiter Krechting hinterher. Auch wenn das Team aus Heiden beim Staffellauf den sechsten Platz unter neun teilnehmenden Mannschaften erreichte, trübte das nicht die Zufriedenheit mit dem Tagesablauf. Dass das deutsch-deutsche Verhältnis weiter gepflegt wird, steht für Krechting außer Frage. Er denkt über mehrtägige Aufenthalte von Schülern in den Partnerstädten nach.