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20.04.2002
 

Von der Schulbank in die Arbeitswelt
Praktika geben Schülern Orientierungshilfe bei der Berufswahl

Heiden (rpl). Dass Maik und Tim einmal handwerkliche Berufe ausüben möchte, steht fest. Ragnhild ist sich sicher, dass ihr zukünftiges Arbeitsfeld in einem Krankenhaus sein wird. Und Monique könnte sich durchaus vorstellen, in ihrem späteren Beruf eine Tätigkeit mit Kindern auszuüben.
Ein zweiwöchiger Ausflug von der Schulbank in die Realität des Berufsalltages hat die schon recht konkreten Berufswünsche der vier jungen Heidener noch einmal bekräftigt: Ebenso wie ihre 36 Schulkameraden der beiden neunten Klassen der Ludgerus-Hauptschule haben die Mädchen und Jungen soeben ein Berufspraktikum abgeschlossen, in dem sie die Höhen und Tiefen ihrer Wunschberufe vorab schon einmal kennen lernen konnten.
"Unsere Schüler nehmen im Laufe der neunten und zehnten Klasse an insgesamt drei vierzehntägigen Berufspraktika teil", erläutert der stellvertretende Schulleiter der Ludgerus-Schule, Norbert Konicek, das Berufsvorbereitungskonzept der Heidener Hauptschule.
Während ihrer Praktika sind die Schüler als Gast-Mitarbeiter diverser Ausbildungsbetriebe in der Düwelsteengemeinde, aber auch in benachbarten Kommunen eingesetzt.
Sie nehmen dort - soweit möglich - am ganz normalen Arbeitsalltag teil und können so realistische Eindrücke von dem Beruf gewinnen, den sie später vielleicht einmal ausüben möchten.
"Ich habe in den vierzehn Tagen eigentlich alles kennengelernt, was ich später als Auszubildender auch machen müsste", berichtet Tim, der sein Praktikum in einer Heidener Metallbaufirma absolviert hat.
Und auch Monique, Ragnhild und Maik können bestätigen, dass sie im Praktikum mit vielen Pflichten und Aufgaben ihres zukünftigen Berufes konfrontiert worden sind. "So weiß man besser, was später auf einen zukommt," sagen die Jugendlichen.
"Die drei Betriebspraktika sind Bestandteil eines umfassenden Berufsvorbereitungsprogrammes", erläutert Konrektor Norbert Konicek. "Das beginnt bereits im achten Schuljahr mit den Berufserkundungstagen, die die KAB in Heiden organisiert. Später können die Schüler dann am Bewerbungstraining teilnehmen, und schließlich werden die schriftlichen Bewerbungen im Unterricht abgefasst."
Auf einen weiteren positiven Aspekt der Berufspraktika weist der Pädagoge außerdem hin: Nicht selten kehren Schüler nach Abschluss der zehnten Klasse als Auszubildende in die Betriebe zurück, in denen sie zuvor ihre Praktika absolviert haben.
 


Die Erfahrungen, die sie während ihrer Praktika machten, haben Maik und Tim, Ragnhild
und Monique in ihren schon recht konkreten Berufswünschen bestärkt.                Foto: rpl