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Von der Schulbank in die Arbeitswelt
Praktika geben Schülern Orientierungshilfe bei
der Berufswahl
Heiden (rpl). Dass Maik und Tim einmal
handwerkliche Berufe ausüben möchte, steht fest. Ragnhild ist sich
sicher, dass ihr zukünftiges Arbeitsfeld in einem Krankenhaus sein
wird. Und Monique könnte sich durchaus vorstellen, in ihrem späteren
Beruf eine Tätigkeit mit Kindern auszuüben.
Ein zweiwöchiger Ausflug von der Schulbank in die Realität des
Berufsalltages hat die schon recht konkreten Berufswünsche der vier
jungen Heidener noch einmal bekräftigt: Ebenso wie ihre 36
Schulkameraden der beiden neunten Klassen der Ludgerus-Hauptschule haben
die Mädchen und Jungen soeben ein Berufspraktikum abgeschlossen, in dem
sie die Höhen und Tiefen ihrer Wunschberufe vorab schon einmal kennen
lernen konnten.
"Unsere Schüler nehmen im Laufe der neunten und zehnten Klasse an
insgesamt drei vierzehntägigen Berufspraktika teil", erläutert
der stellvertretende Schulleiter der Ludgerus-Schule, Norbert Konicek,
das Berufsvorbereitungskonzept der Heidener Hauptschule.
Während ihrer Praktika sind die Schüler als Gast-Mitarbeiter diverser
Ausbildungsbetriebe in der Düwelsteengemeinde, aber auch in
benachbarten Kommunen eingesetzt.
Sie nehmen dort - soweit möglich - am ganz normalen Arbeitsalltag teil
und können so realistische Eindrücke von dem Beruf gewinnen, den sie
später vielleicht einmal ausüben möchten.
"Ich habe in den vierzehn Tagen eigentlich alles kennengelernt, was
ich später als Auszubildender auch machen müsste", berichtet Tim,
der sein Praktikum in einer Heidener Metallbaufirma absolviert hat.
Und auch Monique, Ragnhild und Maik können bestätigen, dass sie im
Praktikum mit vielen Pflichten und Aufgaben ihres zukünftigen Berufes
konfrontiert worden sind. "So weiß man besser, was später auf
einen zukommt," sagen die Jugendlichen.
"Die drei Betriebspraktika sind Bestandteil eines umfassenden
Berufsvorbereitungsprogrammes", erläutert Konrektor Norbert
Konicek. "Das beginnt bereits im achten Schuljahr mit den
Berufserkundungstagen, die die KAB in Heiden organisiert. Später können
die Schüler dann am Bewerbungstraining teilnehmen, und schließlich
werden die schriftlichen Bewerbungen im Unterricht abgefasst."
Auf einen weiteren positiven Aspekt der Berufspraktika weist der Pädagoge
außerdem hin: Nicht selten kehren Schüler nach Abschluss der zehnten
Klasse als Auszubildende in die Betriebe zurück, in denen sie zuvor
ihre Praktika absolviert haben.
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