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"Wir sind eine der wenigen Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen, die
kontinuierlich wuchs", sagt Rektor Herbert Krechting mit dem Blick
auf die vergangenen zehn Jahre. Ihn freut die hohe Übergangsquote von
der Grundschule, die in Heiden mitunter bei fast 40 Prozent liegt.
An der Heidener Hauptschule werden heute 280 Schülerinnen und Schüler
von 15 Pädagogen unterrichtet. Aber: Den zwölf Klassen stehen nur elf
Klassenräume zur Verfügung. Schon lange dient der Kunstraum als
Klassenraum. Diesem missliebigen Zustand soll abgeholfen werden.
In den Sommerferien rücken die Bauarbeiter an, nachdem zuvor
Mitarbeiter des Bauhofes das Grün vor dem bestehenden Gebäude
beseitigt haben. So sieht es jedenfalls der Fahrplan der Kommune vor.
Die Vergabe der Gewerke soll im Rat am 18. Juni erfolgen.
Dass die beiden neuen Klassenräume pünktlich zum Schulbeginn nach den
Sommerferien bezugsfertig werden könnten, glaubt der Rektor allerdings
nicht. Gleichwohl: Die beiden neuen Räume - mit einer Größe von je 64
Quadratmetern - werden schon in den Belegungsplan einbezogen. Die
Gesamtkosten für das Mehr an Unterrichtsraum sollen laut Architekt Hugo
Thesing rund 169.000 Euro betragen. "Das ist einfacher
Standard", sagt der Schulleiter.
Enger wird es auf dem Schulgelände durch den Erweiterungsbau nicht.
"Das gesamte Schulgelände hat eine stattliche Größe von rund
20.000 Quadratmeter", unterstreicht Krechting nicht ohne Stolz.
"Wir haben Platz", meint er und das sei gut so. Einbußen für
die Umraumnutzung gebe es nicht, fügt er an. Allenfalls die Tore auf
dem angrenzenden Bolzplatz müssten gedreht werden.
Auch zum neuen Schuljahr können an der Hauptschule zwei fünfte Klassen
gebildet werden. 44 Kinder meldeten die Eltern an. Damit hat die Schule
wieder eine gute Quote erzielt. Denn laut Grundschul-Rektorin Elisabeth
Wantia-Kolff verlassen insgesamt 127 Kinder die 4. Klasse.
"Die Zahl der Schüler in einer Klasse kann schnell von 22 auf 28
ansteigen", meint Krechting. So habe es im laufenden Schuljahr
"allein 20 Rückläufer" gegeben. Das sind die Jungen und Mädchen,
die von Gymnasien oder Realschulen an die Hauptschule kommen.
Die Akzeptanz der Schule im öffentlichen Leben der Gemeinde erklärt
sich der Schulleiter auch mit der guten Arbeit des Schulträgers:
"In Heiden gibt es nur zwei Schulen." Da sei der politischen
Gemeinde sehr daran gelegen, dass beide über eine solide und gute
Ausstattung verfügten.

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