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Gewalt - was
ist das?
Projekttage an der
Ludgerus-Hauptschule / Hintergründe fremder Religionen


Spielszene: Vorsicht ist geboten, wenn Cliquen aneinander
geraten. Foto: rpl
Heiden (rpl). "Hau ab, Du Kanacke! Ich hau' Dich um!" An
bösen Sprüchen fehlte es nicht auf den Projekttagen der
Ludgerus-Schule gegen Gewalt: Mit einer Sammlung von Zitaten aus der
Alltagssprache, aber auch aus Presse, Funk und Fernsehen dokumentierten
die Schüler, wie aggressionsgeladen bisweilen sogar der öffentliche
Umgang der Menschen in diesem Land ist.
Die Zitatensammlung, eine Untersuchung von "Gewalt im
Fernsehen", die Bilanz eines Abstechers zur Kriminalpolizei in
Borken, Berichte von Besuchen in einer islamischen Moschee und in einer
jüdischen Synagoge sowie zahlreiche weitere Projekte zum Themenkreis
"Gewalt" zeigten die Heidener Schüler im Rahmen der
Aktionswoche im Foyer ihrer Schule.
"Wir wollten mit unseren Projekten die gesamte Bandbreite des
Themas ,Gewalt', von ihren Ursachen bis zu ihren Auswirkungen und den
Möglichkeiten der Vorbeugung erarbeiten", erläutert Schulleiter
Krechting das Konzept der zweitägigen Anti-Gewalt-Aktion an der Schule.
So hatten sich die Klassen zum Wochenbeginn jeweils ganz
unterschiedlichen Aspekten des Gewaltproblems gewidmet.
Während einige Gruppen sich mit der Geschichte und den Hintergründen
fremder Religionen beschäftigten, statteten andere der Kripo einen
Besuch ab, und ließen sich dort von den Beamten die Palette
polizeilicher Gewaltmaßnahmen und Konzepte der Polizei zu gewaltfreier
Konfliktlösung erläutern.
Höhepunkt der Projektpräsentation in dieser Woche war schließlich ein
Theaterworkshop: Hier hatten die Schüler kurzfristig eine Konfrontation
zweier befeindeter Jugendbanden eingeübt und eindrucksvoll auf die
Bühne gebracht.
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