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Heiden (hhk). Naturunterricht zum Anfassen genießen die Schüler der 7 b an der Ludgerus-Schule. Gestern gingen sie einen Vormittag lang in den Wald. |
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Lars Müller schwelgt in Superlativen. "Das ist der beste Tag", sagt der 14-Jährige und strahlt dazu. Und was für ihn noch dazu kommt: "In zwei Tagen bekommen wir Osterferien." Lars war gestern einer der vielen glücklichen Siebtklässler, die ihren Arbeitseinsatz im Gemeindewald an der Freilichtbühne genossen. Unter der Regie von Biologielehrerin Elke Berg, Revierförster Werner Vogt und Forstwirtschaftsmeister Jörg Hoffmann brachten die eifrigen Hauptschüler 540 Pflanzen in den Boden. Zu einem Preis von 70 Cent je Stück hatte der Revierförster Rotbuchen und Stileichen aus einer Baumschule in Hünxe besorgt. Schön aufgereiht lag das Pflanzmaterial am Boden und wartete auf die fleißigen Hände. Damit die Schüler nicht alle Löcher auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal ausheben mussten, bohrten Mitarbeiter eines Unternehmen die Löcher 40 Zentimeter tief in den Waldboden. In drei Gruppen zogen die Schüler los und brachten die Pflanzen in den Boden. Sabrina Dünnewald betrat betrat jedenfalls kein Neuland. "Meine Tante hat einen Wald. Und da habe ich auch schon beim Pflanzen geholfen", berichtet die 13-Jährige. "Bereits im vergangenen Jahr waren wir hier und haben den Wald kartiert", erläutert die Biologie-Lehrerin die Geschichte des Vorhabens. Alles, was unter den Kiefern wuchs wie Brombeer- und Faulbaum-Sträucher nahmen die Kinder zu Protokoll und zeichneten das Material auf Karten ein. |
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![]() Genossen das Frühstück im Wald: Benjamin Albersmann, Lars Müller und Sebastian Kruse |
Dabei erfuhren die Schüler etwa, dass der
Faulbaum seinen Namen deshalb trägt, weil beim Kratzen an der Rinde ein
merkwürdiger Geruch zu Tage kommt. Monate später waren die wissbegierigen Ludgerus-Schüler beim Einschlagen wieder zur Stelle und halfen beim Aufräumen. In der Schule lieferte die Lehrerin weiteren Stoff über den naturnahen Landschaftsteil Wald, der nicht nur der Erholung dient, sondern auch Einkommensquelle, Arbeitsplatz und Rohstofflieferant ist. |
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