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Übersicht 01/02

 
Uganda aus erster Hand - Frau Walter in der 8a
Schüler der 8a informieren sich über Möglichkeiten der Entwicklungshilfe


Im Deutsch- und Erdkundeunterricht beschäftigten wir uns mit dem Thema "Hilfe zur Selbsthilfe" und kamen zu dem Ergebnis, dass die Bildung eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung eines Landes spielt. Wir überlegten, ob wir nicht selbst einen Beitrag leisten könnten und entschlossen uns, uns über eine Schulpatenschaft zu informieren. Da Heiden seit mehr als 30 Jahren eine Partnerschaft mit Makukuulu in Uganda (>>>INFO) unterhält, luden wir Frau Brunhilde Walter ein, um genaueres darüber zu erfahren.

Am 24.06.02 kam Frau Walter zu uns in die Klasse und brachte selbstgemachte Fotos mit, die sie auf eine sehr beeindruckende Weise am Diaprojektor vorstellte. Sie persönlich findet, es sei eine gute Idee dort einem Kind zu ermöglichen zur Schule zu gehen.
Sie zeigte uns anhand ihrer Dias den Tagesablauf der Menschen in Uganda. Etwa 30% der Kinder sind Waisenkinder, da die Eltern meist an Aids oder an Malaria  gestorben sind. Viele Kinder sind seid der Geburt an Aids erkrankt da die Eltern die Krankheit an ihre Kinder übertragen haben.

Malaria ist für uns keine unbedingt lebensbedrohliche Krankheit, doch in Uganda scheitert es daran ein Kind zu heilen, dass die Eltern die 50 Pfennig für das heilende Medikament nicht aufbringen können.

Da es für die Frauen in Uganda körperlich fast unmöglich ist, drei warme Mahlzeiten am Tag vorzubereiten (Beschaffung von Wasser, Feuerholz, ...), gibt es eben nur eine warme Mahlzeit am Tag, die fast keinem dort richtig gut schmeckt. 

Frau Walter ist in dieser "Branche" schon seit mehr als 30 Jahren tätig und in diesen 30 Jahren hat sie mit ihren Helfern schon einiges auf die Beine gestellt: eine Kirche, eine Krankenstation, eine Schule mit sieben Klassenräumen, ... .

Mit dem Geld, das für eine Patenschaft aufgebracht wird, kann ein Kind in Uganda seine Schulkleidung, seine Schulbücher und das Schulgeld bezahlen.
 
Natürlich hätte Frau Walter noch viele Stunden über Uganda erzählen können, doch dafür reichte leider die Zeit nicht mehr. Wir hoffen auf ein Wiedersehen mit Frau Walter und hoffen das unsere Patenschaft ein Erfolg für das betreffende Kind wird.
 
(Julia Deboy und Sarah Ising)

  
 

Bildung schafft Entwicklung

Die "Partnerschaft Makukuulu (Uganda) - Heiden" in Nordrhein-Westfalen ist eine der langjährigsten Partnerschaften in der Bundesrepublik. 1968 unter anderem durch Brunhilde Walter ins Leben gerufen, fördert sie den Aufbau von schulischer Bildung. So konnte die Primarstufe von zwei auf elf Klassen mit 1.000 Schülerinnen und Schülern erweitert, eine Nähschule aufgebaut und die Realschule für 250 Schülerinnen und Schülern als einzige weiterführende Bildungseinrichtung neu gebaut werden. Für 2002 hat sich die Partnerschaft den Einbau von Laborräumen für den naturwissenschaftlichen Unterricht vorgenommen.

Darüber hinaus wurden Bohrbrunnen und Zisternen angelegt, die Stromversorgung für die Krankenstation sichergestellt, ein Backofen zur Eigenversorgung und zum Verkauf von Brot gebaut sowie eine Maismühle angeschafft.

Die Baumaßnahmen werden von Heidener Jugendlichen durch jährliche Workcamps unterstützt. Parallel dazu zahlen etwa 500 Heidener Familien seit 1989 jährlich Schulgeld für Kinder in Makukuulu, um ihnen über die Bildung einen Weg in die Selbständigkeit zu ermöglichen. Etliche von ihnen haben inzwischen einen Beruf und kehren nach Makukuulu zurück, um ihr Wissen an die Jugendlichen weiter zu geben. Als Gegenleistung arbeiten die Eltern, die Schulgeld bekommen, für die Schule: sie setzen instand, bauen Gemüse für die Schulspeisung an und vieles mehr.

Unterstützung erhält die Partnerschaft in Heiden durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und Kindergärten, durch Sammelaktionen auf Pfarrfesten und Basaren sowie durch Solidaritätsmärsche. Die Arbeit in Heiden ist so erfolgreich, dass mittlerweile sieben Städte und Gemeinden der Umgebung ähnliche Partnerschaften aufgebaut haben.

Quelle: http://www.agenda-transfer.de/german/wettbewerb_preistraeger.htm