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Reken
(pd/mr). Konflikte positiv austragen, lernen, sie professioneller
schlichten zu können: Dafür möchten das Gymnasium Maria Veen, die
Realschule in Bahnhof Reken und die Ludgerus-Hauptschule
Heiden ihre Schüler qualifizieren.Gemeinsam mit Vertretern
beider Rekener Jugendhäuser und unterstützt von der
Unternehmensberatung Dyrda und Partner sowie Meinolf Müller von der
Kreispolizeibehörde und Herrn Schreiber vom Fachbereich Jugend und
Familie des Kreises Borken bereiteten sich Lehrer der Schulen jetzt auf
diese neue Aufgabe vor. Die Lehrer werden bei diesem Modell die Rolle
eines Coaches für Streitschlichter übernehmen, die Schüler das nötige
Wissen vermitteln.
Ziel ist es, laut Pressemitteilung, an den Schulen eine selbständige
und dauerhafte Schlichtergruppe unter Schülern zu institutionalisieren,
d.h. auch, den Erfahrungsschatz in der Streitschlichtung mit dem Ziel
weiterzugeben, dass sie als Multiplikatoren wirken.
Mit dem Ausbau eines solchen Ansatzes soll ein Beitrag zur Stärkung der
Durchsetzungsfähigkeit mit rationalen Mitteln und zu Selbstbewusstsein
im Umgang mit Menschen und Konflikten geleistet werden. Kinder lernen
dabei, dass man im Team mehr Möglichkeiten hat, mit Konflikten
angemessen und sachlich umzugehen. Und sie lernen, auch Grenzen der
Streit- und Konfliktvermittlung kennen. Dazu kommt, dass dies eine Form
sozialen Engagements ist, es ist die bewusste Entscheidung der Schüler,
Vorbildfunktion zu übernehmen.
Die Schulen erhoffen sich, einen wichtigen Schritt hin zu einer neuen
Streitkultur, die gerade in Zeiten von Cliquenbildung, Mobbing und
zunehmender Isolation einzelner wichtig sei. Dabei setzen sie auf die
Selbständigkeit und Verantwortungsfähigkeit der Kinder und
Jugendlichen bei der Lösung vieler kleiner Alltagskonflikte, die
vielleicht besser auch ohne direkte Lehrereinwirkung gelöst werden können.
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