Übersicht 02/03

 

 

Klasse 10B besucht die 4. Biogas-Fachtagung in Heiden
Regenerative Energie vom Bauernhof

Auf Vorschlag unseres Physiklehrers, Herrn Enck, besuchten wir  am 5.02.03 die Fachtagung für Biogas-Energie in der Mehrzweckhalle. Die Veranstaltung begann um ca. 11.00 Uhr und endete für uns Schüler um 13.00 Uhr. Die offizielle Begrüßung erfolgte durch den Leiter der Veranstaltung, Wilhelm Gantefort. Zusätzlich erfolgten auch noch einleitende Worte von Bürgermeister Heiner Buß, der Bundestagsabgeordneten der CDU, Elke Wülfing, und dem Bundestagsabgeordneten der SPD, Hans-Peter Kemper. Das Hauptthema der Tagung war die Nutzung von Biogas-Anlagen, wobei natürlich positive wie negative Seiten benannt wurden und viele Gäste und Geschäftsleute auch Fragen zum Thema hatten. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung über zukünftige Energiequellen.Benjamin Linke

 

 06.02.2003
 

Wenn Äpfel den Toaster und
das Bügeleisen aufheizen ...

Vierte Biogas-Fachtagung lockte rund 300 Gäste nach Heiden
  

Heiden (pv). 22 Firmen, 300 Gäste aus fünf europäischen Ländern, dazu Energieexperten und Vertreter aus Politik und Wirtschaft: die 4. Biogas-Fachtagung "Regenerative Energie vom Bauernhof", die gestern in der Mehrzweckhalle Heiden stattfand, wurde ihrem guten Ruf wieder gerecht. Dass die Tagung innerhalb kurzer Zeit über die Grenzen der Gemeinde Heiden Renommee erlangte, hat für Organisator Wilhelm Gantefort mehrere Ursachen: "Hier darf jeder sagen, was er will, unsere Tagung ist keine versteckte Firmenwerbung." Ein Landwirt, der bereit sei, 500.000 bis eine Million Euro in ein Biogas-Kraftwerk zu investieren, "hat ein Recht auf erstklassige Informationen".
Dazu trugen etwa Dr. Jürgen Beck vom Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim oder Dr. Werner Philipp (Institut für Tierhygiene) bei, die Erläuterungen zur "Optimierung von Stoffströmen moderner Biogasanlagen" gaben und die "Zukünftige Verwertung von Speiseresten und Fetten in landwirtschaftlichen Biogasanlagen" aufzeigten.
 
Für Gantefort ist außerdem wichtig, dass das Biogas seinen schlechten Ruf verliert. "Wir betreiben keine Energiegewinnung durch Müll, sondern durch nachwachsende Rohstoffen", so der Heidener, der die Tagung mit dem "Internationalen Biogas und Bioenergie Kompetenzzentrum" (IBBK) auf die Beine stellt.


Energiemix zum "Anfassen": Neben Informationen 
zum Thema Biogas erfuhren Interessenten auch Wissenswertes über die Nutzung von Sonnenenergie.Fotos: pv

 

Strom aus der Steckdose oder aus dem Apfel als einem Teil von nachwachsenden Rohstoffen? Wilhelm Gantefort (l.) und Co. wissen, wie's funktioniert.

 
Den lokalen Bezug stellte Bürgermeister Heiner Buß her. Er stellte dem Publikum die Düwelsteen-Gemeinde vor, "in der zwölf Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiten." In ihrem Grußwort unterstützte Elke Wülfing (CDU, MdB) die Forderung nach mehr Biogasanlagen: "Der Wind weht nicht immer und auch die Sonne steht nicht ständig am Himmel, aber mit der Biomasse ist eine stetige Energiegewinnung möglich." Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Kemper verwies auf die zu Neige gehenden fossilen Brennstoffe, "die zu Turbulenzen - nicht nur preislicher Art - führen werden." Er appelierte an alle Verantwortlichen, nicht "Wind gegen Sonne auszuspielen, sondern einen Energiemix zu kreieren." Johannes Röring, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Borken, kritisierte eine "Blockadehaltung" der Energiewirtschaft und forderte, dass "ideologische Grabenkämpfe aufhören und die Landwirte unterstützt werden müssen".