Übersicht 02/03

 
 24.05.2003
 

Klassenfahrten erweitern Horizont im Schulalltag

Ziele Heidener Schulen: Ameland, Berlin, München, Tecklenburg

Heiden (hhk). Klassenfahrten sind das Salz in der Suppe des Schulalltags. Eine willkommene Abwechslung. Sie stärken nicht nur den Gemeinschaftssinn, sondern erweitern auch den Horizont. Von den Erlebnissen wissen die Ex-Schüler noch Jahrzehnte später bei ihren geselligen Treffen zu berichten. Die BZ fragte an den Heidener Schulen nach, welche Ziele sie in diesem Jahr ansteuern.
Gestern kamen die Jungen und Mädchen der 8 b um Elke Berg vom Ijsselmeer zurück. Auf dem Segelschiff "Inspiratie" steuerten sie täglich neue Ziele an und lernten Natur und Kultur des Ijsselmeergebietes näher kennen. Kosten je Schüler: rund 175 Euro.
Mehrere Tage verbrachten die Klassen 6a und 6b Anfang Mai auf der Insel Ameland. Gemeinsam mit Birgit Limberg und Rosemarie Hellmann genossen sie den Strand und die Dünen. Die Kinder ließen sich von Bert van Kampen durch das Watt führen. Bei schönem, allerdings kühlem Wetter bauten die Sechstklässler mit Begeisterung Kampfburgen, um zu erfahren, wie man der Flut begegnen kann. Zum Ostende der Insel Oerd ließen sich die Heidener mit einem Trecker kutschieren. Glänzende Augen gab es beim Stockbrotbacken am Lagerfeuer. Kosten pro Kind für mehrere Tage auf Ameland: 120 Euro.
Nach München zieht es die Zehntklässler vom 30. Juni bis zum 5. Juli. Auf der Hinfahrt machen sie Station am Flughafen in Frankfurt. In der bayerischen Metropole stehen eine Stadtrundfahrt, der Besuch des Olympia-Geländes, des Deutschen Museums und des Viktualienmarktes auf dem Programm. Außerdem unternehmen die Zehntklässler eine Tour nach Garmisch-Partenkirchen und zur Zugspitze. Die Gedenkstätte in Dachau nehmen die Schüler am letzten Tag ihres Aufenthaltes in Augenschein.
  


Reichstaggebäude in Berlin


Wildpferde in Merfeld bei Dülmen


Olympia-Gelände in München

Fotos: pd

Damit nicht genug: Am 11. Juni fahren 113 Ludgerus-Schüler mit ihren Begleitern nach Bochum zur Aufführung des Musicals "Starlight-Express". Und auch schon für das neue Schuljahr ist eine Fahrt an der Hauptschule geplant. Die künftigen Zehntklässler folgen der Einladung von Elke Wülfing (MdB) im Oktober und besichtigen den Reichstag in Berlin und erhalten eine Einführung darin, wie der Bundestag arbeitet. Neben der Rundfahrt in der Bundeshauptstadt werden die Schüler in Sachsenhausen sein. Begleitet werden die Zehntklässler von Ewald Meis und Gerd Hieronimus.
Über 110 Viertklässler der Marien-Grundschule fiebern an diesem Wochenende dem dreitägigen Ausflug ins Tecklenburger Land entgegen. Mit Bussen steuern die Kinder die Jugendherberge in Tecklenburg an. Am 28. Mai werden die Jungen und Mädchen ihre Eltern hoffentlich wieder gesund und munter in die Arme schließen können.
Für Rektorin Elisabeth Wantia-Kolff hat der mehrtägige Ausflug einen besonderen pädagogischen Stellenwert: "Die Kinder erleben das Miteinander in einer fremden Umgebung." Die Fahrt bringe viel Spaß. Außerdem lernten die Kinder von ihren Eltern loszulassen, Nächte woanders zu verbringen.
Die Begleiter der Viertklässler haben ein interessantes Programm erarbeitet. So werden die Grundschüler auf der Hinfahrt im Merfelder Bruch Station machen und dort sehen, wie die Wildpferde über die Runden kommen. Die Busse halten außerdem am Longinusturm in Havixbeck und am Haus Hülshoff.
In Tecklenburg besichtigen die Kinder eine Bastion und eine Hexenküche. Auf ihrer Tour lernen die Kinder außerdem, wie eine Schleuse am Kanal arbeitet. Die Fahrt zurück führt über Münster. Dort sehen die Kinder den Friedenssaal und den Dom. Pro Kind müssen die Eltern 70 Euro aufbringen.
Die Gemeinde Heiden bezuschusst die Klassenfahrten an ihren beiden Schulen in diesem Jahr mit rund 600 Euro. Jedenfalls lautet so der Haushaltsansatz. Pro Tag und Schüler schießt die Kommune 1,60 Euro dazu, wenn sie unterwegs sind. Das geht auf einen Beschluss aus 1993 zurück. Hauptamtsleiter Andreas Grotendorst sagte der BZ, 600 Euro seien kein großer Betrag. Aber angesichts der Lage der Gemeindefinanzen werde auch bei dieser Position zu überlegen sein, ob man die Summe nicht zur Disposition stelle. "Das letzte Wort hat natürlich die Politik", sagte der Hauptamtsleiter.