Übersicht 02/03

 
 26.02.2003

 


Schülerinnen der Theater-AG der Ludgerusschule brachten gestern aus Spaß an
der Freude den Sketch vom Minirock und Oma-Look auf die BühneFoto: hhk
  

Wenn Gundi B. zur Demo ruft
Theater, Theater: Närrische Generalversammlung mit Krachern in der Bütt und schmissigen Tänzen

Heiden (hhk). Mit dem Glockensignal verstummten gestern die Frauen im Saal Dunckhöfner. Sie schauten auf die Bühne. Dort öffnete sich der Vorhang für die närrische Sause. Die 14 Damen vom kfd-Team trieben den Besucherinnen die Tränen in die Augen. Sie tanzten, sangen und erzählten Dönekes und erfüllten, passend zur fünften Jahreszeit, die Erwartungen der Besucherinnen.

Die wenigen Männer, die zu den drei Generalversammlungen im Saal Dunckhöfner zugelassen sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Pastor Franz-Josef Köster ist regelmäßig mit von der Partie, Diakon Hermann Sühling und nicht zu vergessen, Küster Wilhelm Overkämping. Ansonsten sind die Stühle den Frauen vorbehalten. Sie sind unter sich und lassen sich das Vergnügen nicht nehmen. Sie finden an den Tischen nicht nur Kaffee (Tee) und Kuchen vor, sondern auch Liederzettel zum Mitsingen.
Die 14 Frauen um Anneliese Schäpers trumpften gestern wieder auf. Nachwuchssorgen kennen sie nicht, und selten kommt es vor, dass eine die eingeschworene Mannschaft verlässt. Seit Jahren schon sind sie ein eingespieltes Team. Das, was sie auf der Bühne bringen und tragen, ist Dorfgespräch. Kein Wunder, denn mit der närrischen Sause erreichen sie 660 Frauen.
Eine der stärksten in der Truppe der Aktivistinnen ist Gundi Buß. Die Gattin des Bürgermeisters lockte 15 Minuten lang zur Demo, bei der auch die Verwaltung ihr Fett weg bekam. Maria Finke und Hildegard Sobottka trieben ihren Spaß mit einer Versicherungsgesellschaft, bei der Frau unmögliche Dinge versichern kann, und beim Quiz erfuhren die Besucherinnen, dass "Wissen zwar Macht ist, aber nichts zu wissen, auch nichts mach".
Die gepflegte Kleidung hebt das Ansehen. Das ist offenbar auch im Karneval so. Deshalb ratterte die Nähmaschine von Maria Finke lange. Sie staffierte die Theatercrew mit schwarzen Westen und roten Fliegen aus. Schwierigkeiten an Zylinder zu kommen, hatten die Theaterfrauen nicht. Opas, Schwager, Ehemänner mussten die schwarzen Kopfbedeckungen rausrücken. Sonst hätten die Frauen ihnen eins auf den Hut gegeben.