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Vorstellung des Wettbewerbsbeitrages der „EU-len“
der Ludgerusschule Heiden in München am 28. Januar

Es war einmal vor langer, langer Zeit, im Oktober 2001, da suchte unser Projektleiter, Herr Meis, in den damaligen achten Klassen Freiwillige für die Teilnahme am Road Ahead Prize 2002. Wir wussten schon ein wenig über den Wettbewerb, da eine Klasse unserer Schule im Jahre 2000 bis in die Endrunde gekommen war. Die ganze Schule war stolz auf den Erfolg dieser Gruppe. Wir wollten etwas bescheidener an die Sache gehen und sagten uns: Unter die besten 60 zu kommen - das wär’s!

„Leben und Lernen in der EU“ - so heißt das vorgegebene Thema. Wir nahmen uns vor, die Einrichtungen der EU und vor allem die 15 Mitgliedsländer mit ihren jeweiligen Besonderheiten darzustellen. Das Ziel sollte nicht die Vollständigkeit der Informationen sein, wir wollten versuchen die Vielfalt an besonderen Beispielen darzustellen. In unserem EU-Gästebuch wollten wir die Stimmen prominenter Zeitgenossen zum Thema „Europa“ sammeln.

Also gingen wir, die 26 EU-len, an die Arbeit. Wir schrieben an die Botschaften und an die Verkehrsämter aller EU-Staaten und fingen an im Internet zu recherchieren. Encarta und andere Lexika wurden durchstöbert und so langsam merkten wir, wie viel wir uns da vorgenommen hatten. Von Anfang an haben wir uns bemüht alle Quellen sorgfältig anzugeben. Dazu richteten wir eine E-Mail-Adresse ein und nahmen Kontakt mit den Autoren auf. Eigentlich haben uns alle sehr freundlich unterstützt. 

Insgesamt haben wir acht Projekttage - meistens am Freitag - und etliche Nachmittage außerhalb der Unterrichtszeit gebraucht um die Informationsberge, die sich schnell bildeten abzuarbeiten. Informationen recherchieren, Texte auswerten, Zusammenfassungen tippen, Bilder scannen, E-Mails und Briefe schreiben, Internetseiten anlegen - es gab genug zu tun. Für das gemeinsame Frühstück hat die Zeit allerdings immer gereicht und das hat bei dem Arbeitsaufwand auch gut geschmeckt.

Kurz vor Weihnachten stellten wir unsere noch ziemlich unvollständigen Seiten im Internet vor und auch unsere örtliche Zeitung berichtete über unser Projekt. So langsam merkten wir: Das könnte was werden! Also weiter an die Arbeit. Wir schrieben Briefe an alle möglichen Prominenten und baten sie um einen Eintrag in unser EU-Gästebuch. Einige haben sich ganz schön Zeit gelassen - aber sie haben geschrieben: Johannes Rau, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und viele andere.

Von Runde zu Runde wurde es jetzt spannender - und es dauerte auch immer länger, bis es dann wieder hieß: „Post von Microsoft“. Richtig dramatisch wurde es dann bei der Auswahl zur Endrunde im Mai. Durch Probleme unseres Providers waren unsere Seiten in der „heißen“ Bewertungsphase nicht erreichbar und plötzlich hatten wir den Brief in Händen, in dem uns unser Ausscheiden mitgeteilt wurde. Zum Glück konnten wir den Sachverhalt klären und kurze Zeit später waren wir wieder im Geschäft. Ein Dankeschön an Microsoft für diese Reaktion!

Alles war fertig, das Schuljahr zu Ende, Sommerferien, das neue Schuljahr, Warten, Warten, Warten. -  Dann endlich in den Herbstferien kam die Nachricht: Wir haben gewonnen. Über eine Telefonkette verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Gehofft hatten wir natürlich auf einen Erfolg, aber als er dann Wirklichkeit wurde, waren alle ganz schön aus dem Häuschen. Im Laufe der Zeit wurden dann die Einzelheiten zur Preisverleihung bekannt: Es geht nach München. - Bill Gates kommt. - 
Die Spannung stieg. - Und jetzt stehen wir hier!