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Heiden (hhk). Praktika können wertvolle Erfahrungen liefern, und bei der
Berufsfindung eine echte Hilfe sein. So sehen das jedenfalls die
Schülerin Denise Pietzonka und auch Heidens Hauptamtsleiter, Andreas
Grotendorst.
Die 15-jährige Schülerin der Ludgerus-Schule durfte zwei Wochen lang den
Mitarbeitern im Rathaus auf die Finger schauen und die Luft in der
Arbeitswelt schnuppern. "Es ist ganz gut gelaufen", bilanziert die
Heidenerin, die fleißig ihre Tagesberichte schrieb und "mit einem guten
Gefühl" das Rathaus verließ.
"So weit das irgendwie möglich ist, versuchen wir Praktikanten in die
Arbeit einzubeziehen", erläutert Grotendorst. |

Wie läuft das mit der Politik? Praktikantin Denise
Pietzonka (15) verfolgt die Debatte im Rathaussaal.
Foto: hhk |
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Man achte schon darauf, dass die Praktikanten "nicht den kleinen und
großen Kopierschein" machten.
Beispielsweise ist jetzt ein junger Mann da, der im Rahmen einer
berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der Kreishandwerkerschaft Borken
für einige Wochen im Heidener Rathaus antritt. Zwei weitere
Schülerbetriebspraktika laufen im Januar an.
Denise Pietzonka meint, dass ihr die Bürotätigkeit liegt. Das habe sie
in den beiden Wochen gespürt. Ihr hat gefallen, dass sie selbstständig
arbeiten durfte, ja sogar dazu ermuntert wurde. So hat sie
Eintrittskarten gestaltet und einen Flyer für eine Veranstaltung in der
Mehrzweckhalle entworfen. Natürlich hat sie auch kopiert, hat in der
Telefonzentrale Gespräche vermittelt und beschäftigte sich mit
statistischen Fragen.
Interessant fand die Schülerin eine Sitzung des Rates. Sie saß hinten
bei den Zuschauern und verfolgte die Debatte um den Städtebaulichen
Rahmenplan, um die Anschaffung eines Salzstreuautomaten für den
Winterdienst sowie die Verabschiedung einer neuen Brandschutzsatzung.
Weil sie sich vorher eingelesen hatte, konnte sie dem Ablauf gut folgen.
"Ich werde mich 2005 um einen Ausbildungsplatz als
Verwaltungsfachangestellte bewerben", weiß die Schülerin nach ihrem
Praktikum, das morgens begann, nachmittags nach 90-minütiger Pause
weiter ging und abends um 17 Uhr endete.
Geld bekommen die Praktikanten im Rathaus nicht. "Es ist ja kein
richtiges Arbeitsverhältnis", sagt Grotendorst. Man überreiche eine
kleine Anerkennung. Auf Wunsch bekommen Praktikanten eine Bescheinigung
für künftige Bewerbungen.
Denise Pietzonka hat sich ihre Bescheinigung im Rathaus schon abgeholt.
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