Übersicht 03/04

 
 06.12.2003
 

 
Tanz-AG mit hoher Rendite
An der Ludgerusschule lernen Schüler, wie sie sich sicher auf dem Parkett bewegen können


Sie folgen der Aufforderung zum Tanz mit Begeisterung: Teilnehmer des Kurses.   Foto: jü

Heiden (jü). "Wenn ich tanzen kann, dann steh' ich in der Disco nicht nur an der Theke", sagt Marius Bücker mit einem Lachen. Der Heidener Schüler möchte beim Ausgehen am Wochenende nicht nur mit seinen Kumpels abhängen. Das Tanzbein schwingen können bei allen möglichen Festivitäten, das habe etwas für sich, betont der Jugendliche.
Seine Tanzpartnerin Ulrike Denker nickt zustimmend. "Egal ob Schützenfest oder Disco, Tanzen kommt immer gut." Grund genug also für die beiden, einen Tanzkursus zu besuchen. Zehn Mädchen und fünf Jungen insgesamt, Schüler der achten bis zehnten Klasse der Heidener Ludgerusschule, lernen seit den Herbstferien in einer Tanz-AG, wie man zu langsamer wie auch zu flotter Musik den passenden Tanzschritt findet.
Unter der Regie von Nicole Nübel vom TSC Borken Rot-Weiß schwingen die Jugendlichen die Hüften. "Eins- zwei- tap, drei- zwei- tap", gibt die junge Übungsleiterin lautstark den Jungen und Mädchen den richtigen Takt an. Im Hintergrund läuft Musik von Robbie Williams. Nicht lange bitten lassen sich da die Schüler und stürmen auf die Tanzfläche. Der "Discofox" klappt bei den meisten schon recht gut. "Tanzen macht Spaß", freuen sich auch die Freunde Hendrik Knüwer und Lars Böckenhoff über das Angebot der Schule, das in Kooperation mit dem TSC Borken im Foyer der Hauptschule angeboten wird.
Am beliebtesten ist bei den jungen Tänzern der "Tom Cat". "Da kann man allein und ohne Partner tanzen", verraten die Schüler, warum dieser Tanz besonders hoch im Kurs bei ihnen steht. Und ziemlich flott sei der. Die jugendlichen Anfänger lernen während des Kurses einfache Tanzschritte. Cha-Cha, Rumba, Boogie, Wiener Walzer, langsamer Walzer und Tango stehen da auf dem Programm.
Walzer tanzen Jugendliche? "Und zwar sehr gern", antwortet Nicole Nübel. Gerade im Schützenfestzelt würde der traditionelle Tanz oft gespielt, erklärt die 23-Jährige. Voll des Lobes ist die Übungsleiterin von der schnellen Auffassungsgabe ihrer Tanzschüler. "Koordination und Taktgefühl sind bei allen vorhanden", freut sich die Tanzlehrerin über schnelle Fortschritte bei ihren Schützlingen. Nur beim Rumba hapert es noch ein bisschen. "Die kleine Zwischenpause in der Musik bereitet vielen Schwierigkeiten", sagt die Leiterin. Beim Partytanz aber seien dann alle wieder mit Feuereifer dabei, berichtet Nübel. Nach einer einheitlichen Choreografie für alle tanzen die Jugendlichen dann mit viel Schwung das Tanzparkett rauf und runter.
Am Ende des Kurses, der zehn Mal stattfindet, steht der Abschlussball. Dort können die Tänzer im schnieken Outfit zeigen, was sie in der AG mit der hohen Rendite für das Leben gelernt haben.