Übersicht 03/04

 
 13.03.2004
 

 
Aufstellen vor der Wahl

Heidener dürfen alle in der Hauptschule wählen
 

Heiden (hhk). 13. Juni, 26. September. Gemein ist den Terminen, dass Wahlberechtigte an den beiden Sonntagen zur Urne gehen dürfen. Die Vorbereitungen dazu laufen im Rathaus auf Touren.
Am 13. Juni dürfen die Menschen das sechste Europa-Parlament wählen. Rund 90 Tage sind es noch bis dahin. Spezialist für das Wahlgeschäft im Heidener Rathaus ist Andreas Grotendorst.
Im Juni 1979 wurde das Europäische Parlament erstmals gewählt. Seitdem gehen die Bürger Europas alle fünf Jahre, letztmals im Juni 1999, zu den Wahlurnen. Vor fünf Jahren war die Wahlbeteiligung niedrig. Nur 47,8 Prozent der Heidener wählten. Die Christdemokraten bekamen 64,68 Prozent der Stimmen. Die SPD heimste 25,92 Prozent ein.
Für Grotendorst ist die Europawahl die Pflicht und die Kommunalwahl die Kür. Erstmals werden alle Heidener ihre Stimmen in der Ludgerusschule abgeben können. Dort werden die Wahllokale eingerichtet. Das, so Grotendorst, habe eindeutige logistische Vorteile und sei kostengünstiger. Außerdem sei die Schule nahezu barrierefrei und man komme besser klar mit dem "Heidener Herbst" (26. September). In Kürze sollen die Euro-Wahlhelfer angeschrieben werden. Sie erhalten 20 Euro Erfrischungsgeld. Der Hauptamtsleiter setzt auf junge Leute, die sich den Job teilen möchten und zu zweit kommen.
 
In Heiden leben 86 EU-Bürger, die in der Schule wählen dürfen. In zwölf verschiedenen Sprachen müssen sie angeschrieben werden. Brüssel ist weit weg. Höher dürften Wahlbeteiligung und Spannung am 26. September sein. Denn dann geht es um heimische Köpfe, die man kennt. Die Ortsparteien sind dabei, ihre 13 Direktkandidaten zu nominieren. Wahlen sind kein leichtes Geschäft: Fast täglich erreicht Grotendorst eine Info vom NRW-Landeswahlleiter. Dabei sind auch schon welche für die Landtagswahl 2005.