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Aufstellen vor der Wahl
Heidener dürfen alle in der Hauptschule wählen
Heiden (hhk). 13. Juni, 26. September. Gemein ist den Terminen,
dass Wahlberechtigte an den beiden Sonntagen zur Urne gehen dürfen. Die
Vorbereitungen dazu laufen im Rathaus auf Touren.
Am 13. Juni dürfen die Menschen das sechste Europa-Parlament wählen.
Rund 90 Tage sind es noch bis dahin. Spezialist für das Wahlgeschäft im
Heidener Rathaus ist Andreas Grotendorst.
Im Juni 1979 wurde das Europäische Parlament erstmals gewählt. Seitdem
gehen die Bürger Europas alle fünf Jahre, letztmals im Juni 1999, zu den
Wahlurnen. Vor fünf Jahren war die Wahlbeteiligung niedrig. Nur 47,8
Prozent der Heidener wählten. Die Christdemokraten bekamen 64,68 Prozent
der Stimmen. Die SPD heimste 25,92 Prozent ein.
Für
Grotendorst ist die Europawahl die Pflicht und die Kommunalwahl die Kür.
Erstmals werden alle Heidener ihre Stimmen in der Ludgerusschule abgeben
können. Dort werden die Wahllokale eingerichtet. Das, so Grotendorst,
habe eindeutige logistische Vorteile und sei kostengünstiger. Außerdem
sei die Schule nahezu barrierefrei und man komme besser klar mit dem
"Heidener Herbst" (26. September). In Kürze sollen die Euro-Wahlhelfer
angeschrieben werden. Sie erhalten 20 Euro Erfrischungsgeld. Der
Hauptamtsleiter setzt auf junge Leute, die sich den Job teilen möchten
und zu zweit kommen.
In Heiden leben 86 EU-Bürger, die in der Schule wählen dürfen. In zwölf
verschiedenen Sprachen müssen sie angeschrieben werden. Brüssel ist weit
weg. Höher dürften Wahlbeteiligung und Spannung am 26. September sein.
Denn dann geht es um heimische Köpfe, die man kennt. Die Ortsparteien
sind dabei, ihre 13 Direktkandidaten zu nominieren. Wahlen sind kein
leichtes Geschäft: Fast täglich erreicht Grotendorst eine Info vom
NRW-Landeswahlleiter. Dabei sind auch schon welche für die Landtagswahl
2005.
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