Übersicht 03/04

 
 16.08.2003
 

 
Unterstützung und Beratung
Schulrat Dr. Dieter Potente zu Gast


Dr. Dieter Potente (r.) sprach bei seinem Antrittsbesuch in der Gemeinde Heiden
mit Bürgermeister Heiner Buß (m.) und Andreas GrotendorstFoto: pv

Heiden (pv). Seinen Antrittsbesuch in der Gemeinde machte jetzt Schulrat Dr. Dieter Potente (54). Im Rathaus traf er mit Bürgermeister Heiner Buß und Andreas Grotendorst vom Schulamt der Gemeinde zum ersten Gespräch zusammen.
Ein Thema stellte die Nachfolge des verstorbenen Hauptschulleiters Krechting dar. "Im nächsten Amtsblatt wird die Ausschreibung der Stelle stehen", erläuterte Potente den Fahrplan. Er rechne damit, dass es rund ein halbes Jahr dauere, bis der Posten neu besetzt werden könne. "Bei solchen Entscheidungen beraten wir von der Schulaufsicht den Schulträger, also die Gemeinden", erklärte Potente einen Teil seines Arbeitsgebietes. An der Gemeinde Heiden liege es, die geeignete Bewerberin oder den geeigneten Bewerber zu finden. "Die endgültige Entscheidung trifft dann die Bezirksregierung in Düsseldorf", so Dr. Potente. Bis zur Stellenbesetzung übernimmt Konrektor Norbert Konicek die Aufgaben.
Als Schulrat ist der Dülmener Potente seit Anfang April für die Hauptschulen des Südkreises Borken zuständig. Dazu zählen neben der Heidener 13 weitere Hauptschulen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er in der Unterstützung und Beratung der Schulträger. "Erst an dritter Stelle erfolgt das Controlling", so der ehemalige Schulleiter.
Diese Reihenfolge sei früher anders gewesen, erinnert Potente sich an seine Zeit im Klassenzimmer. "Wenn da der Schulrat kam, wurde alles kontrolliert." So sei es zwar wichtig, dass Kontrolle stattfände, "denn Lehrer übernehmen auch Verwaltungsarbeit und die muss überprüfbar bleiben", aber eine Schule müsse in erster Linie "nicht juristisch, sondern pädagogisch geführt werden."
Daneben erläuterten Buß, Grotendorst und Potente Fragen zur Schulprogrammarbeit. "Bis 2004 sollen die Schulprogramme an allen Schulen überarbeitet sein", erklären sie. Auch diese Arbeit, die ein dauerhafter Prozess sei, wolle er unterstützen. Ferner widmeten sich die Gesprächspartner dem Punkt ,offene Ganztagsschule'. "Hier sprechen wir von einer Entwicklung, die sich zunächst auf die Grundschulen bezieht", so Dr. Potente, die aber auch für die weiterführenden Schulen zum Thema werden könnte. Die Notwendigkeit einer ganztägigen Betreuung sehe er für die Heidener Hauptschule momentan nicht. "Wir haben derzeit auch viele AGs, die Angebote für Jugendliche bieten", erklärte Bürgermeister Buß. Wie oft er künftig in Heiden vorbeischauen will? "Ich sehe meine Stelle als 'ambulantes Gewerbe' und will nicht den ganzen Tag im Büro sitzen", so Potente. Es sei ihm wichtig, sich sehen zu lassen und mit der Schulleitung und dem Kollegium in Kontakt zu kommen.