Übersicht 03/04

 
 20.03.2004
 

 
"Nur maximal 45 Hektar sind möglich"
Gewerbepark: Über mehr will Buß nicht mit sich reden lassen

Heiden (hhk). Die sehr unsachliche Diskussion, verbunden mit persönlichen Verleumdungen, haben Bürgermeister Buß veranlasst, zum geplanten Gewerbegebiet an der A 31 vor der Bürgerversammlung am kommenden Dienstag, 23. März, Stellung zu nehmen.

Buß sagte der BZ, die Größenordnung von rund 40 bis 45 Hektar an der A 31 beziehungsweise der Landstraße 600 auf Heidener Gebiet sei eine Größenordnung, über die er als Bürgermeister mit sich reden lassen könne. Keinesfalls aber über Areale, die darüber hinaus gingen, betonte er.
Die Gemeinde Heiden verfüge über keine Gewerbeflächen mehr, so dass Handlungsbedarf bestehe, neue Gewerbeflächen auszuweisen. In den vergangenen Monaten hätten zwölf Anfragen nach Gewerbeflächen in der Größenordnung von rund zwei Hektar nicht erfüllt werden können, da keine passenden Grundstücke verfügbar gewesen seien, betonte er gegenüber der BZ.
Zum Meinungsbild in der Bevölkerung meinte Buß, es gebe trotz vieler Gegenstimmen in Heiden zunehmend positive Aussagen, auch von Grundstückseigentümern, die erkennen ließen, dass die Idee zur Schaffung des Gewerbegebietes an der A 31 richtig und für die weitere Entwicklung Heidens zukunftsweisend sei.
Der Rat und er als Bürgermeister könnten die Besorgnisse der Heidener und Leblicher Bürger sehr gut verstehen und auch nachvollziehen, stelle das Vorhaben doch eine einschneidende Veränderung in Heiden dar, meinte Buß.
Die Stadt Borken kommentierte die Sichtweise des Heidener Bürgermeisters, das Areal auf 45 Hektar begrenzen zu können und zu wollen, zurückhaltend. Der Sprecher sagte, 45 Hektar seien ausreichend und groß genug, um ein interkommunales Gewerbegebiet zu planen. Allerdings müsse man sehen, was 2025 werde, wenn das Areal voll sei.
Die Heidener Einwohnerversammlung zum geplanten interkommunalen Gewerbepark an der A 31 beginnt am Dienstag, 23. März, um 19.30 Uhr in der Ludgerusschule. Auf dem Podium werden neben Bürgermeister Buß, Dr. Matthias Quas (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband), Josef Farwick (Leiter der Landwirtschaftskammer, Zweigstelle Borken) sowie der Landwirt Bernhard Brun sitzen. Außerdem hat sein Kommen der Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Standort Bocholt, Hans-Bernd Felken, zugesagt.
Der Fahrplan zur Veranstaltung sieht vor, dass nach dem Vorstellen der Gäste Buß das Projekt vorstellt. Dann werden die einzelnen Stellungnahmen der Podiumsteilnehmer erwartet, bevor eine Diskussion beginnt.