Übersicht 03/04

 
 20.08.2003
 

 
Fluchttreppen zur Sicherheit
Brandschutzmängel an Ludgerusschule werden beseitigt

Heiden (hhk). Sicherheit kostet Geld. 21.000 Euro gibt die Gemeinde Heiden in diesem Sommer für den Brandschutz an der Ludgerusschule aus. Zu Buche schlagen zwei Fluchttreppen und eine Steganlage. Damit die Schüler im Notfall ins Freie gelangen können, müssen Fensterbrüstungen beseitigt und stattdessen drei Türen eingebaut werden.
Zum Baustellengespräch samt Wasserwaage, Zollstock und Plan trafen sich Vertreter des ausführenden Unternehmens Stenpaß (Gemen) und Ulrich Lohaus vom Bauamt in der Schule.
Wie berichtet, kommt die Kommune damit den neuen Auflagen beim Brandschutz nach. Die beiden Fluchttreppen werden außen an das dreigeschossige Gebäude gebaut. Der Steg wird ebenfalls außen über Kellerfenster am zweigeschossigen Trakt angelegt und führt auf den Pausenhof.

Die Steganlage soll über die Böschung auf
den Pausenhof geführt werden  Fotos: hhk

Insgesamt drei Tonnen verzinkten Edelstahl werden Vater und Sohn Stenpaß verarbeiten. Die Treppen sind jeweils 5,50 Meter lang. Der Steg, der über eine Böschung geführt wird, hat eine Länge von 5,50 Metern.
Mit einer beschränkten Ausschreibung kam die Gemeinde an das Gemener Unternehmen. Wie Lohaus berichtet, hat er drei Firmen angeschrieben und um einen Kostenvoranschlag gebeten. Das Gemener Unternehmen schnitt am günstigsten ab.

Wie berichtet, kam ein Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass in dem Schulgebäude mit dem West- und Ostflügel sowie der Verwaltung konkrete Gefahrenzustände für Leib und Leben bestünden.
Das neue Brandschutzkonzept für die Hauptschule hatte der Kreis Borken gefordert, nachdem die Einrichtung um zwei neue Klassenzimmer erweitert worden war (BZ berichtete).
Anfang Juni hatte sich der zuständige Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde mit dem Thema beschäftigt. Die Mitglieder gaben der Verwaltung auf, zusammen mit dem Brandschutzingenieur des Kreises Borken ein Klärungsgespräch darüber zu führen, was am dringlichsten in Angriff genommen werden sollte. Schließlich gehe es um die Sicherheit der Kinder.

Maß nahmen Werner Stenpaß (sen.) und
Werner Stenpaß (jun.) sowie Ulrich Lohaus
(r.) für die Fluchttreppen

Hintergrund: Die Gemeinde Heiden hat derzeit nicht die Mittel, um alle Auflagen zu erfüllen. Würden die Heidener in diesem Jahr alles machen, was der Sachverständige auflistete, so müssten rund 48.000 Euro investiert werden.
Treppen und Steg stehen auf der Prioritätenliste ganz oben. Im Rathaus gehen die Verantwortlichen davon aus, dass sie zum Beginn des neuen Schuljahres an Ort und Stelle platziert sind. Eingebaut sind inzwischen die Brandschutzklappen in der Lüftungsanlage der Turnhalle. Im zweiten Bauabschnitt sollen dann aber noch in diesem Jahr die übrigen Auflagen abgearbeitet werden. Dazu zählen Klassenraumtüren mit Selbstschließern. "Ende des Jahres 2003 sind alle Brandschutzmängel beseitigt", ist Lohaus zuversichtlich.