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Fluchttreppen zur Sicherheit
Brandschutzmängel an Ludgerusschule werden beseitigt
Heiden
(hhk). Sicherheit kostet Geld. 21.000 Euro gibt die Gemeinde Heiden in
diesem Sommer für den Brandschutz an der Ludgerusschule aus. Zu Buche
schlagen zwei Fluchttreppen und eine Steganlage. Damit die Schüler im
Notfall ins Freie gelangen können, müssen Fensterbrüstungen beseitigt
und stattdessen drei Türen eingebaut werden.
Zum Baustellengespräch samt Wasserwaage, Zollstock und Plan trafen sich
Vertreter des ausführenden Unternehmens Stenpaß (Gemen) und Ulrich
Lohaus vom Bauamt in der Schule.
Wie berichtet, kommt die Kommune damit den neuen Auflagen beim
Brandschutz nach. Die beiden Fluchttreppen werden außen an das
dreigeschossige Gebäude gebaut. Der Steg wird ebenfalls außen über
Kellerfenster am zweigeschossigen Trakt angelegt und führt auf den
Pausenhof.
Die Steganlage soll über die Böschung auf
den Pausenhof geführt werden Fotos: hhk
Insgesamt drei Tonnen verzinkten Edelstahl werden Vater und Sohn Stenpaß
verarbeiten. Die Treppen sind jeweils 5,50 Meter lang. Der Steg, der
über eine Böschung geführt wird, hat eine Länge von 5,50 Metern.
Mit einer beschränkten Ausschreibung kam die Gemeinde an das Gemener
Unternehmen. Wie Lohaus berichtet, hat er drei Firmen angeschrieben und
um einen Kostenvoranschlag gebeten. Das Gemener Unternehmen schnitt am
günstigsten ab.
Wie
berichtet, kam ein Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass in dem
Schulgebäude mit dem West- und Ostflügel sowie der Verwaltung konkrete
Gefahrenzustände für Leib und Leben bestünden.
Das neue Brandschutzkonzept für die Hauptschule hatte der Kreis Borken
gefordert, nachdem die Einrichtung um zwei neue Klassenzimmer erweitert
worden war (BZ berichtete).
Anfang Juni hatte sich der zuständige Bau- und Planungsausschuss der
Gemeinde mit dem Thema beschäftigt. Die Mitglieder gaben der Verwaltung
auf, zusammen mit dem Brandschutzingenieur des Kreises Borken ein
Klärungsgespräch darüber zu führen, was am dringlichsten in Angriff
genommen werden sollte. Schließlich gehe es um die Sicherheit der
Kinder.
Maß nahmen Werner Stenpaß (sen.) und

Werner Stenpaß (jun.) sowie Ulrich Lohaus
(r.) für die Fluchttreppen
Hintergrund: Die Gemeinde Heiden hat derzeit nicht die Mittel, um alle
Auflagen zu erfüllen. Würden die Heidener in diesem Jahr alles machen,
was der Sachverständige auflistete, so müssten rund 48.000 Euro
investiert werden.
Treppen und Steg stehen auf der Prioritätenliste ganz oben. Im Rathaus
gehen die Verantwortlichen davon aus, dass sie zum Beginn des neuen
Schuljahres an Ort und Stelle platziert sind. Eingebaut sind inzwischen
die Brandschutzklappen in der Lüftungsanlage der Turnhalle. Im zweiten
Bauabschnitt sollen dann aber noch in diesem Jahr die übrigen Auflagen
abgearbeitet werden. Dazu zählen Klassenraumtüren mit Selbstschließern.
"Ende des Jahres 2003 sind alle Brandschutzmängel beseitigt", ist Lohaus
zuversichtlich.
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