|
Kriechkeller passé: Neue Heizung im Waschraum
In der Turnhalle der Heidener Ludgerusschule
wird umgebaut / Kosten rund 45000 Euro

Gemeinsam mit den Vertretern der Verwaltung sahen sich die Mitglieder
des Heidener
Bau- und Planungsausschusses in der Turnhalle der Ludgerusschule
um. Fotos: hhk
Heiden (hhk). Die Sportler bekommen es warm, wärmer als bisher:
Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses haben in ihrer jüngsten
Sitzung der Erneuerung der Heizungsanlage in der Turnhalle der
Ludgerushauptschule einhellig zugestimmt.
Es wird so verfahren, wie das die Verwaltung vorgeschlagen hatte. Die
Entscheidung fiel nach einem Besuch vor Ort in der Halle und eingehender
Diskussion im Rathaus. Zwei CDU-Mitglieder enthielten sich der Stimme.
Wie es hieß, sei die 1980 im Kriechkeller der Turnhalle aufgestellte
Gas-Heizungsanlage (50 kW) für das Aufheizen der Turnhalle mit Umkleiden
und dem Erwärmen des Duschwassers zu gering ausgelegt. Ulrich Lohaus vom
Bauamt führte außerdem ins Feld, dass die Feuerungsverordnung des Landes
Nordrhein-Westfalen beachtet werden müsse. Folglich sei das Aufstellen
am bisherigen Standort nicht mehr zulässig.
Die Lösung, die nun realisiert werden soll, sieht den Umbau eines
Waschraums vor. Dort wird die neue Heizung installiert. Die
aufgestellten Waschtröge würden ohnehin nicht angenommen, hieß es. Sie
sollen entfernt und durch einen Waschtisch an anderer Stelle ersetzt
werden.
Für diese Lösung sprächen vor allem wirtschaftliche Gründe. Der Ausbau
zum Heizraum sei für rund 5000 Euro zu haben. Eine andere Variante -
Ausbau des Kriechkellers, Außentreppe und das teilweise Unterfangen des
Umkleidegebäudes - sei wesentlich teurer.
Antonius Katemann (CDU) konnte sich mit seinen Überlegungen nicht
durchsetzen, den Kessel doch im Kriechkeller (Kopfhöhe rund 1,50 Meter)
unterzubringen. Die Gegner dieses Vorschlags - darunter Bauamtsleiter
Wilhelm Bösing - meinten, der Kessel ließe sich durch die enge Luke kaum
in dem Keller platzieren. "Das ist ein Problem", so Bösing. Und auch
Ulrich Lohaus, zuständig für Fragen des Hochbaus, hielt vehement in der
Diskussion dagegen: "Der Zustand mit dem Kriechkeller ist nicht
haltbar."
Das
eingesparte Geld will Heidens Verwaltung für die Sanierung des
angrenzenden Duschraumes verwenden. Das sei aus hygienischen Gründen
(Schimmel- und Keimspuren) ohnehin geboten. Wand- und Bodenfliesen
sollen erneuert werden.
Außerdem wollen die Verantwortlichen die Duscharmaturen gegen
Spararmaturen austauschen. Mittelfristig sei daran gedacht, den
Duschraum in der zweiten Umkleide ebenfalls zu sanieren.
Für die neue Heizungs- und Regelungsanlage stehen laut Haushaltsplan
25.000 Euro zur Verfügung. Die Leistungsgröße wird noch berechnet, so
dass es den Sportlern in der Halle nicht an Wärme mangelt.
|