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Neue Medien bekommen Beine
Ewald Meis setzt auf sein neues
Konzept an der Ludgerusschule
Heiden (hhk). Ein Computerraum allein reicht längst nicht mehr.
An der Hauptschule setzt Ewald Meis auf Medienwagen. Darauf steht Gerät,
mit dem Schüler und Lehrer in den entlegendsten Klassen erreicht werden
können. Der Umgang mit neuer Kommunikationstechnik hat einen großen
Stellenwert.

Lehrt über Medien, mit der Realität umgehen zu lernen: Ewald
Meis. Foto: hhk
Für die Berufs- und die allgemeinen Lebenschancen der Schüler spielt die
Schlüsselqualifikation "Medienkompetenz" eine entscheidende Rolle, sind
sich Konrektor Norbert Konicek und Ewald Meis einig. In den vergangenen
Jahren wurde das Lernen mit neuen Medien immer wichtiger, und die Schule
hielt sehr gut mit. Alle Räume sind inzwischen vernetzt. 30 Heidener
Firmen haben Sponsorenverträge mit der Einrichtung und unterstützen. Ihr
Geld ist zweckgebunden.
Der Erfolg blieb nicht aus: Der erste Preis beim Mircrosoft-Wettbewerb
belohnte das Engagement der Beteiligten. Die Verantwortlichen blieben
nicht stehen, sannen weiter über Optimierungsmöglichkeiten. So rollen
vier Medienwagen mit Laptop (samt (W-Lan-Karte) sowie einer Kombination
aus Video- und DVD-Recorder, einem Beamer und der notwendigen
Sound-Ausstattung zum Fachunterricht über die Flure. Im
Unterrichtsalltag werde inzwischen häufig das Video durch DVD ersetzt.
Und weil man die Informationen in guter Qualität den Schülern zeigen
müsse, sei ein Beamer unverzichtbar.
Das Gerät, so die Pädagogen, helfe Schülern dabei, Informationen zu
beschaffen, zu bearbeiten und darzustellen. Meis sondierte den Markt und
fand Angebote zu "völlig unbezahlbaren Bedingungen". So stellte er sich
einen Wagen mit eigenen Komponenten zusammen. Kosten rund 4000 Euro.
Drei weitere Wagen wurden angeschafft. Ähnliche Ansätze, sagt Meis
bescheiden, gebe es an vielen Orten. Doch Norbert Konicek ist sicher,
"da liegen wir mit vorn." Auf der Wunschliste stehen in diesem Jahr
weitere sechs Laptops. Kosten: bis zu 10.000 Euro.
Aktuelles Beispiel: Die Klasse 10 beschäftigt sich im Erdkundeunterricht
mit dem Thema Gewerbepark. "Die direkte Begegnung ist immer noch das
Ideale", sagt Meis. Schüler und Lehrer sahen sich das Areal an. Tags
drauf blätterten Zehntklässler im Internet, suchten Infos über
Bürgerbegehren und Einwohnerversammlung. Das alles, sagt Meis, erhöhe
die Qualität des Unterrichts. So lernten die Schüler über Medien, mit
der Realität umzugehen. Und noch mehr: Am Abend des 26. September
präsentieren Schüler die Ergebnisse im Wahlstudio.
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