Übersicht 03/04

 
 27.03.2004
 

 

Neue Medien bekommen Beine
Ewald Meis setzt auf sein neues Konzept an der Ludgerusschule

Heiden (hhk). Ein Computerraum allein reicht längst nicht mehr. An der Hauptschule setzt Ewald Meis auf Medienwagen. Darauf steht Gerät, mit dem Schüler und Lehrer in den entlegendsten Klassen erreicht werden können. Der Umgang mit neuer Kommunikationstechnik hat einen großen Stellenwert.


Lehrt über Medien, mit der Realität umgehen zu lernen: Ewald Meis.   Foto: hhk

Für die Berufs- und die allgemeinen Lebenschancen der Schüler spielt die Schlüsselqualifikation "Medienkompetenz" eine entscheidende Rolle, sind sich Konrektor Norbert Konicek und Ewald Meis einig. In den vergangenen Jahren wurde das Lernen mit neuen Medien immer wichtiger, und die Schule hielt sehr gut mit. Alle Räume sind inzwischen vernetzt. 30 Heidener Firmen haben Sponsorenverträge mit der Einrichtung und unterstützen. Ihr Geld ist zweckgebunden.
Der Erfolg blieb nicht aus: Der erste Preis beim Mircrosoft-Wettbewerb belohnte das Engagement der Beteiligten. Die Verantwortlichen blieben nicht stehen, sannen weiter über Optimierungsmöglichkeiten. So rollen vier Medienwagen mit Laptop (samt (W-Lan-Karte) sowie einer Kombination aus Video- und DVD-Recorder, einem Beamer und der notwendigen Sound-Ausstattung zum Fachunterricht über die Flure. Im Unterrichtsalltag werde inzwischen häufig das Video durch DVD ersetzt. Und weil man die Informationen in guter Qualität den Schülern zeigen müsse, sei ein Beamer unverzichtbar.
Das Gerät, so die Pädagogen, helfe Schülern dabei, Informationen zu beschaffen, zu bearbeiten und darzustellen. Meis sondierte den Markt und fand Angebote zu "völlig unbezahlbaren Bedingungen". So stellte er sich einen Wagen mit eigenen Komponenten zusammen. Kosten rund 4000 Euro. Drei weitere Wagen wurden angeschafft. Ähnliche Ansätze, sagt Meis bescheiden, gebe es an vielen Orten. Doch Norbert Konicek ist sicher, "da liegen wir mit vorn." Auf der Wunschliste stehen in diesem Jahr weitere sechs Laptops. Kosten: bis zu 10.000 Euro.
Aktuelles Beispiel: Die Klasse 10 beschäftigt sich im Erdkundeunterricht mit dem Thema Gewerbepark. "Die direkte Begegnung ist immer noch das Ideale", sagt Meis. Schüler und Lehrer sahen sich das Areal an. Tags drauf blätterten Zehntklässler im Internet, suchten Infos über Bürgerbegehren und Einwohnerversammlung. Das alles, sagt Meis, erhöhe die Qualität des Unterrichts. So lernten die Schüler über Medien, mit der Realität umzugehen. Und noch mehr: Am Abend des 26. September präsentieren Schüler die Ergebnisse im Wahlstudio.