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Große Portion Applaus
"Der Pommeskrieg": Gelungene Inszenierung im Schultheater
Heiden (jü). In "Ernas Schlemmer Eck", ja da schmecken die Pommes
einfach am besten. Das finden zumindest die Schüler und Schülerinnen
einer nahe gelegenen Schule. Nach Unterrichtsschluss schauen die
Jugendlichen gern bei "Omi Erna" vorbei und schlemmen eine Portion ihrer
köstlichen Kartoffelstäbchen.
Da taucht unvermittelt ein dunkler Geschäftsmann auf. Nach den Plänen
dieses finsteren Konkurrenten soll Oma Erna mit ihrer Pommesbude
vertrieben werden. Fiese Intrigen werden von dem Gauner geschmiedet, um
dieses Ziel zu erreichen. Mit Suchtstoffen in den Pommes sollen die
Kinder nach seinem Frittierten süchtig gemacht werden. Jedoch hat das
Suchtmittel fatale Nebenwirkungen: Jeder, der die Kartoffelstäbchen
isst, bekommt einen heftigen Schluckauf.
30 Schüler und Schülerinnen der Theater- und Kulissengruppe der Heidener
Ludgerusschule führten am vergangenen Donnerstagabend das lustige
Kriminalstück "Der Pommeskrieg" nach Christof Kämmerer auf.
In der Aula der Hauptschule hatten zahlreiche Eltern und Mitschüler der
Hobbyakteure ihren Spaß an der gelungenen Aufführung und spendeten immer
wieder spontanen Szenenapplaus.

Seit mehr als 20 Jahren leiten Michael Giebing und Birgit Limberg die
Theatergruppe. Während Giebing für das Einstudieren der Dialoge
verantwortlich ist, sorgt seine Kollegin mit den Jugendlichen für die
passende Kulisse. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts übten die Jungen
und Mädchen der siebten und achten Klassen nun im vergangenen halben
Jahr das witzige Kriminalstück ein und bastelten ein sehenswertes,
buntes Bühnenbild.
Anfängliches Lampenfieber und Nervosität legten die jungen Schauspieler
im Laufe der flotten Aufführung zusehends ab. Den Kampf um Gerechtigkeit
für Oma Erna nahmen die Heidener Jugendlichen bei dem Stück spielend und
mit guter Bühnenpräsenz auf.
Selbstverständlich siegt auch bei diesem Kriminalstück schließlich das
Gute über das Böse. Mit Hilfe der Polizei wird der Fall aufgeklärt. Nach
dem Genuss der eigenen Pommes bekommt der Gangster jedoch keinen
Schluckauf sondern heftigen Durchfall. Diesen kann er nun hinter Gittern
- bei Wasser und Brot - kurieren.
"Die Schüler und Schülerinnen lernt man bei einer Theateraufführung von
einer anderen Seite kennen", freuten sich Giebing und Limberg über die
gelungene Inszenierung ihrer Schützlinge. Die Hemmung zu überwinden, vor
vielen Zuschauern auf der Bühne zu stehen, sei für die Jugendlichen eine
große Herausforderung, betonten die Pädagogen.
Eine große Selbstbestätigung erführen die Jungen und Mädchen aber nach
der Aufführung. Nach dem kräftigen Schlussapplaus zu urteilen, konnten
die Hauptschüler davon eine große Portion mit nach Hause nehmen.
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