Übersicht 04/05

 
 12.02.2005
 

 

Große Portion Applaus
"Der Pommeskrieg": Gelungene Inszenierung im Schultheater

Heiden (jü). In "Ernas Schlemmer Eck", ja da schmecken die Pommes einfach am besten. Das finden zumindest die Schüler und Schülerinnen einer nahe gelegenen Schule. Nach Unterrichtsschluss schauen die Jugendlichen gern bei "Omi Erna" vorbei und schlemmen eine Portion ihrer köstlichen Kartoffelstäbchen.
Da taucht unvermittelt ein dunkler Geschäftsmann auf. Nach den Plänen dieses finsteren Konkurrenten soll Oma Erna mit ihrer Pommesbude vertrieben werden. Fiese Intrigen werden von dem Gauner geschmiedet, um dieses Ziel zu erreichen. Mit Suchtstoffen in den Pommes sollen die Kinder nach seinem Frittierten süchtig gemacht werden. Jedoch hat das Suchtmittel fatale Nebenwirkungen: Jeder, der die Kartoffelstäbchen isst, bekommt einen heftigen Schluckauf.
30 Schüler und Schülerinnen der Theater- und Kulissengruppe der Heidener Ludgerusschule führten am vergangenen Donnerstagabend das lustige Kriminalstück "Der Pommeskrieg" nach Christof Kämmerer auf.
In der Aula der Hauptschule hatten zahlreiche Eltern und Mitschüler der Hobbyakteure ihren Spaß an der gelungenen Aufführung und spendeten immer wieder spontanen Szenenapplaus.

Seit mehr als 20 Jahren leiten Michael Giebing und Birgit Limberg die Theatergruppe. Während Giebing für das Einstudieren der Dialoge verantwortlich ist, sorgt seine Kollegin mit den Jugendlichen für die passende Kulisse. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts übten die Jungen und Mädchen der siebten und achten Klassen nun im vergangenen halben Jahr das witzige Kriminalstück ein und bastelten ein sehenswertes, buntes Bühnenbild.
Anfängliches Lampenfieber und Nervosität legten die jungen Schauspieler im Laufe der flotten Aufführung zusehends ab. Den Kampf um Gerechtigkeit für Oma Erna nahmen die Heidener Jugendlichen bei dem Stück spielend und mit guter Bühnenpräsenz auf.
Selbstverständlich siegt auch bei diesem Kriminalstück schließlich das Gute über das Böse. Mit Hilfe der Polizei wird der Fall aufgeklärt. Nach dem Genuss der eigenen Pommes bekommt der Gangster jedoch keinen Schluckauf sondern heftigen Durchfall. Diesen kann er nun hinter Gittern - bei Wasser und Brot - kurieren.
"Die Schüler und Schülerinnen lernt man bei einer Theateraufführung von einer anderen Seite kennen", freuten sich Giebing und Limberg über die gelungene Inszenierung ihrer Schützlinge. Die Hemmung zu überwinden, vor vielen Zuschauern auf der Bühne zu stehen, sei für die Jugendlichen eine große Herausforderung, betonten die Pädagogen.
Eine große Selbstbestätigung erführen die Jungen und Mädchen aber nach der Aufführung. Nach dem kräftigen Schlussapplaus zu urteilen, konnten die Hauptschüler davon eine große Portion mit nach Hause nehmen.