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Übersicht 04/05
Zentrale
Lernstandserhebungen in NRW
Sonderschichten gab es im November für die Schüler/innen und Lehrer/innen
der Ludgerusschule sowie in ganz NRW. In zentralen Lernstandserhebungen
soll der Versuch gemacht werden, Aussagen über das Leistungsvermögen der
Schülerinnen und Schüler zu Beginn der 9. Klasse zu machen. Diese sollen
dann als Grundlage für die Weiterentwicklung des Unterrichts dienen.
Mathematik, 9. November 2004,
2 Schulstunden
Deutsch, 17. November 2004,
3 Schulstunden
Englisch, 25. November 2004,
3 Schulstunden
Ziele
Zentrale Lernstandserhebungen sollen Lehrerinnen und Lehrern helfen, die
Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler an Kriterien und Standards zu
messen und eine schulübergreifende Standortbestimmung vorzunehmen. Die
Ergebnisse von Lernstandserhebungen zeigen für ausgewählte fachliche
Schwerpunkte, in welchen Bereichen eine Lerngruppe leistungsstark ist und
wo sich Förderbedarf ergibt. Sie sind damit eine wichtige Grundlage für
die Weiterentwicklung
des Unterrichts.
Wechselnde Schwerpunkte
Eine Lernstandserhebung kann in der Bearbeitungszeit von zwei bis drei
Unterrichtsstunden nicht das gesamte Fach in seiner Breite und Tiefe
abbilden. Es werden daher jeweils im jährlichen Wechsel andere
Schwerpunkte gesetzt, sodass alle wesentlichen Bereiche des Faches – über
drei bis vier Jahre gesehen – erfasst werden.
Diagnostische Möglichkeiten
Lernstandserhebungen eignen sich in erster Linie zur Diagnose der
Leistungsstände von Lerngruppen. Für die einzelnen Schülerinnen und
Schüler geben sie dennoch eine Orientierung über den erreichten Lernstand,
die Ausgangspunkt für weitere Klärungen zum Lern- und Förderbedarf sein
kann. Zielgerichtete Analysen und Vergleiche der Daten ermöglichen
konkrete Diagnosen:
-
Analyse des Kompetenzprofils der
Klasse: Welche Aufgaben konnten gelöst werden? Bei welchen Aufgaben traten
Probleme auf?
-
Analyse der Standarderreichung:
Welche Kompetenzstufen erreichten die Schülerinnen und Schüler der
Lerngruppe?
-
Vergleich der Ergebnisse von
parallelen Klassen: Welche Unterschiede im Kompetenzprofil gibt es
zwischen Lerngruppen?
-
Vergleich der Ergebnisse mit
schulübergreifenden Referenzwerten: Wie ordnen sich die Ergebnisse in der
landesweiten Kompetenzverteilung ein?
-
Systematische Analysen: Welche
„typischen" Fehler treten auf?
Vergleichsdaten
Im Rahmen der Lernstandserhebungen wird eine repräsentative Stichprobe
gezogen. Diese Zentralstichprobe liefert Referenzwerte, mit deren Hilfe
Schulen ihre eigenen Ergebnisse schulübergreifend einordnen.
Als Referenzwerte stehen zur Verfügung: die Durchschnittswerte der
Schulformen sowie die Durchschnittswerte der Schulen mit vergleichbaren
Rahmenbedingungen. Die Vergleichsdaten werden so aufgearbeitet, dass den
Schulen Lösungs- und Fehlerhäufigkeiten sowie typische Fehlermuster
bezogen auf ihre Schulform und im Hinblick auf Standards zurückgemeldet
werden.
Darüber hinaus leistet die Zentralstichprobe einen Beitrag zur
Bildungsberichterstattung und damit zu einer datengestützten
Bildungsplanung.
Umgang mit Ergebnissen
Die Ergebnisse der beteiligten Klassen werden in den Gremien der Schule
diskutiert, um Konsequenzen für die Weiterentwicklung von Unterricht und
Schule zu ziehen. Wichtige Leitfragen für die Auswertung der Ergebnisse in
den Fachkonferenzen und der Lehrerkonferenz
sind:
-
In welchen Bereichen der Fächer
erbringen die Schülerinnen und Schüler besonders gute/schlechte
Leistungen?
-
Wo besteht besonderer Förderbedarf?
-
Welche Unterschiede gibt es im
Leistungsprofil der parallelen Klassen?
-
Welche Unterschiede gibt es im
Vergleich zu den landesweiten Referenzwerten?
-
Was sind mögliche Ursachen für diese
Unterschiede?
-
Welche Konsequenzen für die
schuleigenen Curricula und das Schulprogramm sind notwendig?
Quelle: www.learn-line.nrw.de/angebote/lernstand9/download/lse_broschuere.pdf |