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Dachdecker im Zeitfenster
Arbeiten auf dem höchsten Gebäude der
Ludgerusschule fertig
Heiden (hhk). Das erlebt man als Lokalreporter auch nicht jeden
Tag. Ein Praktikant, der seine eigene Schule dicht machen darf. "Wo sind
die kleinen Nägel", fragt Praktikant Philipp Mester seinen Chef. "Dort",
antwortet Reimund Hirschmann. Der 35-jährige Dachdecker ist gerade
dabei, eine Lichtkuppel mit offener Flamme und Bitumenpappe
einzudichten. Die Öffnung im Dach, die einer Lehrertoilette ein paar Lux
beschert, hat noch eine andere Funktion. Die Öffnung ist der einzige
Ausstieg auf das nagelneue Dach des dreigeschossigen Schulgebäudes. Wie
berichtet, verschlingt das neue Dach rund 60.000 Euro. Das alte war
durchnässt.
Während
der Praktikant dem Dachdecker auf die Finger schaut und sich nützlich
macht, ist unten auf dem Schulhof Pause. Die Schüler tollen herum, der
Praktikant schuftet. Sein Ziel ist es, im kommenden Jahr mit der
Ausbildung zum Dachdecker zu beginnen. Er setzt darauf, dass es klappt.
Dass die Schule eine nagelneue Küche bekommen hat, beschäftigte auch die
Dachdecker. Mit Kernbohrungen schufen sie die Öffnungen, damit das, was
die Abzugshauben an Dunst aus der Lehrküche holen, auf dem Dach
entfleuchen kann.
Die Handwerker des Unternehmens Spöler sind auf der Schlussgeraden.
Klempner bringen am Dachrand vorbewittertes Zinkblech an. Damit sind die
Arbeiten im Zeitfenster nahezu abgeschlossen. Das Gerüst wird am
Dienstag abgebaut. Das Wetter spielte mit.
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