Übersicht 05/06

 
 03.09.2005
 

 
Dachdecker im Zeitfenster

Arbeiten auf dem höchsten Gebäude der Ludgerusschule fertig

Heiden (hhk). Das erlebt man als Lokalreporter auch nicht jeden Tag. Ein Praktikant, der seine eigene Schule dicht machen darf. "Wo sind die kleinen Nägel", fragt Praktikant Philipp Mester seinen Chef. "Dort", antwortet Reimund Hirschmann. Der 35-jährige Dachdecker ist gerade dabei, eine Lichtkuppel mit offener Flamme und Bitumenpappe einzudichten. Die Öffnung im Dach, die einer Lehrertoilette ein paar Lux beschert, hat noch eine andere Funktion. Die Öffnung ist der einzige Ausstieg auf das nagelneue Dach des dreigeschossigen Schulgebäudes. Wie berichtet, verschlingt das neue Dach rund 60.000 Euro. Das alte war durchnässt.

Während der Praktikant dem Dachdecker auf die Finger schaut und sich nützlich macht, ist unten auf dem Schulhof Pause. Die Schüler tollen herum, der Praktikant schuftet. Sein Ziel ist es, im kommenden Jahr mit der Ausbildung zum Dachdecker zu beginnen. Er setzt darauf, dass es klappt.
Dass die Schule eine nagelneue Küche bekommen hat, beschäftigte auch die Dachdecker. Mit Kernbohrungen schufen sie die Öffnungen, damit das, was die Abzugshauben an Dunst aus der Lehrküche holen, auf dem Dach entfleuchen kann.
Die Handwerker des Unternehmens Spöler sind auf der Schlussgeraden. Klempner bringen am Dachrand vorbewittertes Zinkblech an. Damit sind die Arbeiten im Zeitfenster nahezu abgeschlossen. Das Gerüst wird am Dienstag abgebaut. Das Wetter spielte mit.