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Zur Person
Sie ist Mutter von drei Kindern, darunter 14 Jahre alte Zwillingen,
verheiratet und Sozialarbeiterin - und 40 Jahre alt. Marlies Langenhorst
bringt vieles mit, was darauf hin deutet, dass sie eine Antenne für die
Welt der Zehn- und 17-Jährigen hat. Sie ist in Erle aufgewachsen. Sie
hat die Berufsfachschule in Borken abgeschlossen und studierte in
Münster Sozialarbeit am Hüfferstift. Als Sozialarbeiterin ist das ihr
erster Job an der Ludgerusschule mit 250 Schülern. Aber sie hat schon
beim DRK hinter die Kulissen der Migrantenarbeit geschaut. Allerdings
dort in der Verwaltung. In ihrer freien Zeit malt die "Neue" an der
Ludgerusschule gern. Mit ihrem Familienauto Galaxy hat sie es nicht weit
zu ihrem Arbeitsplatz an der Schule. Ganze 13 Kilometer sind das von
Erle aus. Marlies Langenhorst ist mit Land und Leuten vertraut.
Einzelkämpferin sorgt für kürzere Wege Heiden - (hhk). Sie hat das Bewerbungsgespräch erfolgreich gemeistert und die Einführung in den Job hinter sich. Jetzt, zum 1. März, nahm sie ihre Arbeit auf. Marlies Langenhorst ist das neue Gesicht an der Ludgerus-Schule. Das Büro der Sozialarbeiterin ist direkt neben dem Eingang. Aber da wird sie sich nicht verschanzen. Sie wird in den Pausen auf dem Schulhof sein und den Kontakt suchen. 19,25 Stunden lang pro Woche. "Unparteiisch" will sie sein. Der Rektor hat keine Weisungsbefugnis, ihr Chef ist der Sozialarbeiter Heinz Wilmes. Und der sitzt im Kreishaus in Borken. Heidens Hauptamtsleiter Andreas Grotendorst sieht ihre Arbeit als "integrativen Bestandteil der Jugendhilfe". Alle Seiten profitierten davon, wenn die Sozialarbeiterin nicht isoliert agiere, so der Hauptamtsleiter. Die Sozialarbeiterin soll Schüler, Lehrer und Eltern unterstützen und auch helfen, Konflikte zu lösen. Erwartet wird auch die Kooperation mit den Vereinen. Ferner ist daran gedacht, dass sie beispielsweise im Unterricht hospitiert, ihren Blick auf das Sozialverhalten richtet, Defizite entdeckt und Projekte anbietet. Kurz: Präventiv arbeitet. Besonders für die jungen Mädchen sollen die Angebote ausgebaut werden. Bürgermeister Heiner Buß sprach von einem "Netzwerk der kürzeren Wege", wodurch die Kooperation verbessert werde. Die Ludgerusschule ist eine von neun Schulen im Kreisgebiet, an der die Stellen eingerichtet sind. Die Idee für das Angebot hatten die guten Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit in Isselburg geliefert. An der dortigen Hauptschule hatte es ein mehrjähriges Modellprojekt gegeben. Finanziert werden die Personalkosten für die Schulsozialarbeit zur Hälfte durch die jeweilige Standortkommune als Schulträgerin und zur anderen Hälfte durch den Fachbereich Jugend und Familie des Kreises. Die Stelle ist zunächst befristet auf drei Jahre. Die halbe Stelle sei sinnvoll, auch wenn es in Heiden ein gut funktionierendes Jugendwerk, eine hervorragende Hauptschule und ein vielseitiges Vereinswesen gebe, hatten die Politiker in Heiden das Vorhaben begrüßt.
Zwar fand die Erlerin gestern noch ein etwas kahles Büro vor, doch es
tröstete sie, dass der Schreibtisch bald kommt. Und dann gab es auch
Geschenke: Ein Bild einer Schülerin für die Wand, Blumen von Konrektor
Ewald Meis und von der Gemeinde das Rüstzeug für den PC. |