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Schulsozialarbeiter legen bald los -job/pd- Kreis Borken. - Das Bewerbungsverfahren geht in die Endphase, die Büros werden eingerichtet - und voraussichtlich im März soll das Projekt "Schulsozialarbeit" an zehn Hauptschulen im Kreis starten. Wie Kreistag und Kommunalparlamente beschlossen haben, nehmen die Fachleute an den Hauptschulen von Heek, Heiden, Isselburg, Legden, Raesfeld, Rhede, Südlohn, Velen und Vreden ihre Arbeit auf. Rund 90 Diplom-Pädagogen und Diplom-Sozialarbeiter hätten sich bislang beworben, so Mechthild Schulze Hessing, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Jugend und Familie. Ziel des neuen zusätzlichen Angebots an den Hauptschule sei es, eine Anlaufstelle für Schüler, aber auch Lehrer und Eltern zu haben. Die Schulsozialarbeiter kümmerten sich sowohl um Themen wie Mobbing unter Schülern als auch um Probleme zwischen Schülern und Lehrern. Sie hospitierten beispielsweise im Unterricht, bieten Projekte an und machten auch Hausbesuche, erläutert Schulze Hessing. Dass die Schulsozialarbeiter Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend und Familie des Kreises seien, habe durchaus einen Vorteil, sagt die stellvertretende Fachleiterin. So würden die an den Schulen stationierten Fachkräfte als "unparteiisch" angesehen und können so durch den beim Kreis angesiedelten Allgemeinen Sozialen Dienst auch schnell weitergehende Hilfen für die Schüler und deren Familien ermöglichen. Den Grundstein für das fast flächendeckende Angebot hatten die guten Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit in Isselburg gelegt. An der dortigen Hauptschule hatte es ein mehrjähriges Modellprojekt gegeben.
Dabei hatte sich auch gezeigt, dass die Zahl der Schüler, die zur
Sonderschule wechseln mussten, sank und auch der Vandalismus abnahm.
Finanziert werden die Personalkosten für die Schulsozialarbeit zur
Hälfte durch die jeweilige Standortkommune als Schulträgerin und zur
anderen Hälfte durch den Fachbereich Jugend und Familie des Kreises. Für
die Stadt Rhede erfolgt die Finanzierung über einen Träger. Die Kosten
betragen rund 25.000 pro Halbtagsstelle. Befristet ist die
Schulsozialarbeit an den zehn Hauptschulen zunächst auf drei Jahre. |