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Heiden - (hhk). Im Nu handelten sich gestern Siebt- und Achtklässler der Ludgerusschule Blasen an den Händen ein. Der Muskelkater ist programmiert. Bei der ungewohnten Arbeit mit Hacken und Spaten gerieten sie "drei Steinwürfe von den Düwelsteenen entfernt" mächtig ins Schwitzen. Sonst pflegen die Hauptschüler unter der Regie von Biologielehrerin Julieta Krieg ihren Schulgarten, gestern nahmen sie sich eine Heidefläche vor. Auf Anregung von Bauhofleiter Hans Tücking waren die Schüler mehrere Stunden lang aktiv. Er ließ das Arbeitsgerät und die Handschuhe in den Wald bringen und zog zur Orientierung für die Schüler ein rot-weißes Flatterband von Kiefer zu Kiefer. Sein Ziel: "Wir müssen die ursprüngliche Heide auf dieser rund 1500 Quadratmeter großen Lichtung erhalten." In den 90er Jahren war diese Fläche renaturiert worden. 1995 steckten Tücking und Co. Wacholderstecklinge aus der heimischen Uhle in den Boden. Umfassend von ihrer Lehrerin instruiert, schlugen und zogen die Schüler gestern Brombeersträucher aus dem Boden, rupften kleine Kiefern heraus und nahmen Grasplaggen auf. Das Material karrten die Mitschülerinnen Jessica Steinke (14) und Samantha Weber (13) an den Waldrand, wo es demnächst von Mitarbeitern des Bauhofes abgeholt wird und in die Kompostierung wandert. Andy Deboy (15): "Wir kennen uns hier aus, waren alle schon hier." Kein Wunder. Denn die Düwelsteene, das Wahrzeichen Heiden, sind ganz nah. Den schweißtreibenden Einsatz der Schüler, abgestimmt mit dem Forstamt, sah man im Rathaus besonders gern. Um das zu unterstreichen, war Ulrich Lohaus in willkommener Mission unterwegs. Er brachte auf Geheiß von Bürgermeister Heiner Buß kühle Getränke und kleine, süße Schmankerl für den kleinen Hunger zwischendurch auf die Lichtung. Nach rund vier Stunden Waldarbeit machten sich die Schüler mit ihren Fahrrädern auf den Heimweg. Ihr Schulgarten profitiert auch. Dort sollen Stecklinge von Wacholder und Buchsbaum angehen.
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