
Nach den Sommerferien soll an der Ludgerusschule Heiden eine Nachmittagsbetreuung starten. (Foto: Konert)
Heiden (hhk). Es geht nicht um „Geld oder Liebe“, sondern um „Geld oder Stelle“. So heißt das Programm des Landes Nordrhein-Westfalen, das den Schulen im Lande, besonders den Schülern gut tun soll. Wenn das Interesse vorhanden ist, soll es von montags bis donnerstags in der Zeit von 13.30 bis 16 Uhr ein freiwilliges Betreuungsangebot an der Ludgerusschule geben.
Für Kinder, die zur Nachmittagsbetreuung angemeldet wurden, gibt es ein warmes Mittagessen. Die Kosten dafür seien von den Eltern zu tragen, heißt es.
Neben der Hausaufgabenbetreuung sind Arbeitsgruppen geplant, in denen möglichst die örtlichen Vereine mitwirken. Derzeit gehen Verwaltung und Schule von 15 bis 20 Schülern aus, die einsteigen wollen.
Der genaue Bedarf soll vor den Sommerferien mit einer Fragebogenaktion unter allen Eltern ermittelt werden. Gefragt werden sollen auch die Eltern der Kinder, die zur Hauptschule angemeldet worden sind, hieß es im Ausschuss, der sich um Fragen von Schule, Jugend, Sport und Kultur kümmert.
Wie berichtet, hatte sich der Arbeitskreis „Erhalt der Ludgerusschule“ schon im März mit dem Thema beschäftigt. Nach weiteren Gesprächen entschied sich die Schule beim Programm „Geld oder Stelle“ für die Variante „Geld“.
Lehrerstellenanteile, die für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung gestellt worden wären, werden kapitalisiert. Konkret: Pro Schuljahr bekommt die Ludgerusschule 15.000 Euro, wenn denn der Antrag für das Vorhaben bewilligt wird. Bei der Höhe der Förderung ist die Schulgröße entscheidend.
Um die Leistungen der Betreuung soll sich ein Träger kümmern, der von der Gemeinde angeheuert wird. Der Gemeinderat soll in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 26. Mai, über die Auftragsvergabe entscheiden.
Im Gespräch ist die Caritas Borken. Hintergrund ist offenbar, dass die Gemeinde Heiden in ihrer Offenen Ganztagsschule (OGS) mit der Caritas gute Erfahrungswerte hat und auf Synergieeffekte hofft, wenn die Aufgaben erneut von diesem Träger übernommen werden. Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung einhellig, die Nachmittagsbetreuung umzusetzen. Patrick Voßkamp (CDU) betonte, wichtig sei, dass der Wunsch der Schule zum Tragen komme. Bürgermeister Heiner Buß sagte auf Nachfrage von Hans-Dieter Menke (SPD), wie die Gemeinde vorgehe, wenn mehr als 20 Kinder angemeldet würden, er könne keine „Kaffeesatzleserei“ betreiben.
Quelle: Borkener Zeitung, 14. Mai 2009
(C) Ludgerusschule Heiden, 46359 Heiden, Tel.: 02867 - 975050, Fax: - 9750522, Mail:
Anfang der Seite