Drei Praktika helfen bei Berufswahl

Vorbereitung auf Job:
Vom Heidener Modell profitieren Schüler und Betriebe
 


Die Bereitschaft der Heidener Betriebe ist groß, Prak-
tikanten zu nehmen.
 

Ludgerusschüler in der Küche des Seniorenheims.

Heiden (hhk). Die Gemeinde tritt nachhaltig für den Erhalt der Hauptschule ein. Das hat Bürgermeister Heiner Buß beim Neujahrsempfang im Altenheim St. Josef am vergangenen Dienstag unterstrichen.

Zu den Stärken der Heidener Schule gehört seit Jahren die intensive Berufsvorbereitung. Die BZ fragte Ewald Meis, Konrektor der Hauptschule, wie es in diesem Schuljahr um die Situation bei Ausbildungsplätzen und Praktika bestellt ist.

Im laufenden Schuljahr besuchen 36 Schülerinnen und Schüler die Klassen l0A und l0B. Zurzeit haben 19 (53 Prozent) einen sicheren Ausbildungsplatz. "In vielen Fällen war dabei eines der drei Praktika entscheidend", betonte der Konrektor.

Neun Zehntklässler (25 Prozent) befänden sich noch im Bewerbungsverfahren und warteten auf eine feste Zusage. Acht (22 Prozent) hätten sich für eine weitere schulische Ausbildung entschieden, drei an einer Fachschule, zwei an der Fachoberschule (FOS) und drei weitere an der gymnasialen Oberstufe.

Fazit zum Stand der Dinge an der Ludgerusschule: 67 Prozent haben ihr Ziel der beruflichen oder schulischen Ausbildung erreicht. 25 Prozent sind in der Bewerbungsphase mit sehr guten Aussichten. Im zweiten Halbjahr werde es in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit weitere Beratungstermine in der Schule geben, um auch ihnen zu helfen, kündigte Meis an.

Das Heidener Modell sieht drei Betriebspraktika vor. Sie dauern 14 Tage, und sie stellen den praktischen Bezug zur Arbeitswelt her. Wichtig ist den Pädagogen, dass sich die Schüler unterschiedlichen Anforderungen stellen. "Sie liefern Kontrast und Bestätigung", betont Ewald Meis.


Ein Praktikant aus der 10B der Ludgerusschule bei der Arbeit.   Fotos: pd
 

Schule und Betriebe arbeiteten seit vielen Jahren zu beider Vorteil in Heiden eng zusammen. Bei der Auswahl eines Praktikumsbetriebes hilft eine Börse im Internet. Die haben die Schüler im Internet angelegt. Nach Abschluss des Praktikums werden Ergebnisse in der Schule zusammengetragen, Bilder, Materialien, Texte ausgewertet.

Quelle: Borkener Zeitung, 24. Januar 2009


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