Medienkonzept der Ludgerusschule Heiden

2. Schwerpunkte des Medienkonzepts

Für die Berufs- und allgemein Lebenschancen unserer Schülerinnen und Schüler spielt die Schlüsselqualifikation "Medienkompetenz" eine entscheidende Rolle. Dabei ist das Lernen mit "neuen Medien" (Informationstechnologien) ein unverzichtbarer Bestandteil. Hierbei geht es nicht mehr nur um die entsprechende Ausstattung für den Informatikunterricht. Ziel ist es, das Lernen mit neuen (und alten) Medien im Unterricht in allen Fächern und in allen Jahrgangsstufen zu ermöglichen.
Die schrittweise technische Ausstattung der Ludgerusschule soll der Umsetzung der pädagogischen Zielvorstellungen im Bereich der neuen Medien dienen:

  • Förderung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern durch die
    Einbeziehung des Lernens mit Medien in den Unterrichtsalltag, d.h.
    - Medienangebote für das Lernen und Üben im Unterricht nutzen
    - Medienbeiträge im Unterricht selbst herstellen und verbreiten
    - Entstehung, Qualität und Einflüsse von Medieninhalten kritisch untersuchen
  • Weiterentwicklung der Medienkompetenz von Lehrerinnen und Lehrern durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen, im Hinblick auf "technische Kompetenz", besonders aber auf unterrichtliche Konzepte zum gewinnbringenden Medieneinsatz
  • Entwicklung von fachspezifischen Konzepten, die den bisherigen Medieneinsatz ergänzen, mit dem Ziel einer Steigerung der Unterrichtsqualität vor allem in Richtung schülerzentrierter Arbeitsformen
  • Gewinnung von Partnern, die die Ludgerusschule finanziell oder mit Sach- und Dienstleistungen bei der Technikausstattung und bei ihrer Verwendung zum gegenseitigen Nutzen unterstützen

2.1 Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung (IKG)

Die Orientierungsstufe baut auf den Kenntnissen und Fähigkeiten auf, die während der Grundschulzeit erworben wurden. Dazu gehört in steigendem Umfang der Umgang mit dem Computer und der dazu gehörenden Peripherie. Daraus ergibt sich für die Hauptschule die Notwendigkeit, einen Teil der informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung, deren Schwerpunkt bisher in der Klasse 8 lag, in die Orientierungsstufe vorzuziehen.
Verantwortlich für die Durchführung ist der jeweilige Klassenlehrer, der die Grundbildung im Umfang von etwa einer Wochenstunde realisiert. Im Stundenplan ist diese Stunde als zusätzliche Stunde in einem Hauptfach (in der Regel Deutsch oder Mathematik) aufgeführt. Für die Durchführung steht ein umfangreiches Materialpaket bereit, das über den Schulserver jederzeit abrufbar ist.
Aufgabe der informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung (IKG) in der Orientierungsstufe der Hauptschule ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen der Handhabung des Computers vertraut zu machen und sie in das Arbeiten mit Computeranwendungen einzuführen.

Die Grundlagen der Handhabung des Computers und die Fähigkeit des Umgangs mit Standardsoftware eröffnen in der Folgezeit Anwendungsmöglichkeiten, sowohl bei der weitergehenden Integration des Computers als Unterrichtsmedium im Fachunterricht als auch beim eigenständigen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.

Die Grundbildung findet im u.a. für diesen Zweck eingerichteten Computerraum der Schule statt. Für die Erledigung zentraler Aufgaben (Internetzugang, E-Mail, Dateiablage, Präsentation von Unterrichtsergebnissen, ...) steht der Schulserver zur Verfügung. Hier werden auch Lernmedien für den Einsatz im Fachunterricht bereit gehalten.
Alle Arbeitsplätze sind mit der notwendigen Standardsoftware ausgerüstet (Textverarbeitung, Browser, Grafikprogramm, Präsentationssoftware). Als Betriebssystem wurde Windows 2000 installiert und die Standardsoftware gehört zum Office-XP-Paket von Microsoft.

Jeder Arbeitsplatz ist mit einer "Schutzkarte" versehen, die jede Änderung der Grundkonfiguration zuverlässig verhindert. Ein frei zur Verfügung stehender Datenbereich wird in eigener Verantwortung genutzt. Hier sind Änderungen - mit allen Risiken - möglich.
Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer haben die Möglichkeit "wichtige" Daten in einen geschützten Bereich zu verlagern, bzw. der Schulöffentlichkeit zugänglich zu machen.

Unterstützt wird die Arbeit durch eine vom Lehrerarbeitsplatz zu bedienende "pädagogische Oberfläche" (Mastereye), mit der man alle Möglichkeiten der Supervision, der Demonstration und der Unterstützung nutzen kann.

2.2 Medieneinsatz im Fachunterricht

Der Schwerpunkt "Medienerziehung" stellt sich mittlerweile mit veränderter Zielsetzung dar: Lag der Schwerpunkt der Fortbildung zunächst auf der Vermittlung fächerunabhängiger Kompetenzen im Bereich der neuen Medien (Stichwort "Intel - Lehren für die Zukunft"), so steht zukünftig der fächerbezogene Medieneinsatz im Blickpunkt. Der Schwerpunkt "Medienerziehung" ist deshalb in enger Verbindung mit dem Schwerpunkt "Unterrichtsqualität" zu sehen.

Die angestrebte Medienkompetenz ist ein Baustein zur Verbesserung der Methodenkompetenz. Der Medieneinsatz im Fachunterricht durch einen relevanten Teils des Lehrerkollegiums der Schule sollte sinnvoll und selbstverständlich erfolgen und zur Erfüllung der Lehrplananforderungen beitragen.

Wann immer möglich sollte durch medienunterstützten Fachunterricht selbstständiges und selbstreguliertes Lernen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Die Qualität eines solchen durch die angestrebte erweiterte Medienkompetenz veränderten Unterrichts muss fortlaufend überprüft und gesichert werden.

In einem Medien- und Methodencurriculum muss der parallele Aufbau von Kompetenzen entwickelt werden. Nach der Vermittlung von grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten innerhalb der IKG in der Orientierungsstufe ist zu klären, welche Bausteine zum Erwerb einzelner Arbeitstechniken die einzelnen Fachbereiche bereitstellen können.

Beispielhaft sollen hier einige Methoden genannt werden, die auf die Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien ausgerichtet sind (aus "Lernmethoden-Kompetenz" von Hartmut Jonas in "Computer+Unterricht", Heft 52, Friedrich Verlag):

a) Methode des Recherchierens sachbezogener Informationen

  • Analyse der Aufgabe(n) und Anforderungen
  • Festlegung des Gesuchten (Begriffe usw.)
  • Festlegung der zu nutzenden Medien
  • Recherche (in Internetadressen, mithilfe von Suchmaschinen usw.)
  • kriteriengeleitete Analyse und Bewertung der Informationen
  • Synthetisierung der einzelnen Informationskerne/Hauptaussagen
  • Integration der Informationen in den Aufgabenzusammenhang
  • Einschätzung der Effizienz des Vorgehens

b) Methode der Lösung von Problemen

  • Analyse der Problemsituation und der Aufgabe(n)/der Problemsituation
  • Formulierung der Aufgabe/des Problems
  • Aufstellen von Hypothesen
  • Formulierung der Problemlösestrategie(n) einschließlich der zu nutzenden Medien
  • differenzierte Recherche, Analyse und Bewertung der Informationen
  • Synthetisierung der Informationen in den Teilaufgaben
  • Formulierung der Problemlösung mit Bezug auf die eingangs aufgestellten Hypothesen, die bestätigt oder fallen gelassen werden
  • kritische Bewertung des Erreichten und der genutzten Medien;
  • Formulierung von offenen Fragen und Aufgaben
  • ggf. multimediale Präsentation der Ergebnisse

c) Methode der Präsentation von Wissenssystemen

  • Entscheidung über das zu nutzende Präsentationsmedium in Abhängigkeit von den kommunikativen Bedingungen (computer- oder webbasierte Präsentationsform)
  • Konzept der Präsentation
  • Erarbeitung eines "Drehbuchs" (mit einer Struktur von Aussagen über Zeit, Ort, inhaltliche Abschnitte, beteiligte Personen, Verantwortlichkeiten, zu nutzende Medien, zu erreichende Teilergebnisse usw.)
  • angemessene sprachliche Formulierung (Text/Hypertext)
  • medienabhängige Gestaltung, einschließlich der Korrekturen
  • Überarbeitungen (ggf. visuell, akustisch)
  • kritische Bewertung unter Berücksichtigung des Feedbacks

d) Methode der elektronischen Kommunikation (E-Kommunikation)

  • Klärung des Zwecks und des Adressatenbezugs
  • schrittweise Erarbeitung der Textfassung unter Berücksichtigung des Mediums und möglicher Textmuster; ggf. Einbezug von Smileys und Akronymen
  • Textüberarbeitung
  • Bewertung der Textfassungen im Bezug zu Aufgabe und Zweck
  • Auswertung der Reaktionen und Schlussfolgerungen

e) Methode der Produktion von Hypertexten

  • Ideenfindung in einer Problemsituation
  • Formulierung der Aufgabe mit Adressatenbezug (Wozu könnte das Produkt dienen? Wer braucht das in dieser Form?)
  • Anforderungsanalysen (Welche inhaltlichen, organisatorischen, personellen und medialen Anforderungen sind zu beachten?)
  • Aufgabenformulierung (Welches konkrete Ziel wollen wir erreichen, welches nicht, obwohl es interessant sein könnte?)
  • Formulierung der Lösungsstrategie/n (Welches Konzept wollen wir aufstellen, das den Arbeitsprozess leitet?)
  • Festlegung nötiger ("technologischer") Medienkompetenzen (Was müssen wir im Umgang mit bestimmten Programmen können?)
  • Drehbuchentwicklung (Wann erarbeiten wir mit wem wo und wie welche inhaltlichen Aufgaben mit welchen Medien/Materialien?)
  • Pflichtenheft-Entwicklung (Wer ist zu welchem Zeitpunkt für weiche Teilaufgabe verantwortlich?)
  • Programmieren (z. B. mit Visual Basic)
  • Erprobungsphasen
  • Bewertung des Vorgehens und der Ergebnisse

Weitere Lernmethoden, die hier nicht ausführlicher dargestellt werden:

f) Methode des Selbstlernens

g) Methode der selbstgesteuerten Leistungskontrolle

2.3 IKG im Wahlpflichtunterricht

Der Wahlpflichtunterricht in den Klassen 9 und 10A baut auf der Grundbildung auf. Die dort erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Durchführung verschiedener Projekte genutzt. Hier sollen einige der bisher durchgeführten Projekte kurz beschrieben werden.

Ampelsteuerung: Von der mechanischen Steuerung durch eine Programmwalze spannt sich der Bogen bis zur Programmierung einer durch den Verkehrsfluss gesteuerten Ampelanlage.

Grüne Welle: Die Modelle von mehreren Ampelanlage werden zusammengeschaltet und durch ein Computerprogramm gesteuert. Dazu müssen auch die Computer "vernetzt" werden.

Memory: Das Spiel besteht aus Leuchtdioden und Tastern. Der Spieler versucht vom Computer vorgegebene Muster zu rekonstruieren. Die Muster können mit akustischen Signalen unterlegt werden.

Modellbau 1: Mit Hilfe eines einfachen CAD-Programmes und eines Plotters werden Modellbaubögen erstellt. Themen sind dabei ein Marktplatz, ein Kirchplatz oder das Modell einer Burg.

Modellbau 2: Mit Hilfe eines einfachen CAM-Programmes und eines Stryroporschneiders werden 3-dimensionale Modelle erstellt. Mögliche Themen sind verschiedene alltägliche Gegenstände.

Roboter: Mit Hilfe der vorhandenen Robotermodelle kann beispielhaft die Realisierung komplexer Vorgänge dargestellt werden. So lassen sich z.B. Produktionsprozesse simulieren (Transport/Zusammenführung von Werkstücken - Bearbeitungsprozesse - Lagerung ...)

Fragebogen: Von der Erstellung des Fragebogens über die Durchführung einer Umfrage bis zur Auswertung reicht dieses Projekt. Der Computer dient dabei als Werkzeug zur Erstellung und Auswertung der Fragebögen.

Aufzug: Das Modell eines Aufzuges wird gebaut. Als Antrieb dient ein Schrittmotor. Die Position des Aufzuges kann über diesen Motor in genau definierten Schritten gesteuert werden.

Heißer Draht: Es handelt sich um ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem ein Ring von der Startposition um einen gebogenen Draht, ohne diesen zu berühren, zum Ziel geführt werden muss. Mit einem Computerprogramm wird der Spielablauf kontrolliert und bewertet.

Gebrauchtwagen: Bei dem Projekt "Gebrauchtwagen" geht es um die Verwaltung von Dateien. Die Daten der PKW müssen bestimmten Kategorien zugeordnet werden, ein Stellplatz muss zugewiesen werden, der Kunde muss nach seinen Vorstellungen aus dem Angebot wählen können, ...

Lochkarten: Von der mechanischen Auswertung von Dateien (Hollerith) führt der Weg zur elektronischen Auswertung mit Hilfe des Computers (Dateien, Datenbanken)

Warenhaus: Die Vorgänge in einem Warenhaus werden simuliert. Der Zugang zu den einzelnen Funktionen wird über Codekarten gesteuert, die von einem entsprechenden Lesegerät ausgewertet werden.

Internet-AG: Die Schüler/innen erhalten eine Einführung in den Aufbau und die Gestaltung von Internetseiten. Diese Fähigkeiten werden genutzt um an verschiedenen Internetprojekten mitzuarbeiten. (Schuldarstellung, Berufswahlvorbereitung, Schule&Co, Rathaus, Musikkapelle, Wettbewerbe, ...)

Zur Darstellung all dieser Inhalte müssen die Schüler sich umfangreiche Kenntnisse und Techniken aneignen:

  • Beschaffung und Bearbeitung von aktuellen Informationen
  • Arbeiten mit der digitalen Fotokamera
  • Bearbeitung von Fotos und Grafiken, um sie "web-tauglich" zu machen
  • Kenntnis der im Internet verwendbaren Text- und Grafikformate
  • Erfassen und Bearbeiten von Hypertext-Strukturen ("Links")
  • Grundkenntnisse über den Aufbau einer Internetseite (HTML)
  • Grundkenntnisse im Bereich des Layouts (CSS)
  • Grundlagen im Bereich Urheberrecht und Datenschutz
  • Bereitschaft zur Teamarbeit bei komplexen Aufgaben

2.4 Schwerpunkt "IKG" im Technikunterricht der Klasse 10

Der Technikunterricht in den 10. Klassen wird an der Ludgerusschule seit einigen Jahren im Halbjahreswechsel erteilt. Im ersten Halbjahr "werkt" die 10B im Werkraum und versucht sich vor allem an der Holz- und Metallverarbeitung. Die 10A beschäftigt sich mit einer anderen Seite der Technik, der Computertechnik, die zunehmend Einfluss auf viele Berufsfelder gewinnt. Nach dem ersten Halbjahr werden dann die Gruppen gewechselt.

Der Technikunterricht im Computerraum greift auf die Arbeit in der Grundbildung zurück. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kenntnisse im Umgang mit Standardsoftware wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Dateiverwaltung oder Grafikprogrammen.

Bewerbungsunterlagen, Praktikumsberichte, Referate, Darstellung von Projekten, Dokumentationen von Unterrichtsgängen oder Betriebserkundungen, Einladungen zu den anstehenden Entlassfeierlichkeiten, Auswertung von Umfragen, sind einige der bisher in Angriff genommenen Themen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die eigentlich technischen Anwendungen aus dem Bereich "Messen und Steuern". Seit dem Schuljahr 2003/2004 steht für diesen Zweck eine leistungsfähige CNC-Maschine mit der entsprechenden Software zur Verfügung.

Eine immer größere Rolle in allen Bereichen der Gesellschaft spielt der Zugang zum weltweiten Netz (WWW), zum Internet. Dem versucht der Technikunterricht Rechnung zu tragen, indem einige wesentliche Techniken im Umgang mit dem Internet erlernt werden können. Dazu gehören die gezielte Suche nach Informationen, das Kennenlernen der vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und das Bearbeiten und Bereitstellen eigener Inhalte über die Schul-Homepage.

Die Schüler/innen erstellen Internetseiten, auf denen sie sich und ihre Arbeit in der Schule darstellen. Seit 1999 besteht ein Partnerschaftsprojekt zwischen der Ludgerusschule und einigen Heidener Betrieben, in dem wechselseitige Kontakte im Zusammenhang mit der Berufswahl gepflegt werden sollen. Die Fortschritte sind über die Internetseiten der Schule zu verfolgen.

2.5 Lehrerfortbildung

Der Umgang mit den neuen Medien verlangt auch von den Lehrern einen nicht unerheblichen Einsatz. Die Zyklen, in denen erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse veralten, werden immer kürzer. Es ist immer weniger möglich, auf einem einmal erreichten Stand des Wissens zu verharren. Eine gewaltige Informationsflut rollt über die Medien auf uns zu, und es wird in Zukunft eine der wichtigsten Kulturtechniken sein, dieses Angebot sinnvoll zu nutzen.

Für Lehrer gibt es verschiedene Motivationen, sich mit dem Computer zu beschäftigen: Der Computer ist ein hervorragendes Werkzeug für die Vorbereitung des Unterrichts. Er ermöglicht es, Arbeitsmittel in professioneller Qualität zu erstellen (Arbeitsblätter, Aufgabensammlungen, Folien, Bildungspläne,...). Er erlaubt den Zugriff auf umfangreiche Datensammlungen auf verschiedenen Datenträgern, und mit der Anbindung an das Internet sind Recherchieren und ein Austausch von Erfahrungen weltweit möglich.

Für die Schülerinnen und Schüler wird der Computer immer mehr zum Werkzeug, mit dem diese Aufgaben aus den verschiedenen Fachbereichen lösen können. Das setzt voraus, dass der jeweilige Fachlehrer sich diesen Erfordernissen entsprechend fortgebildet hat.

Seit einigen Jahren setzen sich in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft viele Lehrer/innen unserer Schule mit den neuen Medien auseinander und treffen sich fast wöchentlich am Mittwochabend zum "Training" im Computerraum der Schule.

Das gesamte Kollegium hat im Jahr 2001 geschlossen eine umfangreiche Ausbildung absolviert ("Intel-Lehren für die Zukunft"), in der es sich mit den Grundlagen des Lehrens mit den neuen Medien vertraut machte. Zu diesem Lehrgang gehörten neben allgemeinen Grundlagen der Computerbedienung der Umgang mit Standardsoftware (Textverarbeitung, Grafik, Präsentation, Tabellenkalkulation), die Möglichkeiten der Einbeziehung des Internets (Recherche, E-Mail, ...) und die Verwirklichung eines konkreten Unterrichtsprojekts.

Für die nähere Zukunft sollen in der schulinternen Lehrerfortbildung Möglichkeiten erarbeitet werden die neuen Medien für den Fachunterricht nutzbar zu machen. Im Vordergrund stehen dabei der Einsatz der Medienwagen und der mobilen Arbeitsplätze (Laptop-Koffer s.u.), die mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 zur Verfügung stehen.

2.6 Sicherheitskonzept
Geschützte Arbeitsumgebung – Datensicherungskonzept

Um den Wartungsaufwand für die Computerarbeitsplätze der Ludgerusschule in Grenzen zu halten, sind bzw. werden alle PCs mit Schutzkarten ausgerüstet, die garantieren, dass jeder Benutzer nach dem Start des Rechners wieder die gewohnte Arbeitsumgebung vorfindet.

Es ist also einzig und allein der Teil der Festplatte (Partition) mit der Bezeichnung D:, der dem Benutzer zur Verfügung steht. Dieser Bereich wird in regelmäßigen – vorher angekündigten – Abständen gelöscht. Da dieser Bereich in keiner Weise geschützt ist, trägt der Benutzer selbst die Verantwortung dafür seine Arbeitsergebnisse zu sichern. Dazu stehen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Diskettenlaufwerk
  • ZIP-Laufwerk
  • Brenner
  • Speicherung auf USB-Sticks

Für die Dauer einer Arbeitssitzung gibt es keine Einschränkungen. So können auch Programme zu Testzwecken installiert werden oder Einstellungen des Computers ausprobiert werden. Nach dem Neustart ist alles wieder im ursprünglichen Zustand.

Sollen dauerhafte Veränderungen vorgenommen werden, kann der Administrator den Schutz der Festplatte aufheben und die Arbeitsumgebung anpassen.

2.7 Wartungskonzept

Die Computernutzung in der Schule findet unter besonderen Bedingungen statt:
Es gibt keinen hauptberuflichen Administrator, der für diese Aufgabe ausgebildet und mit dem nötigen Zeitbudget ausgestattet ist. Administrative Aufgaben werden in der Schule vom Informatik-Lehrer nebenher durchgeführt.
Daher ist die notwendige Administration des Schulnetzes auf ein Minimum reduziert:

  • Schutz der Arbeitsumgebung durch Schutzkarten (s.o. 2.6)
  • Beschränkung der Benutzerverwaltung auf ein Minimum
  • Bereitstellung eines offenen Ordners für den Datenaustausch ("Tauschbörse")
  • Bereitstellung eines Ordners mit Lesezugriff für Arbeitsblätter, Beispielprogramme, Projektdaten,... ("Beispiele")
  • Sicherung der Installation aller PCs auf dem Server
  • Gestaltung des E-Mail-Zugangs über Freemail-Server
  • Eigenverantwortung bei der Sicherung von Daten
  • Bereitstellung einer Bildschirmverwaltung im Computerraum ("Master-Eye")
  • Bereitstellung eines CD-Pools für die virtuelle CD-Nutzung

Der Informatiklehrer ist erst recht nicht Techniker, der dann auch noch Einstellungen oder Reparaturen an der Vielzahl verschiedener Geräte vornehmen muss.
Die Ludgerusschule befindet sich im Gespräch mit dem Schulträger, der Gemeinde Heiden, um hier zu einem sinnvollen Konzept zu gelangen. In dem gemeinsam erarbeiteten Medienkonzept wird die Wartung (Reparaturen und Ersatzbeschaffung) durch einen Fixbetrag von zur Zeit 2000 € pro Jahr gewährleistet. Dieser Wert muss auf der Basis von Erfahrungswerten den Anforderungen angepasst werden.

(C) Ludgerusschule Heiden, 46359 Heiden, Tel.: 02867 - 975050, Fax: - 9750522, Mail:        Anfang der Seite