
Sie bilden in diesem Jahr die Belegschaft der Schülerfirma Tipatoka. Vorne (v.l.).: Jan Pelster, Daniel Patt, Niclas Müller, Markus Wieseler, Ramona Höing, Fabienne Schulz, Mario Lensing, Dimitrij Jedich. Hinten (v.l.): Sabrina Schauenburg, Michael Kormann, Sebastian Soppe, Edith Lichtenberg, Eileen Rothe, Verena Bruns, Kelly-Marie Hüning. Foto: pd
Heiden (pd). Aus dem zarten Pflänzchen in der Firmenlandschaft des Jahres 2003 ist mittlerweile eine gesunde Pflanze geworden. Ins fünfte Geschäftsjahr geht nun die Schülerfirma "Tipatoka Recycling und Internet", die ihren Firmensitz in der Heidener Ludgerusschule hat, ihren Namen von den gesammelten (Ti)nten(pa)tronen und (To)ner(ka)rtuschen ableitet und jedes Jahr mit einer neuen Belegschaft an den Start geht.
Wohin mit den leeren Farb- und Tonerbehältern? Einfach in den Müll werfen oder wiederverwerten? Die Schülerinnen und Schüler geben darauf mit ihrer Sammeltätigkeit eine Antwort, die der Umwelt dient und ihnen die Möglichkeit gibt, in ihrer Schülerfirma wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Vom Sammelservice über die Werbung bis zur Buchführung reicht das Spektrum. Eine Recycling-Firma in Hilden garantiert als Empfänger des Leerguts die fachgerechte Wiederverwendung des gesammelten Materials.
Mit ihrer Firma könnten die Schüler sicher nicht steinreich werden, aber mittlerweile habe sich ein ansehnlicher, seit kurzem vierstelliger Betrag angesammelt, der in die weitere Projektarbeit gesteckt werden soll, heißt es in der Pressemitteilung der Schule.
Für dieses Schuljahr haben sich 13 Schülerinnen und Schüler aus den achten und neunten Klassen zusammengefunden, die die Schülerfirma betreuen wollen. Die Arbeitsverträge der Mitarbeiter und der Vertrag mit der Schulleitung sind abgeschlossen und eine ausführliche Belehrung durch den betreuenden Lehrer Ewald Meis über die Risiken der Materialien, mit denen umzugehen ist, hat stattgefunden.
Zum Geschäftsführer haben die Tipatokas Dimitrij Jedich (15) und zu seinem Stellvertreter Mario Lensing (16) gewählt. Die beiden haben in der nächsten Zeit einiges zu organisieren. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Schülerfirma muss organisiert, der Internetauftritt unter www.ludgerusschule.de aktualisiert und die Vorhaben für das laufende Schuljahr geplant werden. Auf dem Wunschzettel steht ein Transportrad (altes Postrad), um Aufträge mit größeren Mengen problemlos bewältigen zu können. Vielleicht findet sich auf diesem Weg ein wohlwollender Spender.
Am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler eine Urkunde, die ihre Tätigkeit würdigt und die sich bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz vielleicht als der entscheidende Pluspunkt herausstellt. Bescheinigt werden Engagement und Teamfähigkeit - in der Arbeitswelt gefragte Eigenschaften.
Zum Schluss bittet Tipatoka Recycling wieder alle Leser im Umfeld der Schule um Unterstützung für ihre Arbeit. Gebrauchte Tintenpatronen und Tonerkartuschen können sie entweder bei der Schule abgeben oder von den Schülern abholen lassen. Das Leergut sollte recycling-geeignet sein, das heißt elektronische oder mechanische Bauteile enthalten. Reine Behälter, zum Beispiel aus Kopiergeräten, gehören nicht dazu. Infos: www.ludgerusschule.de.
Infos: www.ludgerusschule.de.
Quelle: Borkener Zeitung 01.09.2007