

Schon mal ran mussten die Neuen, die im nächsten Schuljahr für die Schülerfirma arbeiten. Foto: pd
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Heiden (hhk/pd) Schulleiter Norbert Konicek hat neun Mitglieder der Schülerfirma Tipatoka für ihren besonderen Einsatz geehrt. Den hätten sie über vier Jahre gezeigt, so der Rektor in der Laudatio. Es gab nicht nur lobende Worte, sondern aus den Händen des verantwortlichen Lehrers Ewald Meis Urkunde und Prämie. Da es ein erfolgreiches Geschäftsjahr gewesen sei, nahmen die Schüler Drucker, mobile Festplatten, Soundsysteme oder Digitalkameras in Empfang.
Die Schüler, die mit dem Sammeln von Druckerleergut ihr Geschäft gemacht, Internetseiten erstellt und die Computer der Schule gewartet hätten, nähmen außerdem die Erfahrungen mit, die sie bei der Arbeit in der Schülerfirma gesammelt hätten, heißt es.
Einsatzbereitschaft, sicheres Auftreten, organisatorisches Geschick und vor allem Teamgeist gehörten dazu und könnten bei der anstehenden Berufsausbildung helfen. Schon mal ran mussten die Neuen, die im nächsten Schuljahr für die Schülerfirma arbeiten werden. Es war das verflixte siebte Jahr: Mit dem Entlassungstermin stand die Schülerfirma zunächst ohne einen einzigen Mitarbeiter da. „Aber auch dafür haben die ,Oldies vorgesorgt. In den letzten Wochen ihrer Firmenzugehörigkeit haben sie Achtklässler der Schule eingeladen, ihnen bei der Arbeit zuzusehen und auch zunehmend mit anzupacken“, erläuterte Konrektor Ewald Meis. Es gehe also weiter - und zwar ins nunmehr achte Geschäftsjahr. Die Regularien der Schülerfirma wie Arbeitsverträge, Vertrag mit der Schule, Wahl der Geschäftsführung, Verteilung von Aufgaben würden im neuen Schuljahr nach den Sommerferien in Angriff genommen. „Bis dahin haben alle Beteiligten Urlaub“, so Meis.
Tipatoka bittet weiter alle Leser im Umfeld um Unterstützung. Gebrauchte Tintenpatronen und Tonerkartuschen könnten sie bei der Schule abgeben oder von den Schülern abholen lassen. Das Leergut sollte recycling-geeignet sein, das heißt elektronische oder mechanische Bauteile enthalten. Reine Behälter, zum Beispiel aus Kopiergeräten, gehörten nicht dazu. Während der Ferienzeit könne leider keine Abholung erfolgen, teilte die Schule mit.
Im Normalfall muss sich die Schülerfirma Tipatoka ihre Gewinne mühsam erarbeiten. Viele Tintenpatronen und Tonerkartuschen müssen eingesammelt, sortiert, wieder sorgfältig verpackt und an die Aktion „Sammel mit!“ weitergeleitet werden. Im Mai kam einfach Glück dazu: die Schülerfirma meldete den Eingang einer Prämie von 50 Euro auf ihrem Konto.
„Sammel mit!“ meldete sich telefonisch. Die Tipatokas hätten mit ihrer Lieferung dafür gesorgt, dass der Sammelerlös die 100.000-Euro-Grenze überschritten habe. Dafür war die Prämie ausgelobt worden. Die Schülerfirma Tipatoka arbeite seit etwa einem Jahr mit der Aktion zusammen und habe gute Erfahrungen gemacht.
Weitere Informationen unter www.ludgerusschule.de und www.sammel-mit.de
Quelle: Borkener Zeitung, 10.07.2010