TIPATOKA - Recycling

Schülerfirma der Ludgerusschule

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Schülerfirma dehnt ihre Aktivitäten aus

Das Tipatoka-Team
Auf dem Bild sind von links nach rechts von der Schülerfirma Tipatoka Recycling zu sehen: Carsten Finke, Matthaeus Graczyk, Tim Schneider, Tobias Wehling, Mario Lensing, Dimitrij Jedich und Markus Wieseler.   Foto: pd

Heiden (pd). Die Schülerfirma sammelt Tonerkartuschen und Tintenpatronen, es gibt sie seit 2003. Eine neue Belegschaft steht nun bereit. Zu den "erfahrenen" Mitarbeitern sind drei Neue gekommen, die sich mit den Tätigkeiten bei den Tipatokas vertraut machen müssen. Zwei große Kartons haben sie bereits gepackt und für den Versand an die im Ruhrgebiet beheimatete Recyclingfirma, die mit den Schülern kooperiert, vorbereitet.

Zurzeit organisiert sich die Schülerfirma neu. Arbeitsverträge müssen erneuert beziehungsweise neu abgeschlossen, die Aufgaben verteilt und das Einverständnis der Eltern sowie der Schulleitung eingeholt werden. Für den alten und neuen Geschäftsführer, Carsten Finke (16), ist die Belehrung über den sorgsamen Umgang mit dem schwarzen Pulver in den Tonerkartuschen nichts Neues mehr.

Zurzeit gehören nur Jungen der Firma an, und so ist die Ausschreibung von zwei Stellen geplant, für die sich ausschließlich Mädchen bewerben können. Es gibt eine Menge zu tun. Neben dem Recyclinggeschäft kümmern sich die Schüler um die Internet-Arbeit der Schule und wickeln Projekte der Ludgerusschule und der Gemeinde Heiden ab, wie in diesem Jahr, als für das Heidener Spaßbad viele Spielkötze hergestellt wurden. Die Einnahmen wandern auf das Konto der Schule, wo sie separat aufgeführt werden. Ein Wunschziel für dieses Jahr ist die Einrichtung eines eigenen Firmenkontos. Die Schüler hoffen, dass ihnen eine der örtlichen Banken dabei Unterstützung gewährt.

Keine Sorge bereitet die Motivation der beteiligten Schüler. Sie finden in der Schülerfirma ein hervorragendes Lernfeld, sich mit wirtschaftlichen Vorgängen auseinanderzusetzen. Zusätzlich leisten sie einen Beitrag zum Umweltschutz, in dem sie wertvolles Material vor dem Weg in die Mülltonne bewahren und wieder in den Kreislauf zurückbringen.

Besonders interessiert sind die Schüler an der Urkunde, die sie im Anschluss an ihre Tätigkeit erhalten, die sich bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz vielleicht als der entscheidende Pluspunkt herausstellen kann. Bescheinigt werden Engagement und Teamfähigkeit - in der Arbeitswelt gefragte Eigenschaften.

Auf dem Konto hat sich mittlerweile eine ansehnliche Summe angesammelt, und so muss beraten werden, wie das eingenommene Geld wieder investiert werden kann. Ein neuer Auftrag der Gemeinde wäre wünschenswert, die Internet-AG arbeitet bereits an neuen Aufträgen, und das eigene Schulgelände könnte die eine oder andere Ergänzung für die Pausengestaltung gut vertragen.

Zum Schluss bittet Tipatoka Recycling alle Leser im Umfeld der Schule um Unterstützung für ihre Arbeit. Gebrauchte Tintenpatronen und Tonerkartuschen können sie entweder bei der Schule abgeben oder von den Schülern abholen lassen. Das Leergut sollte recyclinggeeignet sein, das heißt elektronische oder mechanische Bauteile enthalten. Reine Behälter, zum Beispiel aus Kopiergeräten, gehören nicht dazu.

Infos: www.ludgerusschule.de.

Quelle: Borkener Zeitung 11.09.2006
 

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