Sozialarbeit in der Schule

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Schulsozialarbeiterin Dunja Holstein

Heiden (hhk). Dunja Holstein hat am Donnerstag ihren Job als Sozialarbeiterin an der Ludgerusschule angetreten. Die 24-Jährige wohnt in Groß-Reken und stammt gebürtig aus Velen.

Dienstantritt
Schulleiter Norbert Konicek, sein Vertreter Ewald Meis und Hauptamtsleiterin Heike Köhne hießen "die Neue" im Zimmer des Rektors offiziell willkommen. Blumen überreichten die Schülersprecherin Kelly-Marie Hüning (15) und ihre Vertreterin Verena Bruns (15). "Wir wünschen uns, dass es so weiter läuft, wie es bisher war", sagten die beiden Schülerinnen und wünschten gutes Gelingen.

Dunja Holstein ist die zweite Sozialarbeiterin an der Schule. Ihre Vorgängerin hatte die Aufgaben im März 2006 übernommen. Mehrere Monate lang war die Stelle zuletzt vakant.

Dunja Holstein hat das Bewerbungsgespräch am 25. August erfolgreich gemeistert. Sie war eine von fünf Bewerberinnen. Neben Konicek, Köhne, dem Personalratsvorsitzenden Christian Richters traf eine Vertreterin des Kreises Borken, Stephanie Heppner, die Personalentscheidung zugunsten von Dunja Holstein. Seither ist sie schon zwei Mal an der Schule gewesen und hat dabei auch das Lehrerkollegium kennengelernt. Mit ihrer Vorgängerin Marlies Langenhorst will sie das Gespräch suchen, um an die erfolgreiche Arbeit anschließen zu können.

"Die Neue" ist glücklich über das Vertrauen. Denn erst im Juli hatte sie ihr Studium der Sozialarbeit in Münster abgeschlossen. In Heiden tritt sie ihre erste Stelle an. Ihr Büro liegt direkt neben dem Eingang. Dort wird sie nicht allein und isoliert Akten wälzen, sondern sie wird in den Pausen auf dem Schulhof sein und das Gespräch suchen. 19,5 Stunden lang pro Woche wird sie aktiv sein, auch an Nachmittagen.

Der Rektor hat keine Weisungsbefugnis, ihre Chefin ist die Hauptamtsleiterin. Und die sitzt im Heidener Rathaus. Heidens Hauptamtsleiterin Heike Köhne bewertet die Aufgabe als "integrativen Bestandteil der Jugendhilfe". Die Sozialarbeiterin wird Schüler, Lehrer und Eltern unterstützen und auch helfen, im Falle des Falles Konflikte zu lösen. Erwartet wird ferner die Kooperation mit den Vereinen und dem Jugendwerk. Laut Heike Köhne ist die Sozialarbeiterin "nicht allein auf weiter Flur". Kontakte gibt es zur Jugendtreffleiterin Elena Büsken. Außerdem werde es möglichst nachmittags Treffen beim Kreis Borken geben, die dem Austausch mit anderen Sozialarbeitern dienten. Die Ludgerusschule war 2006 eine von neun Schulen im Kreisgebiet, an der Stellen eingerichtet wurden. Die Idee für das Angebot hatten gute Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit in Isselburg geliefert. An der Hauptschule hatte es ein mehrjähriges Modellprojekt gegeben.

Finanziert werden die Personalkosten der Schulsozialarbeit von der Gemeinde Heiden als Schulträgerin. "Sozialarbeit ist mein Ding", sagte Holstein, die in der Freizeit läuft, reitet und liest. In der "Kunterbunt AG" ihrer früheren Schule ist sie für Sozialarbeit sensibilisiert worden. Ihr erster Schwerpunkt ist das Tanzen.

Quelle: Borkener Zeitung, 02.10.2009

 

 

Schulsozialarbeit


Die Ludgerusschule ist eine von neun Schulen im Kreis Borken, an der im Jahr 2006 die Stellen eingerichtet wurden. Die Idee für das Angebot stammt aus der Jugendhilfeplanung Ende der 90er Jahre. Erste gute Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit hatte ein Projekt in Isselburg geliefert. An der Hauptschule hatte es nach dem Start 2001 ein mehrjähriges Modellprojekt gegeben. Finanziert werden die Personalkosten für Schulsozialarbeit zur Hälfte durch die Standortkommune und zur anderen Hälfte durch den Fachbereich Jugend und Familie des Kreises Borken. Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet. Die halbe Stelle sei sinnvoll, auch wenn es in Heiden ein gut funktionierendes Jugendwerk, eine hervorragende Hauptschule und ein vielseitiges Vereinswesen gebe, hatten die Politiker das Vorhaben begrüßt. Inzwischen interessieren sich auch andere Schulformen für das Angebot.

Quelle: Borkener Zeitung 16.09.2006

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