Adhs Homöopathie

Adhäsive Homöopathie

ADHS: Mit Homöopathie gegen das "Fidget" hilipp Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland derzeit zwischen drei und sieben Prozentpunkten der Schulkinder am Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Der Leitfaden für Psychiaterinnen und Psychiater für Kleinkinder und Jugendliche empfiehlt eine Therapiekombination aus verschiedenen Strategien - eine so genannten multimodalen Therapien - zur Bekämpfung dieser Erkrankung. Hierzu gehören: detaillierte Erziehung und Betreuung von Kindern und Erwachsenen, ggf. Schulung der Erziehungsberechtigten; Erkennung und Heilung von komorbiden Erkrankungen (z.

B. Dyslexie, soziale Verhaltensstörungen, Depression, Angst); Arzneimitteltherapie (Methylphenidat oder Atomoxetin); psychotherapeutische Maßnahmen (z.B. verhaltenstherapeutische Maßnahmen als Einzel- oder Gruppentherapie).

Als homöopathisches Komplexpräparat (Zappelin®) werden Calciumhypophosphorosum, Kamille, Kupfer-Metalium, Kalium-Phosphoricum, Staphisagria und Baldrian zusammengefasst (siehe Kasten). Das Medikament wurde in einer Prospektivstudie an 375 Patientinnen und Patienten zwischen sieben und 14 Jahren in 75 pädiatrischen Praxen in Deutschland auf seine Effektivität und Unbedenklichkeit im Verhältnis zu Methyphenidat (Ritalin®) hin überprüft.

In zwölf aufeinander folgenden Schwangerschaftswochen wurden 216 Patientinnen und Patientinnen mit dem homöopathischen Mittel und 159 Patientinnen und Patientinnen mit Methyphenidat aufbereitet. Die Behandlungserfolge wurden mit Hilfe von weltweit anerkanntem Bewertungsmaterial wie dem Konnektorindex auf der ADHS-Monitorskala und dem CGI (Clinical Global Impression) zu Beginn der Studie, sechs und zwölf Schwangerschaftswochen nachvollzogen. Darüber hinaus wurden die Patientinnen und Patientinnen physisch überprüft und nach Begleiterscheinungen gefragt.

Während der Homöopathie trat bereits nach sechs Schwangerschaftswochen eine Konzentrationsverbesserung und eine deutliche Reduzierung der Überaktivität ein. Dadurch verbesserte sich das Benehmen der Schüler in der Schulzeit und das Miteinander in der Familien. Schon nach zwölf Monaten waren die Auswirkungen noch deutlicher zu erkennen. Obwohl methylphenidate bei schwerwiegenden Symptomen etwas wirksamer war, gab es keine Differenzen in der therapeutischen Wirkung der beiden Zubereitungen in milden und mittleren FÃ?llen.

Wie erwartet gab es in Bezug auf die Tolerierbarkeit Unterschiede: Knapp ein Dritteln der Patientinnen und Patientinnen erfuhren die bekannt gewordenen Begleiterscheinungen von Appetitverlust und Schlafschwierigkeiten bei Methyphenidat. Bei 86% der homöopathisch behandelten Patientinnen und Patientinnen wurden keine Begleiterscheinungen beobachtet. In der im Zuge der Untersuchung durchgeführten Elternbestimmung wurde festgestellt, dass 78% der Familienmitglieder, deren Kleinkinder bereits Methylphenidat erhielten, eine etwas weniger effektive, aber tolerantere Alterna -tion vorziehen.

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