Adhs Sport

Adds Sports

Körperliche Aktivität kann die kognitiven Fähigkeiten - insbesondere Aufmerksamkeit und Gedächtnis - von Kindern mit ADHS verbessern. Beim ADHS können Bewegung und geeignete Freizeitaktivitäten die Symptome von Kindern und Erwachsenen verbessern. Man unterscheidet zwischen körperlicher Aktivität im Allgemeinen (akut, chronisch) und Sport. Nicht wirklich eine neue Erkenntnis, aber wenn man sie sich ansieht, wird sehr deutlich, warum Sport für uns ADHS von großer Bedeutung ist.

mw-headline" id="Sport_as_ADHS-Therapiekomponente">Sport als ADHS-Therapiekomponente

Der positive Effekt von Bewegung auf ADHS-Symptome wird seit einiger Zeit erörtert. Der öffentliche Diskurs basiert auf der These, dass Bewegungsmangel zum Training von ADHS beiträgt. Wegen der Vielgestaltigkeit von ADHS hängt die Therapie von den einzelnen Problemen des Betroffenen ab.

Individuelle therapeutische Elemente sind in der Regel einzeln angewandt nicht sehr wirksam, da sie nur bestimmte Teile des multi-faktoriellen ADHS-Problems betreffen. Es konnten jedoch die positiven Wirkungen von chronischen und akuten sportlichen Aktivitäten auf die einzelnen Symptomatikbereiche belegt werden. Unterschiedliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich dies positiv auf das Gesundheitsverhalten und die Wahrnehmung der Patientinnen und Patientinnen auswirkt. 6 ][7] Bei regelmÃ?Ã?iger Beteiligung am Teamsport wurde auch durch das Erlernen eines fairen Sportverhaltens ein zusÃ?tzlicher EinfluÃ? auf das allgemeine soziale Handeln gefunden.

Wegen der Ungleichartigkeit der ADHS-Symptome hängt die Versorgung von der jeweiligen indikationsbezogenen Situation ab. Daher ist die Sportart, wie alle Einzelbehandlungen, nicht nur für die Versorgung von therapiebedürftigen ADHS, d.h. mittelschweren bis schweren ADHS, geeignet. Es ist daher ratsam, den Sport als ergänzenden Bestandteil eines multi-modalen Behandlungskonzeptes zu nutzen, da körperliches Training den Allgemeinzustand flankieren und so den Behandlungserfolg untermauern kann.

Prinzipiell ist jede Art von Sport für die Betreffenden geeignet. Besonderer Wert wird auf die Fortführung der trainierten Bewegungen zugunsten nachhaltiger Auswirkungen auf die Symptome gelegt, weshalb es besser ist, eine sportliche Betätigung zu wählen, die dem Betreffenden auch über einen längeren Zeitraum hinweg Spaß bereitet. Können auftretende Beschwerden beim Mannschaftssport nicht über einen längeren Zeitraum reduziert werden, kann eine individuelle Disziplin (z.B. Jogging, Bergwandern, Radfahren, Asian Martial Arts) die bessere sein.

Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass die Beteiligung von Erziehungsberechtigten und Sportlehrern von an ADHS erkrankten Kindern und Jugendlichen im Sport zunehmend als schwierig einzustufen ist. Laut Angaben von Erziehungsberechtigten und Lehrern zeigten ADHS-Kranke mit schweren Symptomen oft offensives, ablenkendes und treibendes Handeln, vor allem in Teamsportarten, und es wurde gesagt, sie seien eher bereit, riskantes Handeln zu zeigen, was das Verletzungsrisiko für sich und andere signifikant erhöhen könnte.

So gehen die Handlungsempfehlungen für bevorzugte Sportaktivitäten von Erkrankten mit entsprechenden Symptomen regelmässig in die richtige Ausrichtung auf den einzelnen Sport. Insbesondere im Rahmen des Leistungssports sollten Lehrer oder Ausbildungsleiter die möglichen Stigma-Effekte sowohl der Diagnostik als auch der ADHS-Symptome berücksichtigen. Ausschlaggebend für bestimmte Verhaltensmuster ist der Kontakt des Spiellehrers / Trainers mit der betreffenden Person.

Hierbei wird die Bedeutung des Symptomwissens auch von Sportlern und Coaches deutlich. Die Tatsache, dass mangelnde Bewegung die einzige Ursache für ADHS ist, ist nicht belegt. Das heißt aber nicht, dass mangelnde Bewegung nicht dazu beiträgt, die Symptome von ADHS zu verschlimmern. Sporttraining 36 (2004) 5, S145-S146.

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