Agentur für Arbeit Nürnberg Jobbörse

Arbeitsagentur Nürnberg Jobbörse

Preisexplosion in der Jobbörse: IT spürte in der BAV? In Nürnberg sind hinter der Graufassade der Agentur für Arbeit in Bewegung die politischen Machenschaften, die bis in die IT-Abteilung hineinreichen und mit Jürgen Koch, Projektmanager für den Virtual Labour Market (VAM), ihr erstes Pfandopfer mitgebracht haben. Von BA-Chef Weise wurde Koch kurzzeitig ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass die Ausgaben für den Online-Tausch und die Umstellung von BA-Systemen und -Infrastruktur auf den digitalen Stellenmarkt außer Kontrolle gerieten.

Anstelle der zunächst geschätzten 65 Mio. EUR wird nun von 165 Mio. EUR bis 2008 gesprochen. Wahrscheinlich meinte man damit den Projektmanager Koch, der eine Beziehung zu einem am Objekt beteiligte Accenture-Mitarbeiter hat, und damit mittelbar den Verdacht, dass er dem IT-Dienstleister Eschborn ohne Rücksprache mit dem Bauherrn weitere Verträge erteilt hat.

"Dass ein Projektleiter in einer öffentlich-rechtlichen Kapitalgesellschaft über eine freie Kreditlinie von 15 Mio. EUR verfügt, ist undenkbar", sagt Kai Deininger, geschäftsführender Gesellschafter der Jobbörse Monitor und Vorsitzender der Jobmarktinitiative im Öko-Verband. "â??Ich nehme an, dass sich Alt die HÃ?nde auf Veranlassung des Projektmanagers wÃ?schen willâ??, sagt Deininger.

Praktische KI-Fälle und interessante Gesprächsrunden bilden den optimalen Nährboden für den Erfahrungsaustausch und die Netzwerkbildung, um Eintrittsbarrieren und Kontaktängste zu reduzieren. Daß der für das Gesamtprojekt verantwortliche Vorstandsmitglied Alt über die Explosion der Kosten unterrichtet wurde, ist Monster-Chef Deininger klar. Alt prahlte bei einem Meeting in Nürnberg über den "Jobroboter" damit, dass die Meta-Suchmaschine keineswegs das Ende der Skala sei, sondern nur eine weitere Stufe der Entwicklung, die man absolut wollte.

Mit dem Job-Roboter stellt Holger Bill, Managing Director der öffentlichen Verwaltungen von ACCUTE, eine zusätzliche Dienstleistung dar, die nicht im ursprünglichen 65,5 Mio. EUR umfassenden Forschungsrahmenvertrag inbegriffen ist. Allerdings war der Vertrag der BA mit der Firma Akkenture vergaberechtlich geregelt, da der Inhalt des Jobroboters dem des Projekts sehr ähnlich war.

"â??Diese Pracht ist weder marktorientiert noch notwendigâ??, moniert Desiger die Planung der Jobbörse und die Zuschlagwirkung an ACCUDIER. "Dass die BA sich für Akenture als einen Akteur entschieden hat, der keine Erfahrungen mit der Arbeitsvermittlung hat, ist sicherlich ein Kritikpunkt", sagt Deininger, beweist aber der zuständigen Stelle, dass das Ausschreibungsverfahren sehr kompetent war.

Eine weitere Kennerin des Projektes, die Anonymität bewahren will, bekräftigt Deiningers These: "Die aktuelle Durchführung der Jobbörse beweist, dass Akkenture sich mit dem Vorhaben geirrt hat. "â??Die QualitÃ?t des Prototypen, den das in Eschborn ansÃ?ssige Unternehmen zusammen mit dem Ã-RK vorgestellt hatte, galt damals als einer der entscheidenden Faktoren fÃ?r den Auftragseingang.

Obgleich Weisen die weitere Entwicklung des Projekts vorerst eingestellt hat, erhofft sich Monsters Geschäftsführer Deininger eine Fortführung. "Sollte das Virtual Labour Market Project jetzt zerschlagen werden, hätten sie nur eine kostspielige Webseite aufgebaut, aber nicht die viel bedeutenderen Hintergrundsysteme und eine Zentraldatenbank für Arbeitsuchende und Stellenangebote", mahnt er. Laut Deininger ist die Vermittlungsplattform der Landeshauptstadt Nürnberg kein Konkurrent zu den Stellenbörsen von Monstern und anderen Dienstleistern.

In den kommenden Tagen wird gezeigt, wie das Vorhaben weitergehen wird. Auf jeden Fall ist der bisherige Kurs ein Zeichen für spürbare und unbeständige Zustände in Nürnberg. Der langjährige Gewerkschaftler und seit mehr als zehn Jahren im Aufsichtsrat der BA, der mit der Arbeitnehmerseite im BA-Vorstand unter der Leitung der Sozialistin Ursula Engelen-Kefer ein Seilteam bildet.

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