Bilinguale Schule

Zweisprachige Schule

Ganz anders ist der bilinguale Unterricht an den Schulen. Schulklassen wurden in der Rudolf-Ross-Schule, Gesamtschule in Hamburg, eine zweisprachige Schulklasse mit Deutsch und Portugiesisch eingeführt. mw-headline" id="Didaktik_des_Lehrens_in_zwei_Sprachen">Didaktik_des_Lehrens_in_zwei_Sprachen">Didaktik_des_Lehrens_in_zwei_Sprachen[a class="mw-editsection-visualeditor". href="Span php?title=Bilingual_Teaching&

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Der zweisprachige Schulunterricht (auch: Zweisprachigkeit) wird an Oberschulen, vereinzelt an Grund- und Mittelschulen sowie an Schulen im Ausland durchgeführt. Im bilingualen Sprachunterricht wird das Fach in wenigstens einem Fach in einer anderen als der normalen Unterrichtssprache unterrichtet, oder das ganze Fach wird im Allgemeinen in mehr als einer Fremdsprache unterrichtet.

Seit kurzem gibt es immer mehr Primarschulen, die zweisprachige Erziehung mit Sprachunterricht durch Eintauchen anbieten. Obwohl es noch keine ganzheitliche Hochschuldidaktik des bilingualen Fächerunterrichts gibt, ist ein erster Ansatzpunkt dafür das von Wolfgang Hallet (1998) entworfene zweisprachige Dreieck. Dies setzt voraus, dass der bilinguale Fächerunterricht weder ein konventioneller, in eine fremde Sprache übersetzter Fächerunterricht noch ein erweiterter fremdsprachiger Untericht ist.

Die Zielsetzung des bilingualen Fächerunterrichts nach dem Vorbild des bilingualen Dreiecks kann eher allgemeingültig sein (nicht nur für das Studienfach Geschichte): "Die Studierenden sollen erlernen, mit Mitgliedern anderer Sprach- und Kulturkreise in angemessener und naturwissenschaftlich fundierter Weise zu kommunizieren: über Erscheinungen, Bedingungen und Fakten von interkultureller, weltweiter oder universeller Bedeutsamkeit. In den meisten Fällen wurden nur Teilgebiete naturwissenschaftlich untersucht, so dass es noch keine geschlossene theoretische Grundlage für den bilingualen Unterrichten gibt.

Vor allem die sprachliche Kompetenz der Jugendlichen in der ersten oder auch zweiten Landessprache wird gestärkt, da viel mehr gesagt wird und nicht nur Lesen oder Hören. Zudem wird durch den bilingualen Sprachunterricht das Verstehen der anderen und der eigenen Unternehmenskultur durch die Praxis (Perspektivenwechsel durch Sprachwechsel) intensiviert und die sprachlichen Barrieren abgebaut.

In den bilingualen Lektionen wird das gesamte Wortschatz des entsprechenden Faches genutzt. Darüber hinaus werden die typischen Satzpositionen und Phrasen gespeichert, da in der Regel "echtes" Lehrmaterial zum Einsatz kommt, aber es gibt auch einige (wenige) Materialen, die eigens für den Deutschunterricht entwickelt wurden. Oftmals beziehen sie die eigenen kulturellen Sichtweisen der Studierenden in die Aufgaben ein, um selbstständig zum Nachdenken anregen.

So kommen beispielsweise Untersuchungen der University of Wales und der Magdeburger Ottover -Guericke-Universität zu dem Schluss, dass die zweisprachige Lehre nahezu nichts als einen Vorteil hat. Die Studie über den bilingualen deutsch-französischen Sprachunterricht im Schweizer Wallis (von der Universtität Neuenburg) zeigte, dass Jugendliche, die früh am bilingualen Sprachunterricht teilgenommen haben, nicht nur die zweite Sprache rascher gelernt, sondern auch ihre allgemeinen Sprachkenntnisse verbessert haben.

Es wurde keine Beeinträchtigung der Muttersprache beobachtet (Groupe de research sur l'enseignement bilingue, 1994). Von erheblichen Fortschritten im bilingualen Unterricht zeugt auch die im MÃ??rz 2006 veröffentlichte Bilanz der Demokratie-Studie DESI (Deutsch-Englisch-SchÃ?lerleistungen-International): "Zweisprachige Bildungsangebote sind ein durchaus erfolgreiches Modell zur Förderung der Sprachkompetenz, vor allem in Sekundarschulen und SekundÃ?rschulen. Derartige zusätzliche Lernmöglichkeiten haben einen besonders positiven Einfluss auf die Englischleistung dieser Studierenden, vor allem auf ihre Kommunikationskompetenz:

Bis zum Ende der neunten Klasse werden sie einen Hörverständnisvorteil von etwa zwei Jahren gegenüber Schülerinnen und Schülern mit ähnlichen Startbedingungen erreicht haben. Oftmals entsteht jedoch nur ein Frontalunterricht, da nur der Lehrer die fremde Landessprache recht gut beherrschen kann. Es wird argumentiert, dass andere Formen des Unterrichts, wie z.B. Gruppenarbeiten, schwierig zu realisieren sind, da die Jugendlichen sonst auf die deutschsprachige Unterrichtssprache zurückgreifen.

Der zweisprachige Fächerunterricht sollte jedoch muttersprachliche Ausdrücke nicht vollständig verhindern; das Bedürfnis der Lernenden, sich zu äußern, hat Priorität vor der einheitlichen Nutzung der fremden Sprache - dies ist ein wesentlicher Unterscheid zwischen zweisprachigem Fächerunterricht und fremdsprachigem Unterricht, der mit dem Lernerfolg der Lernenden immer mehr auf Monolingualität abzielt.

Weil der bilinguale Lehrbetrieb mehr Zeit zur Vor- und Nachbereitung benötigt, kann es vorkommen, dass das Wissen auf einem niedrigeren Level gelehrt wird. Zur Vermeidung dessen wird die Anzahl der Unterrichtsstunden in zweisprachigen Fächern in der Praxis in der Praxis in der Regel leicht gesteigert. 3 In Baden-Württemberg zum Beispiel bekommt jede der zweisprachigen Fächer im zweisprachigen Französischunterricht zwei zusätzliche Stunden pro Woche und Jahr, und auch die französische Sprache wird mit einer höheren Anzahl von Stunden pro Woche unterrichtete.

An vielen bilingualen Sprachschulen werden schulische Partnerschaften unterhalten, um die Sprachkenntnisse durch Schüleraustausch zu verbessern. Lediglich an einigen Hochschulen schließen die Studierenden mit einem speziellen Hochschulabschluss ab. Bei Schülern, die den bilingualen deutsch-französischen Ableger eines Schulgymnasiums bis zum Ende des Abiturs betreten, ist es auf der Basis einer Regierungsvereinbarung möglich, den doppelten Grad des Abschlusses BiBac zu erlernen.

Der Ursprung des bilingualen Lehrens in Deutschland basiert zumeist auf politischen Umständen. Der Vertrag von Élysée zielt beispielsweise auf die vertiefte Sprachkenntnis ab, indem er den Weg für den bilingualen Sprachunterricht in Deutschland und Frankreich und die so genannten Partnersprachkonzepte, insbesondere in Grenzgebieten, öffnet. Die Goethe-Schule in Frankfurt am Main war 1969 die erste deutsch-englische zweisprachige Schule und ist eine der Gründerschulen des International Baccalaureate.

Dagegen wurden in der Lausitz bereits in den 1950er Jahren bilinguale Mittelschulen gegründet. In vielen Ländern gibt es in staatlichen Primarschulen bilinguale Lehrangebote. In einigen Volksschulen in Sachsen und Brandenburg wird zweisprachiger Sprachunterricht in nieder- oder obersorbischer Sprache angeboten. In den 90er Jahren vollzog sich ein allmählicher Wandel von einem Regelwerk, in dem nur das Sorbische als Unterrichtssprache oder Fremdwort differenziert wurde, hin zum bilingualen Fächerunterricht auf verschiedenen, als 1. bis 2. bekannten Ebenen (zwei und weitere Fremdsprachen).

7. In Koblenz an der französichen Landesgrenze gibt es an der falkenhausener Schule einen speziellen zweisprachigen Deutsch-Französischunterricht. Wie in Deutschland gibt es auch in den Gymnasien Frankreichs Abschnitte, in denen die Jugendlichen auf den doppelten AbiBac-Abschluss vorbereitend sind. Deutsche und französische Hochschulen, die das Programm zur Verfügung stellen, haben oft Kooperationen für Gemeinschaftsprojekte, auch zur Vorprüfung.

Die bilinguale Bildung trägt in einigen Gebieten auch zur Unterstützung von Minderheitssprachen bei. Wolfgang-Hallet: Das bilinguale Dreieck. Reflexionen über eine didaktische Gestaltung des zweisprachigen Fachunterrichts. Im: Übung des Unterrichtens neuer Sprachen. Hans-Woidt: Bitte um zweisprachigen geschichtlichen Unterrichteinsatz. Kategorien: Geschichtswissenschaft in Naturwissenschaft und Lehre. Jahrgang 53, Nr. 2, 2002, S. 76-86 Edgar Otten, Manfred Wildhage: Praktische Anwendung der Fremdsprachen.

Der Cornelsen Scriptor, Berlin 2003, ISBN 3-589-21699-9 Gerhard Bach: Zweisprachiger Untericht. Lang, Frankfurt am Main et al. 2005, ISBN 3-631-54234-8 Sabine Doff (Hrsg.): Fremdsprachenunterricht im Gymnasium. Nürnberger Verlagshaus, Tübingen 2010, ISBN 978-3-8233-6591-4 Zweisprachiger Lehrbetrieb im Rahmen der europäischen Sprachpolitik. Zurückgeholt am Stichtag 2014. Ärztin Bettina Werner: Zweisprachiger Sprachunterricht im Rahmen der Europäischen Sprachpolitik, S. 60 ff. edocs.fu-berlin.de.

Abrufbar am Stichtag des Jahresabschlusses 2014. Ärztin Bettina Werner: Zweisprachiger Lehrbetrieb im Rahmen der europäischen Sprachpolitik, S. 33-40 ff. edocs.fu-berlin.de. Zurückgeholt am 11. März 2014. Anton Golecki: Chancen und Risiken des zweisprachigen Geschichtsunterrichts.

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