Darmstadt neue Musik

Neue Musik aus Darmstadt

Verwendung Die IMD-Archive enthalten hauptsächlich Unterlagen der International Summer Courses for New Music (Darmstadt Summer Courses). Die Sommerkurse waren von ihren Ursprüngen 1946 bis heute eine der wichtigsten Anlaufstellen für die Komponier- und Performancepraxis der zeitgenössischen Musik: In ihrer gebündelten Kombination aus Sommerschule, Diskussionsforum, Network- und Musiktheater sind sie in ihrer Art und Weise einmalig und decken ein breites Spektrum an Formen wie Seminare und Meisterkurse für Komponier- und Interpretationslehre, Kammerkonzerte, Aufführungen, Werkstätten, Symposien, Vorträge und Panels ab.

Seit mehr als sieben Jahrzehnten besuchen die Darmstädter Sommerkurse die unterschiedlichsten Künstler* - darunter Schlüsselpersonen der Musik des zwanzigsten Jahrtausends. Damit ist das IMD-Archiv eine zentrale Anlaufstelle für Musik des zwanzigsten und zwanzigsten Jahrgangs. Zugleich reflektiert die Vielfältigkeit zeitgenössischer Dokumente - Briefe, Foto-, Ton- und Videoaufzeichnungen - über 70 Jahre musikalischen Diskurs und Performances.

Im digitalen Datenarchiv befinden sich aktuell rund 89.000 Akten, davon rund 7.400 Audiotitel, rund 27.500 Foto- und Kontaktdrucke, rund 38.000 Buchstaben, Nachrichten und Ansichtskarten, rund 13.000 Verwaltungsunterlagen und rund 1.700 Unterlagen unterschiedlicher Textgenres.

Ferientrainingskurse Neue Musik in Darmstadt: Traditionsinstrumente und ihre Wettbewerber

MARMSTADT - Musik wird im Gehirn geboren. Der aus China stammende Komponist Yiran Zhao kann man ganz buchstäblich verstehen. Mit dem " Solo for a Head " hat sie eine dreieinhalb-minütige Filmmusik komponiert, die immer nur einen Hörer auf einmal hat. Auch der Dolmetscher weiss nicht, was im Chef seines Kollegen vor sich geht.

Selbst wenn die Äuglein geschlossen sind, wissen Sie gleich, wann das Teil vorbei ist. Das Kopfstück ist eines der außergewöhnlichsten Werkzeuge, an dem Christian Dierstein und sein Kollege Christian Dierstein und sein Kollege Christian Schtene bei den International Summer Courses for New Music im Percussion-Studio arbeiten. Denn Carola Bauckholt gestaltet ihre Arbeit "Gehirn und Ei" aus Geräuschkulissen, die beim Überstreichen dieses Materials auftauchen.

Auf dem Tischtennistisch, den die Autorin Elena Rykova erfunden hat, spielen die beiden daneben eine Form von Pinienzapfenschach. Gleiches trifft auf die Kombination von Neue Musik und Kino in zwei Auftragsarbeiten der Sommerkurse zu, die unter viel Applaus im vollständig belegten Hauptbahnhof Premiere feierten. Die Tatsache, dass in Peter Tscherkasskys Kurzspielfilmen die Musik im Vordergrund steht, ist keine Überraschung: Die entfremdete Montierung von historischem Filmmaterial, die als Tribut an Man Ray und Luis Buñuel zu verstehen ist, huscht so schnell am Publikum vorbei, dass man nur sehr wenig sieht.

Doch Simon Löffler hat für den gleichnamigen Kinofilm "Dream Works" eine Miniformatur verfasst, die die Bildflut mit hellen, feinen, leichten und luftigen Klängen kontrastiert, die vom Ensembles Nikel brillant inszeniert wurden. Das Ensembles Nikel hat die Fingern mit Metallgestängen, die durch die Lüfte schillerten, vergrössert. Für "Outer Space" hingegen hat Carlotta Lannotta eine weitreichende, aber schlecht strukturierte Klangphantasie verfasst, die das Nikel-Quartett auf auffallend differenzierte Weise präsentiert.

Die Perkussionisten konzentrierten sich auf die Ausweitung der Instrumentenpalette, während sich die Ziehharmonikisten ganz auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ihres Instrumentes konzentrierten. Eine Werkstatt der Komposerin Rebecca Saunders und des Musikers Krassimir Sterev führte Künstler und Komponistinnen zusammen. Sie erwecken das Werk zum Leben, wenn sich in einem Werk von Chanhee Lim die Atmung des Alleinsprechers Zdravka Ivanova mit der des Instrumentes vermischt, zu dem sie fast zart mit dem Blasebalg schlägt.

In " Clickety-Click " stellt Germán Medina Calle das Harmonika vor allem als Schlaginstrument vor, in dessen Herzrhythmen eine Note kaum vorbeigeht. Janne Valkeajoki demonstriert in "Meno" von Matthias Sieppälä, wie schön und schön dieses Werkzeug sein kann. Sein Auftritt hatte das Harmonika in einem Werk von Wasiliki Legaki als unbändiges Tier eingeführt, das der Dolmetscher in einem Ringerspiel sozusagen zähmen wollte.

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