Der Hauslehrer Leseprobe

Die Tutorin Leseprobe

Die Lehrerin: Eine Geschichte über preußische Disziplin und Ordnung. Koche einen Tutor für seine beiden jüngsten S?hne. Herr Nevis, der Tutor, hatte Màiri von der ersten Stunde an gelobt, als er ihr Wissen getestet hatte.

Die Tutorin: Die Story eines Strafprozesses. Bildung, Geschlecht und Massenmedien um 1900 von Michael Hagner

Andreas Dippold, ein 23-jähriger Jura-Student, wird vorgeworfen, seine beiden Studenten als Tutor so physisch bestraft zu haben, dass einer der Jungs an den Folgen der Misshandlung erlag. Die Tutorin besteht auf der Legalität seiner Handlungen, denn seine Kinder haben sich dem Vizekönig des Onanismus verschrieben. So haben die bürgerlichen Großeltern - der Familienvater ist der Chef der Deutsche Bundesbank - alle Hebel in Gang gesetzt, um den Beschuldigten als einen für die öffentliche Sicherheit gefährlichen Triebverbrecher darzustellen.

Der Gerichtshof behält seine eigene Meinung und verhängt Dippold zu acht Jahren Gefängnis. Daraufhin kommt es zu einem Entrüstungsschrei, die Prozessbeobachter und die allgemeine Bevölkerung sind erschrocken über das, was sie für ein mildes Urteil halten. Michael Hagner berichtet anhand zahlreicher Literatur und Gerichtsurkunden zunächst die Entstehungsgeschichte des Hauses, der Jungs und der Kinder bis zum Prozess.

Hagner übersieht hoheitlich die Grenzen zwischen narrativer und naturwissenschaftlicher Arbeit und malt ein düstere Bilder: von der Kompromisslosigkeit der Ausbildung, den Auffassungen der Bildungseinrichtungen in Deutschland über Ausbildung und Aufklärung, Sexualität und Strafe, Normalisierung und Pervertierung und last but not least über die.... Andreas Dippold, ein 23-jähriger Jura-Student, wird vorgeworfen, seine beiden Studenten als Tutor so physisch bestraft zu haben, dass einer der Jungs an den Folgen der Misshandlung erlag.

Die Tutorin besteht auf der Legalität seiner Handlungen, denn seine Schüler haben sich dem Vize-Onanismus verschrieben. So haben die bürgerlichen Großeltern - der Familienvater ist der Chef der Deutsche Bundesbank - alle Hebel in Gang gesetzt, um den Beschuldigten als einen für die öffentliche Sicherheit gefährlichen Triebverbrecher darzustellen. Der Gerichtshof behält seine eigene Meinung und verhängt Dippold zu acht Jahren Gefängnis.

Daraufhin kommt es zu einem Entrüstungsschrei, die Prozessbeobachter und die allgemeine Bevölkerung sind erschrocken über das, was sie für ein mildes Urteil halten. Michael Hagner berichtet anhand zahlreicher Literatur und Gerichtsurkunden zunächst die Entstehungsgeschichte des Hauses, der Jungs und der Kinder bis zum Prozess. Hagner ignoriert hoheitlich die Grenzen zwischen narrativer und naturwissenschaftlicher Arbeit und malt ein düstere Bilder: von der Kompromisslosigkeit der Ausbildung, den Sichtweisen der Bildungseinrichtungen in Deutschland auf die Bereiche Erziehungswissenschaft und Aufklärung, Sittlichkeit und Strafe, Normalbürgschaft und Pervertierung und nicht zu vergessen die Humanwissenschaften, die hier eine dunkle und nicht erhellende Funktion erfüllen.

Ein bedrückender Bericht.

Mehr zum Thema