Frontalunterricht

Präsenzlehre

mw-headline" id="Unterrichtsform">Unterrichtsform[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Der Unterricht ist ein Unterrichtskonzept, ein Lehrmodell und eine soziale Form, die von der Annahme ausgehen, dass es die Pflicht des Lehrenden ist, den Lernenden etwas zu lehren und daraus Richtlinien abzuleiten, um den Unterricht so effektiv wie möglich zu gestalten. In den 1960er Jahren wurde der Terminus Schulunterricht durch den Terminus Frontalunterricht im Zuge von Hochschulreformen ersetzt.

Die Bezeichnung Frontalunterricht wird oft mit der Arbeitsplattform oder Methodik der Lehrerpräsentation oder des fragenentwickelnden Lehrens in Verbindung gebracht, obwohl der Unterricht in der Klasse in erster Linie eine soziale Form ist. So wird der Terminus oft kritisiert - die heute am meisten bevorzugten reformationspädagogischen Verfahren stellen den Formen der Arbeit entgegen und sind grundlegend durch sie zu ersetzen.

Aber auch der Frontalunterricht kann mit anderen Verfahren stark genutzt werden. Der Unterricht im Klassenzimmer sollte und wird als soziale Form im konventionellen Sinne in vielen Formen des Unterrichts eingesetzt werden. Der Frontalunterricht in der Lehrerbildung ist bis heute beinahe ein leeres Wort; Lehrerausbilder bekommen oft den Anschein, dass alle anderen sozialen Formen per se überragend sind.

Zu den weiteren sozialen Ausprägungen gehören Gruppen-, Partner- und Selbsthilfearbeit. Im Schulunterricht ist die Lerngemeinschaft im Gegensatz zu anderen sozialen Gruppen nicht geteilt; im besten Fall sind alle mit der selben Arbeit betraut; jeder einzelne Teil erfordert die Zuwendung von allen. Die Unterrichtsgestaltung kann in sehr verschiedenen Arbeitsphasen erfolgen. Die mit Abstand am weitesten verbreiteten Unterrichtsformen sind Lehrervorträge, Fragenentwicklungsunterricht, Klassengespräche, aber auch Demonstrationsversuche, Kopfhakenübungen, Spiele und viele andere Lehrmethoden.

Martin Wagenschein hat mit dieser Lehrmethode versucht, als "Abschlussmaschine" für das "oberflächliche Überqueren des Wissenskatalogs" im klassischen wissensorientierten Frontalunterricht von der Schulbank zu gehen. Frontaler Unterricht - Klassik und Moderne. Der Luchterhand Verlagshaus, Neuwied/Kriftel 1999. Herbert Gudjons: Frontalunterricht wiederentdeckt. Einbindung in die offenen Formen des Unterrichts. Der Beltz Verlagshaus, 2003, ISBN 3-781-51124-3. Herbert Gudjons: Frontalunterricht - aber gut.

Inhalt: Herbert Godjons (Hrsg.): Methoden zum Ausprobieren. Peter sen: The analysis of frontal teaching with the help of educational science admission and list of facts, in: Scientific Journal of the Friedrich Schiller University Jena 3, 1954, pp. 509-529. Jürgen Wiechmann: Frontal teaching, in: Zwölf lessonmethoden, Beltz, next year. Hilbert Meyer: lesson methoden, practiceband II, Cornelsen Publishers, 12th ed. Berlin 2003, S. 182-226. Andreas Vogel: Die üble Frontlehre.

Schneider, Saltmannsweiler 2013, ISBN 978-3834012562. Herbert Gudjons: Frontalunterricht wiederbelebt. Einbindung in die offenen Formen des Unterrichts. Verlagshaus Beltz.

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