Genderkompetenz

Geschlechterkompetenz

Geschlechterkompetenz bedeutet daher "in den Einstellungen und Verhaltensweisen von Frauen und Männern". Weitere Links Sandra Smykalla (2010) setzt sich angesichts des Reichtums an geschlechtertheoretischen und geschlechtsspezifischen Herangehensweisen in den Fachbereichen und angesichts der Diversität der beruflichen und politischen Praktik auch für ein interdisziplinäres Verstehen von Genderkompetenz ein. Genderkompetenz liegt im Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen und zugleich zwischen Wissenschaftstheorie und beruflicher/politischer Umsetzung.

Laut Smykalla hat die trans-Disziplinäre Genderkompetenz als ambivalente Perspektive die Funktion, wissensunabhängige Kategorien zu erarbeiten, die die Interaktionen von Geschlecht als paradoxe Beziehung zwischen Wissenschaft und Praktik wiedergeben. Smykalla ( "dass ambivalente Kompetenz statt differenzierter Kompetenz gefordert ist", lautet die Kernthese von Smykalla (2010): "Damit Genderkompetenz auf diese Weise verstanden werden kann, brauchen Erwachsenenbildner und Trainer ein Kompetenzbündel, das sich auf fünf SÃ??ulen stÃ?tzt, so Abdul-Hussain (2012): Wissen:

Für handlungsorientierte Untersuchungen und systemische Überlegungen sind je nach Aufgabenstellung und Ziel fundierte Kenntnisse geschlechtertheoretischer Fundamente, spezifischer Geschlechterkompetenz und Kenntnisse struktureller sozialer Verhältnisse erforderlich. Als " Brille " können vor allem geschlechtstheoretische Zugänge genutzt werden, um Erscheinungen zu erfassen. Wir benötigen diese vor allem für Dynamik, die sich aus der thematischen Ausrichtung von Geschlecht, Gender-Integritätsverletzungen oder Gender-Inszenierungen im Lernen ergeben.

Dabei ist die Wahrnehmung und Identifikation von Geschlechteraspekten von besonderem Interesse. Selbstreflektion: Die Reflektion unserer Standpunkte, Haltungen, der Geschlechtersozialisierung und der täglichen Geschlechterinszenierungen trägt dazu bei, unsere Geschlechterintegrität und die unserer Teilnehmer zu bewahren. Methodenkompetenz: Die Themenstellung, Reflektion und Kommunikation von Geschlecht und Geschlechtergerechtigkeit sind mit besonderen Dynamik und Anforderungen verknüpft.

Deshalb benötigen wir spezifisches Methodenwissen für die Ausgestaltung von Lernprozessen, aber auch für die Umsetzung von Gender Mainstreaming. Im dritten Teil der "Guidelines for Gender-Sensitive Didactics" erarbeiten Michaela Gindl, Günter Hefler und Silvia Hellmer (2007) sieben Lernschwerpunkte für Genderkompetenz. In diesen Lernfeldern können Lehrer und Ausbilder oder Teilnehmerinnen und Teilnehmer Geschlechterkompetenz vermitteln.

Wörterbucharbeit: Wörterbücher und Handbücher zur Geschlechterforschung dienen dazu, sich einen Gesamtüberblick über aktuelle Forschungsaktivitäten sowie aktuelle und frühere Streitigkeiten zu verschaffen und zu erhalten. Wissensdatenbank: Genderkompetenz setzt ein tieferes Verständnis der einzelnen geschlechtsspezifischen Themen voraus. Im Bereich der Geschlechterforschung wurden verschiedene Ansätze erarbeitet. Das Konzept bildet das "Rückgrat" der Arbeiten zum Gender-Konzept.

Referenzen zwischen wettbewerblichen Konzepten: Die Begriffe der Geschlechterforschung sind kritisch miteinander und mit unterschiedlichen Ansätzen der Forschung verknüpft: Im Mittelpunkt steht die Argumentation für und gegen individuelle Standpunkte. Ihre eigene Stellung und Lage: Die Klärung Ihrer eigenen theoretischen Lage ist einer der herausfordernden, aber gleichzeitig notwendigen Schritte beim Ausbau der Genderkompetenz. Wahrnehmungs- und Interventionstechniken: Für die geschlechtssensible Hochschuldidaktik sind die in der Prozessbegleitung, -arbeit und -dynamik gewonnenen Wahrnehmungs- und Interventionserfahrungen von großer Relevanz.

Selbsterkenntnis: Potenziale, die die Selbsterkenntnis und -reflexion aus geschlechtsspezifischer Sicht verstärken, fördern auch die Gender-Sensibilität. Der Arbeitskreis Gender Mainsstreaming des VÖGB (Verband Österreichischer Gewerkschaftsverband Bildung) hat auf der Grundlage des BMUKK-Kriterienkatalogs für den gewerkschaftlichen Bildungsbereich Gender-Kompetenzkriterien aufbereitet. Das Kriterium der Genderkompetenz bezieht sich auf die konkreten Bildungsveranstaltungen, die TrainerInnen und die Unternehmen.

Gender-kompetente Gewerkschaftsbildung ist in Bezug auf Inhalt, Methodik, Didaktik und Rahmenbedingung so strukturiert, dass sie für Teilnehmende unterschiedlicher soziokultureller Herkunft sowohl attraktiv als auch anregend ist. Gender-kompetente Ausbilderinnen und Ausbilder denken über ihr eigenes Wesen als Frauen und Männer nach, haben Kenntnisse im Umfeld von Gender und Identitätsentwicklung und zeigen gleichberechtigte Anerkennung für alle Menschen ungeachtet ihrer sozialkulturellen Hintergründe und ihres Geschlechts.

Diese übersetzen geschlechtsgerechte Rezepturen in Worte und Schriften, so dass Mann und Frau in ihren unterschiedlichen Lebensplänen gleichberechtigt behandelt werden. Genderkompetenz und Geschlechtergerechtigkeit werden im ÖGB intern und extern als Themen von hoher Bedeutung vermittelt. Der Mitarbeiter verfügt über Gender-Kompetenz. In allen wesentlichen Planungs- und Beschlussfassungsprozessen wird der Aspekt des Geschlechtermains in Betracht gezogen und es werden nachprüfbare Zielsetzungen und Massnahmen im Hinblick auf die Entwicklung von Genderkompetenz und die Implementierung von Geschlechtermainsstreaming entwickelt.

In der vollständigen Version ist sie unter Gütekriterien für Gewerkschaftsbildung mit Genderkompetenz zu lesen. Abdul-Hussain, Surur (2012): Geschlechterkompetenz in den Bereichen Coaching und Betreuung. In Zusammenarbeit mit Ilse Orth und Dr. G. Petzold zum Thema "Gender Integrity". Die Entstehung von Differenzen, Smykalla, Sandra (2010).

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