Hermann Lietz

Herrmann Lietz

Der Reformpädagoge Hermann Lietz war Gründer der deutschen Landerziehungsheime, insbesondere der Hermann-Lietz-Internate. mw-headline" id="Leben">Leben[Bearbeiten | < Quellcode bearbeiten] Herman Lietz (* 27. 4. 1868 in Dumgenevitz (zu Putbus) auf Rügen; 19.

6. 1919 in der thüringischen Haubinda) war ein reformpädagogischer Lehrer und Gründer der Alexanderziehungsheime (D. L.E.H.) in Deutschland. Herman Lietz war das Leben eines Bauern. Lietz begann 1888 mit dem Theologischen, Philosophischen, Historischen und Germanistischen Studiengang an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1891 promovierte er bei Rudolf Eucken mit einer Doktorarbeit zum Themenbereich "Die Problematik im Sinne der Begrüßung der Gesellschaft beim August Comte im Gesamtheitszusammenhang seines Systems", die er 1892 mit seiner Theologischen Prüfung und dem Staatsexamen für den höheren Lehrauftrag in den Fächern Philosphie, Deutschland, Religionslehre und Hebräisch[1] beendete.

2 ] Lietz beschäftigte sich verstärkt mit der Vorstellung der Bewegungspädagogik, die durch einen Besuch bei Cecil Reddie in Abbotsholme/England 1896/97 entstand. Es folgte an seinem Geburtsdatum 1898 die Gründung des Landpädagogischen Heims Lungenmühle in Ilsenburg (Harz) mit dem Direktor Gustav Wyneken, 1900 das Landpädagogische Heim für MÃ??dchen in Stolpe am Wannsee (1904 nach fÃ?rstliche Zwecke nach Stolpe am Bodensee verlegt) unter der Federführung seiner sÃ?

In Thüringen 1901 die Hermann-Lietz-Schule Haubinda unter der Regie von Paul Geheeb[3] und in Hessen im Jahre 1904 die Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein, ab 1906 unter der Regie von Ludwig Wunder. Zusätzlich zu den einzelnen Schulen reservierte Lietz das Overhead-Management aller Häuser für sich. Auf Lietz' Geheiß hin hat Alfred Andreesen nach seinem Tode die Gesamtleitung übernommen.

Seine schulischen Stiftungen sah Lietz als einen wichtigen Schritt zur gesellschaftlichen Reform und zum Ausgewogenheit. Er hielt dieses Tor in der City nicht für möglich. Erst auf dem Land, in einer natürlichen und gesunden Umwelt sah er die Verwirklichung seiner Bildungsideen. Aufgrund der Zusammenstellung der Studierendenschaft in den ersten Jahren wurde das angestrebte Ergebnis nicht ausreichend ausgenutzt.

In Ettersburg ( "Schloss Ettersburg") (1923), Buchenau ( "Schloss Buchenau" (1924), Spiekeroog ( "Hermann-Lietz-Schule Spiekeroog") in der Nordsee (1928) und die Burg Hohewehrda ( "Hermann-Lietz-Schule Hohenwehrda") (1941) wurden weitere DLEH-Schulen gebaut. Ab 1911 verfolgt Lietz auch das Bestreben, seine Häuser in eine Gründung umzubauen. Heute unterstützt die Fondation drei (Haubinda, Belberstein, Hohenwehrda) der vier bestehenden Lietz-Häuser.

Heute sind die beiden Waldorfschulen reformierte Waldorfschulen mit einer ganzheitlichen Ausbildung[6], in der die von Lietz beabsichtigte Vermischung verschiedener gesellschaftlicher Ursprünge umgesetzt wird. Er war ein Fürsprecher der getrennten Sexualerziehung, aber die von ihm später begründeten Häuser wurden als staatliche Alternativschulen ko-edukativ. Beeinflusst von seinem religösen Evangelismus, war Hermann Lietz - im heutigen Sinn - ein imperialer nationalistischer und entschiedener Anhänger des Ersten Weltkrieges.

Nach dem Tode von Rosa Luxemburg im Jahr 1919 hob er die Fahnen auf seinen Häusern. Die von Lietz unterschiedenen idealistischen und materialistischen Ströme im Judenreich (wie auch in der Sozialdemokratie). Nach der anfänglichen Aufnahme von Kindern jüdischen Ursprungs in seine Häuser stellte Lietz 1903 nach der Abspaltung von Theodor Lessing, Paul Geheeb[9] und Martin Luserke in Haubinda (Haubindaer Judenkrach) eine Klassifikation "Germanisch-Germanisch" als Zulassungskriterium ein[10][11].

Unter seinen Schülern befand sich Johanna Haarer, eine später fungierende schwarze Erziehungsfunktionärin im Nazionalismus und Verfasserin von Bildungsführern (!) der Alten Bd., die sich ausdrücklich auf ihre Schullaufbahn in den Lietz-Häusern bezogen. Basierend auf seiner eigenen Biografie und inspiriert von anderen Theoretikern und Praktikern der damaligen und vor ihm liegenden reformpädagogischen Praxis, setzt sich Hermann Lietz für die Reformierung der gegenwärtigen Schulpädagogik ein.

Es sollte jedes Einzelkind in seinen Potenzialen und Fertigkeiten weiterentwickelt und befördert werden. Grundsätzlich lehnt Hermann Lietz jede Form des formalen Autorisierungssystems, d.h. der formalen Einstufung im Lehrbetrieb, ab, da dies dem persönlichen Weg, dem Zweck und dem Endergebnis des Schülers gegenübersteht. Gemäß seinen Erziehungsgrundsätzen sollte jedes Kleinkind eine moralisch-religiöse Persönlichkeitsbildung erfahrbar werden. Dies gilt ungeachtet der Lage des elterlichen Hauses.

Wenigstens bezweifelt Erich von Matthäus aus eigener Erfahrung, inwieweit Lietz seine eigenen Ideen in die Praxis umgestellt hat. Er ist der Stifter der deutschsprachigen Landerziehungsheim-Bewegung; weitere Häuser wurden später von Gustav Vyneken, Paul Geheeb, Bertha von Petersenn (LEH für Mädchen) und Kurt Hahn erbaut. An die Stelle des Gründers und Eigentümers Hermann Lietz traten in der Historie der Hermann-Lietz-Schulen von 1919 bis 1984 eine Vielzahl von Oberdirektoren der "Stiftung der Hermann-Lietz-Schulen".

Die Jenaer Agenda 2011 (Pädagogische Reformierung in Literatur Vol. 14). Die Jahrbücher D.L.E.H. und die Lietz-Zeitung Lif und Work werden von Hermann Lietz aus dem Jahr 1898 aufbewahrt und beinhalten Beiträge der Landziehungsheimen von ihm selbst und anderen von Lietz beauftragten Autorinnen und Autoren. In den Jahrbüchern finden sich unter anderem die folgenden Artikel. Er wird es bis zum sechzehnten Jahrgang selbst veröffentlichen.

"Seit 1909 existiert "Leben und Arbeit" (LuA) zeitgleich mit dem Jahresbuch der D.L.E.H. und wird nach 1919 vom Verband "Altbürger und Friends der Hermann-Lietz-Schulen" weitergeführt. Sämtliche Jahresbücher und LuA sind im Originalton erhältlich, sortiert nach Jahren im HLS-Alphabet. Die Elisabeth Badry: Lietz, Hermann. Hermann Lietz: Vorstellung mit zentralem Text.

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