Hochzeitsbitter

Bitter

Wedding Bitter, oder Hochzeit Lader, sind Menschen, die als Einladungen zur Hochzeit dienen. Die beiden Eheleute Holger Ahrens und Benny Julitz sind Hochzeitsbitter. Der Hochzeitsbitter Hochzeitslader lud mit einem meist gereimten Sprichwort zur Hochzeit ein.

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Hochzeitsbitter, auch Hochzeits-Lader oder Hochzeitsformer (von fragen und einladen), in Westfalen auch Spurbitter[1] (Gästebitter)[2], in Oberbayern auch Progodoren (vom lateinischen Prokuristen[3]), in Norddeutschland Köstenbidder[4] werden als Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum verstanden, die während der Hochzeitsvorbereitungen die Rädchen eines Gastes und die Rädchen eines Organisators und oft lustig unterhalten.

Der traditionelle Hochzeitsbitter hat in nahezu allen Kulturkreisen der Welt seine Grundfunktion verändert und ist nicht auf Europa begrenzt. Die Bräuche der Regional- und Europameisterschaften sind den Hochzeitsbitterinnen und -bitter unterschiedlichste Aufgabenstellungen zugeordnet, zum Teil mit rituellem Charakter. Je nach Gewohnheit nehmen die jungen Zeugen der Eheleute die Rolle von bitteren Hochzeitszeugen ein, eine freie oder ortsgebundene Frau oder ein Mann oder eine Persönlichkeit, die eine bestimmte Beziehung zu einer der Eheleute hat (z.B. der jüngere Brautbruder der Eheleute).

Die mündlichen und persönlichen Aufforderungen an die Besucher werden oft in traditioneller Form rezitiert, ebenso wie unterhaltsame Sprichwörter und Ansprachen während der Trauung, vor allem zu den Essen. Sogar gewisse Gebrauchsgegenstände, wie ein farbenfroh dekorierter Bitterstift oder -stab und alkoholhaltige Getränken "als Vorgeschmack", tragen meist einen Hochzeitsbitter mit sich zur Aufforderung.

Auch gibt es kulturbedingt typisch hochzeitsbittere Kleidung oder gewisse dekorative Kleidungskomponenten (z.B. hochfarbige Hüte). Eine Braska bewirtet die Besucher der Sorb. In sorbischer Tradition nehmen sprachbegabte Menschen oft die Aufgabe der bitteren Hochzeit als fixes "Büro" für einen längeren Zeitraum und damit für viele Brautpaare an einem bestimmten Standort oder einer bestimmten Gegend wahr.

In der alpinen Region, vor allem bei Bauerhochzeiten in Ober- und Unterbayern, ist das Gstanzlsinger der Hochzeits-Lader weit verbreiteten, die sich auf lustige oder grobe Weise über das Brautpaar und seine Gästeschaften lustig oder ungeschliffen auslassen. Köhler & Röttsche, Herne 1989, ISBN 3-920556-01-1. ? Regina Voith-Drobnitzky: Weddings in Westphalia: on the change of gift customs under the influence of measures.

Waxmann, Münster 1998, ISBN 3-89325-543-5. Die Hochzeitsladerin im Salzburger Wiki wurde am gestrigen Tag abgeholt. Willi Wegewitz: Werkbericht des Helmmuseums für den Zeitraum vom Jänner 1963 bis einschließlich Jänner 1964. In: Museums- und Heimatverein Harburg City und Landes e.V. (Hrsg.): Harbourger Jahrebuch.

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