Hyperaktivität bei Kleinkindern

Überaktivität bei Säuglingen

Die Craniosacral-Therapie sollte auch bei Hyperaktivität gut funktionieren. Überaktive Kinder haben Konzentrationsschwierigkeiten über einen längeren Zeitraum. Nicht immer ist der Alltag mit hyperaktiven Kindern für Eltern und die Kinder selbst einfach zu bewältigen.

Eventuelle Gründe für Hyperaktivität oder "Warum zappelst du mit dem Zappelphilipp?"

Bei den meisten Kindern ist der Drang zur Bewegung stärker als bei Erwachsenen. Kleinkinder wie z. B. der Kappelphilipp aus dem berühmten Schulbuch haben anscheinend eine unbegrenzte Energieversorgung. Andere Kleinkinder erschöpft nach einer Zeit der motorischen Rastlosigkeit und bevorzugen leisere Partien, während ihr Bewegungsablauf mit voller Geschwindigkeit weitergeht. Sogenannte überaktive Kleinkinder können die ganze Ferienwohnung im Handumdrehen zerstören.

Das rastlose Zappelphi, der leicht ablenkbaren und nachlässigen Hans Guck in der Luft, der aggressiv und hinterhältig wirkende und kokette Franziskaner, das kokette Paulinchen: Sie alle weisen Handlungen auf, die ein Elternteil wehrlos und ohnmächtig machen. Wörter wie "hyperaktiv" oder "aufmerksamkeitsstörend" gibt es nicht mehr sehr lange; das von ihnen beschriftete Benehmen ist es. Aber wo fängt das hyperaktive Handeln an? Überaktivität ist keine Seuche, sondern bestenfalls ein Anzeichen einer organischen oder psychischen Seuche.

Ein standardisierter Testverfahren, das Hyperaktivität zweifellos diagnostiziert, gibt es nicht. Eine Ärztin, ein Therapeut oder ein Therapeut sagt: "Dein Baby ist inaktiv! Stören ihn im Allgemeinen die Kleinen? Überaktivität kann verschiedene Gründe haben. Bei motorischer Rastlosigkeit eines Kindes geht es zunächst um die Fragestellung, ob dieses Benehmen überhaupt außerhalb des Bereichs der altersgerechten Entfaltung liegt.

Bis zum Beginn der Schulzeit ist das Herumtollen die bevorzugte Aktivität vieler Familien. Früher gingen die Kleinen nach der Schulzeit mit ihren Altersgenossen durch Wälder und Weiden, aber heute machen sie oft mehrere Arbeitsstunden, meistens unter der Aufsicht ihrer oft sehr belasteten und überforderten Familien. Die Theorie der Entwicklung der Hyperaktivität lässt sich in zwei Kategorien einteilen: Die eine betrachtet hauptsächlich biologische Eigenheiten als Grund, die andere psychologisch.

Mit dem hyperaktiven Benehmen des Kleinkindes, der ständigen Suche nach neuen Impulsen, wird versucht, den geschädigten Bereich des Gehirns und damit die Freisetzung der erforderlichen Botenstoffe zu stimulieren. Für Huther und Bonney (2002) ist nicht ein Dopaminmangel die Hauptursache für hyperaktives Handeln, sondern ein Überschuss an Dopamin. Überaktive Jugendliche sind dann nicht mehr in der Lage, auf jeden neuen Stimulus zu deuten.

Bereits nach drei bis sechs Std. ist das Dopaminreservoir wieder gefüllt und das Baby ist ebenso ruhelos und ohne Fokus. Laut dieser These ist ein schlechter Glukosestoffwechsel die Hauptursache für Hyperaktivitäts- und Konzentrationsschwierigkeiten. Perzeptionsstörungen und Störungen in der Informationsverarbeitung können auch Hyperaktivität und andere Verhaltensstörungen auslösen. Bei manchen Kindern können Stimuli aus ihrer Umgebung nur teilweise aufgenommen werden.

Wegen ihrer unvollständigen Wahrnehmungsfähigkeit sind die betroffenen Schulkinder weniger in der Lage, die von ihnen ergriffenen Maßnahmen zu erfassen, nachzuahmen und daraus zu lern. Einige Kleinkinder sind sehr empfindlich auf Empfindungen, z.B. Geräusche, die zu Überbeanspruchungen durch sensorische Überlastung mit sich bringen können. Der Reizschwellenwert bei anderen Kleinkindern ist äußerst niedrig: Leichte Stimuli kommen nicht an. Problematisch ist es auch, wenn ein Kind nicht in der Lage ist, Verbindungen zwischen Daten aus unterschiedlichen Richtungen herzustellen.

Es wird vermutet, dass bei einigen Kleinkindern unterschiedliche Lebensmittelkomponenten ein überaktives Reaktionsverhalten auslösen. Die Feingold' -These, die Konservierungsmittel, synthetische Aromen und Färbungen, Geschmacksgeber und Salizylate in Weintrauben, äpfeln, Tomaten, Marillen, Birnen und anderem Obst zu den Auslösern oder Mitverursachern von Hyperaktivität erklärt, ist nach wie vor relevant. Mit Hilfe von Outlet-Diäten ist es möglich festzustellen, auf welche Nahrungsmittel ein Kleinkind überaktiv anspricht.

Kommt es zu einem erneuten unerwünschten Auftreten, sollte die Nahrung permanent vermieden werden. Manche Autorinnen und Autoren, darunter Prékop und Schweiz, differenzieren zwischen kongenitaler und akquirierter Hyperaktivität. Eine Hyperaktivität kann erreicht werden, wenn die Kleinen zu leichtfertig aufgezogen werden, wenn sie statt eines eindeutigen Ja oder Nein immer ein Ja oder Nein aussprechen. Darüber hinaus können die Kleinen aufgrund des häufigen Fernsehens und anderer passiver Tätigkeiten kein richtiges Bild von sich und ihrem eigenen Leib gewinnen.

Von großer Wichtigkeit sind auch die Antworten von Erziehungsberechtigten, Pädagogen, Lehrern und anderen Betreuern auf das Betreuungsverhalten des Kindes. Gemäß der Lehre vom Verstärkungslernen wird das Benehmen durch die damit verbundene gesellschaftliche Zuwendung untermauert. Es wird dem Kleinkind aufmerksam zugehört, was es als Lohn wahrnimmt. Anschließend stellt das untergeordnete Element das unerwünschte Benehmen öfter dar.

Gemäß der Lehre des Observationslernens kann überaktives Handeln auch von Angehörigen von Verwandten, Erziehungsberechtigten, anderen Referenzpersonen und auch von Fiktivzahlen, z.B. aus Fernsehprogrammen, erworben werden. Hyperaktivitäts- und Konzentrationsprobleme sind laut DeGrandpre die Folge einer allgemeinen gesellschaftlichen Beschleunigung: "Die Abhängigkeit von Sinnesreize, ob von Kleinkindern oder Erwachen, ist eine Beeinträchtigung der bewusstseinsbildenden Erfahrung, bei der der Betreffende nicht in der Lage ist, mit der Verlangsamung zurechtzukommen.

"DEGrandpre rät, den Alltag zu verlangsamen, den Zeitplan zu verschlanken, mehr Zeit mit dem Baby zu verbringen und den Medienverbrauch zu reduzieren. Bei manchen Kindern ist die Durchdringung sozialer Verhältnisse nicht ausreichend. Es ist ihnen nicht möglich, eventuelle Auswirkungen ihrer Umgebung auf ihr eigenes Handeln vorherzusagen. Anderen Menschen ist nicht bewusst, dass das Baby nicht bösartig ist, dass es wegen seiner gesellschaftlichen Unbeholfenheit nicht anders handeln kann.

Die Kinder fühlen sich missverstanden und zurückgewiesen. Infolgedessen könnte sie sich bemühen, den daraus entstehenden Missbehagen und seine Unwägbarkeiten durch markantes Handeln zu entschärfen. Die systemischen Familiestherapeuten erkennen die Ursachen für unruhiges und anderes abnormales Benehmen beim Baby nicht. Es wird davon ausgegangen, dass die Ursachen für die Hyperaktivität in den konfliktreichen Familienbeziehungen zwischen den Familienmitgliedern liegen.

Die Hyperaktivität des Kindes ist nur der symptomatische Träger. Die Hyperaktivität kann durch organische und/oder psychosoziale Faktoren verursacht werden. Auf jeden Fall reduziert Hyperaktivität das Entwicklungspotenzial von Kleinkindern, wenn ihnen nicht weiterhilft. Konzentrationsschwierigkeiten verhindern, dass überaktive Schüler in der schulischen Ausbildung auf einem Niveau auftreten, das ihren geistigen Fähigkeiten entspricht. Sie enttaeuschen mit ihrem gesellschaftlich unangemessenen Verhaltensweisen die Erwartungshaltung an ihre Umgebung und werden danach verworfen und marginalisiert.

Das Außenseiterleben kann überaktiven Kleinkindern erhalten werden, wenn das aufgetretene Hindernis anerkannt und geholfen wird. Zugleich müssen viele Menschen in der Nähe dieser beiden Waisenkinder an sich selbst arbeiten: Die Annahme des Kindes, wie es ist, und die Begegnung mit ihm in liebevoller und toleranter Weise ist die Grundvoraussetzung für wirkliche Mitwirkung. Mayer, M. (1995): Aufmerksamkeitsstörte Kleinkinder in einer kurativen Kindertagesstätte - Erarbeitung eines systembiologischen, interdisziplinären Ansatzes auf der Grundlage von praktischen Erfahrungswerten und eigenen Untersuchungen in diesem Arbeitsbereich.

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