Internatsschule

Schulinternat

Im Internat in Kirchberg steht die perfekte Kombination von schulischer und außerschulischer Bildung und Entwicklung im Mittelpunkt. Schulinternat zur individuellen Entwicklung von begabten, leistungsbereiten und sozial engagierten Schülern. Anders sind die Schüler des Internats Hadmersleben.

mw-headline" id="Zweck_eines_Internats">Zweck eines Internats[Edit | < den Quellcode bearbeiten]

Für die Reality-TV-Serie des schweizerischen Rundfunks sehen Sie TheInternet. Die Internatsschule ist der Sammelbegriff für Institutionen, in denen Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen und Schultypen leben und versorgt werden und die (meist) einer Waldorfschule angeschlossen sind. Es gibt heute unterschiedliche Arten von Internaten. Hierfür gibt es unterschiedliche Arten von Schulen. Ihrem Ziel sind sie gewidmet: Der Schulinternatbegriff stammt aus dem neunzehnten Jh. und ist aus dem lateinischen internus (deutsch: inner, vertraulich) abgeleitet, der umgekehrte Ausdruck ist das Außendom.

Es wurde wahrscheinlich in Analogie zu dem viel älterem und etwa gleichwertigem Semester Alumnatsstudium gestaltet. Einwohner eines Internates werden noch immer manchmal als Alumni bezeichnet. Allerdings wird der Terminus Alumnate heute weitestgehend nicht mehr gebraucht. Internate und Alumniate waren zunächst meist mit anderen existierenden Institutionen (Fürstenhof, Kathedrale, Stift, Universität, etc.) verbunden.

Erst später kommt der Terminus "Internat" oder eine unmittelbare (auch persönliche) Beziehung zwischen Schul- und Internatsschule zur Sprache und bleibt eine besondere Form des Internats. In der Regel ist dies der Fall. Zusätzlich zum Terminus "Internat" werden diverse andere, teilweise gleichnamige Begriffe verwendet, z.B. Konvikt (Wohnheim für Katholiken oder theologische Studenten unter spiritueller Anleitung; in Österreich meist Wohnheim) oder Kollegium (kirchliche Bildungseinrichtung).

Tempel- und Schlossschulen, in denen eine junge Führungselite gemeinschaftlich auf ihre Leitungsaufgaben hin ausgebildet wurde, können daher im weiteren Sinn als Wegbereiter für die heutige Internats- und Studentenwohnheime angesehen werden. Der Aufstieg und die Verbreitung des christlichen Glaubens im europäischen Mittelalter führte zunächst zu einer klaren Dominanz der geistlichen "Internate" an Dom- und Stiftsschulen. Im Zuge der fortschreitenden Unterscheidung und Erweiterung der Leitungsaufgaben bei der Herausbildung des neuzeitlichen Staatssystems in der Wiedergeburt gewannen die profanen Internate an Gewicht (Aufgabe der Anwerbung einer herrschenden Klasse für Armee und Verwaltung), während die kirchlichen Institutionen immer mehr " säkularisiert " wurden und teilweise ihren Einflussbereich verlösten.

Mit der Reformation / Gegenreform florierte die geistliche Internatsausbildung wieder. Wichtige Dom- und Klosterhochschulen wurden oft zu Hochschulen erweitert, denen eigene "Internate" (Hochschulen, Bursen) angeschlossen waren. Weil der lange Zeit ( "praktisch bis zur Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts") mit der steigenden Nachfrage nach Ausbildung kaum mithalten konnte, wurden die Internate für die Verbreitung der Hochschulbildung und die soziale Förderung der Hochbegabten "von den Menschen" besonders wichtig.

Die bedeutende Rolle von Internaten beim Aufbau der Mädchenausbildung sollte nicht unterschätzt werden. Da der Weg zur Hochschulbildung jahrhundertelang überwiegend über das (überwiegend kirchliche) Internat verlief, wird die Internatsausbildung traditionsgemäß mit "Elitenbildung" verglichen. Zu Beginn des zwanzigsten Weltkrieges war ein Drittel der bayerischen Schüler noch Internatsschüler.

Viele wichtige Wissenschafter, Poeten, Politiker, Industrielle usw. sind aus dem Internat herausgekommen. In der Geschichtsschreibung greifen Reformierungsbewegungen in schwerwiegenden Kultur-, Wirtschafts- und Politikkrisen immer wieder auf das Leitbild des Schulinternats als "Bildungsinsel" zurück, in dessen Absonderung eine Wiederbelebung der Bildung und damit die Änderung der sozialen Bedingungen durch neue Auslese erfolgen sollte; (Jesuitenschulen, Philanthropen, Landpädagogikheime).

Darüber hinaus wurden pragmatischere Internatsformen geschaffen ("Musikpressen" für Schulversagen, Privat-, Kirchen- und Staatswohnheime an öffentlichen Oberschulen für "ausländische" Schulkinder, Internate zur Berufsvorbereitung "höherer Töchter" für ihre Tätigkeit als Frau und Schwiegermutter, "Vorbereitungseinrichtungen" in Landpfarreien für Schulkinder, die auf die Aufnahmeprüfung eines Gymnasiums außerhalb der allgemeinen Grundschulen vorzubereiten sind, und vieles mehr).

In sozialen Veränderungsprozessen haben Internatsschulen Boom- und Krisensituationen erlebt und durchlaufen. Jüngste tiefgreifende Kürzungen wurden durch den Aufbau der Sekundarschulbildung im ländlichen Raum in den 1960er und 1970er Jahren bei gleichzeitigem Abbau der Verkehrsanbindung an die Schule, den massiven Rückgang der Schülerzahl in den 1980er Jahren ( "niedrige Geburtenratenkohorten") und die anhaltende Krise der Akzeptanz von religionsfreundlichen Bildungseinrichtungen verursacht.

Im Internat gibt es immer mehr schulische und pädagogisch schwierige Vorfälle. Seit den 1960er Jahren ist die Zahl der Internate und Plätze um nahezu die Hälfe gesunken. In der veröffentlichten Stellungnahme wurden bereits zu Beginn der 90er Jahre die Internate als "Ausstiegsmodell" bezeichnet. Bei den in den vergangenen Jahren freigelegten und in den Massenmedien behandelten Kindermissbrauchsfallen in Bildungseinrichtungen wurden auch mehrfach Internatsschulen genannt, wie z.B. die 0denwaldschule, die aufgrund der unzureichenden Behandlung des Sexualmissbrauchs ebenfalls von einer erheblichen Krisensituation betroffen war und schließlich zur Auflösung der ehemals berühmten Waldorfschule diente.

Es ist möglich, dass sich diese Debatte auch auf die Anerkennung von Internaten in den kommenden Jahren auswirken wird, obwohl viele der in den Massenmedien bearbeiteten Fallbeispiele in der Geschichte sind. Entgegen diesem allgemeinen Entwicklungstrend wird derzeit versucht, besondere pädagogische Aufgaben (Förderung von Begabten und Leistungswilligen) oder Problemstellungen im Bildungssystem (Entlastung der öffentlichen Schule von Unruhestiftern und Gewalttätern) durch die Errichtung von speziellen Internaten aufzugreifen.

Erstmalig tritt der Freistaat hier wieder vermehrt als Stifter, Förderer und Betreuer von Internaten auf. Das kann jedoch die allgemeine Krisensituation von Internaten und die wachsende Konvergenz von Internatsausbildung und Bildungshilfe nicht verschleiern. Der aktuelle Versuch von Interessenten (Internatsverbände, kaufmännische Internatsvermittler), an die elitären Traditionen des Internats anzuschließen oder unwahrheitshalber von einem "Nachfrageboom" in Internatsschulen zu sprechen, entspricht nicht der Realität.

Die Internate sind durch den verstärkten Einsatz der ganztägigen Betreuung an staatlichen und privatwirtschaftlichen Tagesstätten sowie durch den weiteren Rückgang der Geburtenrate gefährdet. Dabei ist es von Bedeutung, den Begriff "Internat" von dem eines rein "Wohnheims" (ausschließlich Unterkunft und teilweise Bewirtung von Schülern, Studenten, Auszubildenden usw.) und dem eines "Kinder- und Jugendheims" (Einrichtung einer staatlichen Bildungshilfe) zu unterscheiden.

Im Vergleich zu Schlafsälen zeichnet sich das Internat durch eine wesentlich pädagogischere Aufgabe und eine stärkere Schul- und Bildungsaufsicht aus. Auf der anderen Seite erreicht sie nicht die sozioedukative oder gar heilende Wirkung von Bildungseinrichtungen (Kinder- und Jugendhäuser, sozioedukative Wohnungsgruppen, etc.). Im Unterschied zu letzteren legen Internatsschulen mehr Wert auf die Verwirklichung der Schulziele als auf den Umgang mit psychischen, körperlichen, entwicklungsbedingten oder erzieherischen Defiziten.

Der Großteil der Internate wird von den Erziehungsberechtigten selbst besetzt, d.h. ohne Einbeziehung von Behörden (z.B. Jugendämter). Entsprechend müssen die Internatskosten auch von den Betreuern selbst getragen werden. Der Kreis der Vollinternatsschulen kann unterteilt werden in ein Internat, d.h. ein Internat mit eigener Lehranstalt, und ein Wohnheim, das keine eigene Schule betreibt, sondern seine Kinder an andere Bildungseinrichtungen in der Region oder in der unmittelbaren NÃ?

Im Hinblick auf Internate lässt sich weiter unterscheiden zwischen "Heimschulen", die nahezu ausschliesslich eigene Internatsschüler lehren und nur einen kleinen Prozentsatz an Fremdschülern (außerhalb des Internats lebende Schüler) haben, und "Schulen mit angegliedertem Internat", in denen die Fremdschüler weit unterlegen sind und im Umkehrschluss die "internen Schüler" eindeutig in der Minorität stehen.

Aus der Rechtsform der Lehranstalten von Internaten resultiert eine weitere Abgrenzung. Dies kann in Form von öffentlichem (staatlichem) oder kostenlosem (privatem) Sponsoring geschehen. Unabhängige Internate haben meist den rechtlichen Status von "staatlich anerkannte Ersatzschulen". Damit sind sie den öffentlich-rechtlichen Anstalten juristisch ebenbürtig, aber auch an staatliche Zulassungs- und Transferbestimmungen geknüpft.

Hinzu kommen Privatinternate, die sich nur "staatlich anerkannte Ersatzschulen" oder "allgemeine Ergänzungsschulen" nennen dürfen. Dazu müssen ihre Kinder eine Ausländerprüfung an einer öffentlichen Hochschule absolvieren. Anzumerken ist die "Schule mit angegliedertem Internat", an zweiter Stelle der Internatsart "Wohnheim". Früher war das Schulinternat in erster Linie ein kirchlicher Bereich.

Mehr als die Hälfe der Internate und Schlafsäle wurden von konfessionellen Organisationen geführt. Internate, die von nicht-kirchlichen privaten Sponsoren geführt werden, sind dagegen das geringste Aufkommen. Allerdings ist die Zahl der Plätze an Internaten der kirchlichen Einrichtungen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, zum Teil aufgrund von Finanzierungsproblemen und den damit verbundenen teilweise Qualitätsproblemen dieser Schulgruppe.

Obwohl die Geschlechtersegregation in der heutigen Bildung keine wichtige Funktion mehr spielt, werden Internate immer noch konsequent als Jungeninternate und Mädcheninternate betrieben. Betrachtet man den Begriff Mädcheninternat im Sinn von "Internat", so gibt es in Mitteleuropa noch verschiedene Frauenschulen mit angeschlossenen Internaten, vor allem im Privatschulbereich, seien es religiöse oder profane. Ansonsten gibt es an koedukativen Bildungseinrichtungen auch raumtrennende Jungen- und Mädcheninternate, als Einzelhäuser auf dem Schulgelände oder wenigstens als Einzelflügel im Schulinternat.

Zahlreiche Internate haben ihre Schul- und Betreuungsangebote durch die Öffnung für externe Kinder, das Hinzufügen weiterer Niederlassungen oder Kindergärten oder die Pflege von Schülerinnen und Schülern, die nicht in ihre eigenen Lehranstalten, sondern in die von anderen Anbietern gehen, aufbereitet. Eine kleine Anzahl von Internaten richtet sich ausschliesslich an talentierte und leistungs-orientierte Kinder, um sie intensiver zu bewerben als in herkömmlichen Regelschulen.

Durch die Entwicklungen im Internatsbereich hat sich eine Tendenz zur Einrichtung von eher elitär ausgerichteten Internaten durchgesetzt. Darüber hinaus hat der " PISA-Schock ", d.h. die schlechten Leistungen der deutschen Jugendlichen im Weltvergleich, zu einer Forderung nach einer gezielteren und früheren Unterstützung besonders talentierter Jugendlicher geführt. Auf diese Weise wurden - zum Teil in Fortführung von historischen Vorbildern (z.B. die früheren fürstlichen Schulen in Sachsen) - eine Vielzahl von vorwiegend staatlichen Internaten für generell hoch qualifizierte oder begabte Schülerinnen und Schüler aus den Fachbereichen naturwissenschaftliche, sprachliche, sportliche, musikalische, etc. geschaffen.

Am Beispiel der ostdeutschen Spitzensportschulen wird deutlich, dass es natürlich schwer ist, ausreichend hoch qualifizierte und passende Kandidaten für das Internat zu werden. Mit der sozialen Beziehungsstruktur und dem oft gefährdeten inneren Leben der Internatsschüler wurde in vielen Büchern, Narrativen und anderen Gattungen der ernsten Fachliteratur seit dem Hochmittelalter und in nahezu der gesamten europäischen Fachliteratur immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven umgegangen.

Unter dem Stichwort Literatur im Internatsinternat sind die korrespondierenden Dokumente aufbereitet. In der zeitgenössischen Literatur endet die Reihe der Adaptionen des Themenbereichs nicht, obwohl die Schülerzahl heute viel kleiner ist als in früher und das Internatsleben daher nur wenigen Menschen aus eigener Anschauung bekannt ist.

Der Filmclub der verstorbenen Poeten und der Roman von Nancy H. Kleinbaum machten 1990 das Internatsthema einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Im Jahr 1995 wurde der Debütroman Faserland von Ex-Salemer Christian Kracht veröffentlicht, der einen entscheidenden Blick in die Lebenswelt des Hedonismus und konsumorientierter Internate gibt. Es geht um ein von Katholikenschwestern geführtes Schulinternat, in dem die Schülerinnen und Schüler einen " geheimen Verein " gründeten und als " Abtrünnige " verbotliche Werke sammeln.

Auch in Belgien, aber im angelsächsischen Raum, ging Hannes Anderer ins Heim und beschreibt diese 40er Jahre, teils unter deutschem Herrschaftsgebiet, sehr präzise im Buch Unterkonstruktionen zu Melusinen, vor allem die Entteufelung der jungen Geschlechtlichkeit durch Katholische, durch Pfarrer und Laie. Zusätzlich zu den Literaturdarstellungen gibt es auch Schulinternatfilme wie Girls in Uniform von 1931 nach einem Stück von Christa Winsloe, deren Neuauflage von 1958 mit Romy Schneider und Lilli Palmers bis heute bekannt ist.

Neben der hier vorgestellten anspruchsvollen Fachliteratur gibt es noch recht gelungene Bücher aus dem Bereich der Entertainmentliteratur, vor allem Kinder- und Jugendbücher, die in einem Schulinternat mitspielen. Einige davon sind noch neue Serien, wie die noch sehr beliebte Jugendkriminalitätsserie TKKG, obwohl (siehe oben) das Internatsleben nur wenigen jungen Menschen aus eigener Erfahrung bekannt ist.

Zu den mit Abstand berühmtesten und gelungensten Büchern und Filmen über das Schulinternat der Welt gehören die Romanreihe und die darauf aufbauenden Harry Potter-Serie von Joanne K. Rowling, die sich mit den typischen Phänomenen des Internatslebens intensiv und knifflig beschäftigt. Arbeitgemeinschaft Freiburger Schulwesen (Hrsg.): Freischulhandbuch. Reinbek, Rowohlt 1993. ISBN 3-499-16347-0. Arbeitgemeinschaft Freiburger Schulwesen (Ed.): Handbook of German Boarding Schools.

Die Internatsausbildung - Möglichkeiten und Gefahren (pdf-Datei; 194 kB). Journal für die Katholische Freie Schule der ErzbistÃ??mie Freiburg. Nr. 41. S. 56-64. Jonathan Gathorne-Hardy: The Public School Phenomenon 597 - 1977. 19. 1977 in London, ISBN 0-14-004949-5 in London, Stoughton, Gernot Gonschorek: Education and Socialisation at Interna.

Minerva, München 1979, ISBN 3-597-10163-1 Christopher Haep (Hrsg.): Grundprobleme der Internationalen Pädagogik. Über die deutschsprachige Internats-Literatur. Ein ethnographisches Bild der deutschen Internate. Manfred- Klemann und Silke Mäder: Der große Internatsführer. Die Internatsanleitung für Kinder und Jugendliche. In der ISBN 3-86112-149-2 Volker Ladenthin, Herbert Fitzek, Michael Ley, VKIT (Hrsg.): Das Internation.

In den Augen der Erziehungsberechtigten über das Abitur. Darin: Michael Ley und Herbert Fitzek (Hrsg.): Der Arbeitsalltag in Bewegung. Gießen, Psychosoziales 2003. ISBN 3-89806-287-2. (= Zwischenstufen. 22. Geburtsjahr 2003.) S. 131-147. Auch als pdf-Datei (164 kB) im Netz verfügbar. Chancen und Herausforderungen für Kircheninternatsschulen. Herder, Freiburg 1992 ISBN 3-451-22049-0 Hans-Joachim Winkens: Perspektiven der ganztägigen Betreuung in konfessionellen Internaten.

Katholizistische Internatsschulen. "Auf ins Internat" mit Margarita Kaufmann, Ulrike Kegler, Volker Ladenthin und Ulrich Pleitgen, in: Nachtstudio, ZDF, 12. September 2009.

Auch interessant

Mehr zum Thema